8  Sarg

Ich bin der Sarg,

rein objektiv, frei von Konzept – bin ich eine Kiste. Meist aus frischem Holz gemacht, mit einem Deckel, ein paar Nägeln. Manchmal auch aus Glas. Schneewittchen lag in mir und wurde wachgeküsst. Lenin schläft noch immer. Der hat wohl Mundgeruch.

Du dichtest mir oft Stillstand an, doch das ist Illusion. Stillstand gibt es nicht. Nicht mal im Tod. Tod bedeutet Leben. Frei vom Körper, frei vom Ego, frei von Illusion.

Betrachte Deinen Baum im Winter, sieh ihn kahl ganz ohne Blätter vor Dir stehen. Ist er tot? Tut sich nichts bei ihm? Mitnichten. In seinen Ästen saust der Puls vom Leben. In seinem Stamm fließt nagelneue Existenz. In seiner Krone rauscht die Melodie der Schöpfung. In seinen Wurzeln steigt friedliche Urkraft empor. Für einen neuen Frühling. Für neue hellgrün-lichte Triebe. Für Knospen prall – die explodieren wollen. Für ein neues Liebeslied vom Leben.

Wer meine Unterkunft probiert, der ruht sich aus. Kehrt ein, zieht seinen Blick von Äußerlichkeiten in die eigne Mitte. Und mancher Gast der schläft. Den großes Schlaf. Benommen von der Illusion vom Leben. Komatös im Traum von Gut und Böse. Müde, weil der Kampf keinen Gewinner kennt.

Ich bin das Motel, nach beschwerlich-langer Reise. Das Bett, in dem Du Freiheit quasi über Nacht erlangst. Kokon, in dem der Schmetterling aus einer Raupe wird. Der Abschied von altem Gram&Kram, der Dir nicht länger dient. 

Auf meiner Kiste steht in großen Lettern AKZEPTANZ geschrieben. Falls Du kämpfst, wenn Du Dich wehrst, dann wirst Du Höllenqualen leiden müssen. Ergibst Du Dich und akzeptierst, passierst Du mich im Flug. Mag sein, Du wirst mich oft besuchen. Entwicklungsjunkies lieben mich. Wirst tausend Tode sterben, steigst dann wie Phönix aus der Asche an einem neuen Horizont empor. Nichts bringt Dich um. Alles macht Dich stärker. Meine Zahl ist die Acht, jeder Tag vollendet sich mit seiner Nacht.

 

Allgemein

Im Äußeren verändert sich gerade nichts. Man trägt mich meist von Außen an Dich ran. Wenn Du Dich nicht wandeln willst, schickt mich Dein Leben. Man nennt mich: Ohnmacht, Krankheit, Zwangspause, Ende, Abnabelung, Abschied, Akzeptanz, Erlösung, Winterschlaf.

 

Liebe

Liebe kennt auch Winterschlaf. Liebe will auch wachsen. Wenn ihr die Form zu klein geworden ist, wenn sie aus allen Nähten platzt, dann will sie raus. Manchmal kommt sie mit ner Pause klar, manchmal zieht sie weiter. Für immer. 

 

Beruf

Ich will Berufung. Beruf ist mir nicht gut genug. Setzt Dich mal hin und lausche Deiner Seele. Hör Dir mal zu, damit Du Dich berufen fühlen kannst. Folge der Freude, auch wenn Du dafür eine Extrameile gehen musst. Nable Dich ab, wenn Deine Arbeit nur noch Last verspricht. Auch eine Pleite ist ein Neuanfang.

 

Kombinationen mit dem Sarg

Hier entstehen bis September 2019 alle Kartenkombinationen vom Sarg mit jeder anderen Karte. Weil ich an allen Karten gleichzeitig arbeite, füllen sich die Inhalte nach dem "Zufallsprinzip". Viel Spaß. Hast Du bessere Vorschläge? Dann kommentiere doch unter meinem Blog. Dort verlose ich einmal monatlich 3 Kartenset`s für die besten Vorschläge. Dankeschön für Deinen Besuch.