19 Turm

 

Herausragend stolz, unzweifelhaft dominant, natürlich bemerkenswert, kraftvoll erhaben, stets aussichtsreich, unnachahmlich markant, wegweisend erbaulich, unwiderstehlich souverän, märchenhaft bekannt: so bin ich. Ich bin der Turm.:

 

Turm zu Babel, Pharos von Alexandria, schiefer Turm von Pisa, Eiffelturm, Tokyo Sky, Burg Khalifa. Das sind einige meiner stolzen Namen.

 

Der sehnsuchtsvolle Wunsch – in den Himmel, zu den Göttern aufzusteigen – uralt und ungestillt, wie die "Geschichte Mensch". Also bauen Menschlein schlanke Himmelsleitern, schichten Stein und Steine aufeinander, legen sich mit ganzer Macht ins Zeug. Erschaffen hohe Kunst. Streben hoch auf der Karriereleiter. Werden Stars. Und Stars sind oft allein.

 

Der Durst nach Gott- und Himmelsnähe beschreibt die Sehnsucht nach den zarten Zipfeln unsrer Seele, nach Vereinigung mit jedem Krümel Leben, nach Vollkommenheit. Soll doch der Himmel uns entgegenkommen, es wird ja schließlich Zeit.

 

Wir wollen unsichtbare Schranken überwinden, mit unserem grenzenlosen Wesen Einheit feiern, endlich wieder zu Hause sein. Doch wohlbekannte Zweifel nagen. Wir wählen Angst statt Liebe, schaffen neue, mächtige Gefängnismauern aus Stahl, Beton und Stein. Wir grenzen Herzen, Menschen, Armseligkeiten ab. Anstatt vereinigt, finden wir uns erneut allein. Wir riegeln ab. Sperren Seelen aus, ziehen uns zurück.

 

So wird der Turm für Märchen-Haft benutzt, um Schönheit, Unschuld, Liebe wegzusperren, zu konservieren, geheim zu halten. Rapunzel muss weg. Und auch Dornröschen sticht sich im Turm an einer Spindel. 

Und Du? Wo ziehst Du tagtäglich Deine scharfen Grenzen? Ziehst Dich zurück? Hälst Deinen Nächsten auf Distanz? Schwänzt Nähe und Lektionen Deiner Lebensschule?

 

Wer hoch hinaus will, der muss sich selber nahe kommen, sonst stürzt er ab.

Der Turm zeigt Grenzen. Deine eigenen und jene eines anderen. Die Grenzen eines anderen wirst Du respektieren müssen, wenn Du Liebe lernen willst. Deine eigenen gilt es radikal und liebevoll zu überwinden. 

Jede Form bedeutet letztlich eine Grenze. Alles, was Du mit den Augen sehen kannst, ist noch nicht völlig frei. Es legt sich fest. Auf eine Form, auf einen Ausdrucksstil auf einen Habitus.

 

Mein Turm im Lenormand ist filigran. Er ist auf neue Weise cool, von Licht durchdrungen, mit Paris, Musik und Liebe parfümiert. Ist Aussichtsturm und Rückzugsort zugleich. Du bleibst bei Dir und wirst gesehen, weil er keine starren Mauern hat.

Setzte lichte Grenzen, bleibe ringsum offen. Achte Dich und lasse gleichermaßen warme Nähe zu. Es ist möglich, wenn Du Dich verliebst: ins Leben und in Dich.

Assoziationen vom Turm

Isolation  Rückzug  introvertiert  Einzelgänger   große Firma  Trennung  Grenzen  Einschränkung  Stille

Meditation  Verzicht   Abschirmung  Alleinsein  Kontrolle  Disziplin   Unterdrückung  Urteil

Kombinationen mit dem Turm

Hier entstehen bis September 2019 alle Kartenkombinationen vom Turm mit jeder anderen Karte. Meine Interpretationen drehen sich um SELBSTLIEBE. Wie heilst Du Deine Beziehungen? Besonders jene zu Dir selbst?

Weil ich an allen Karten gleichzeitig arbeite, füllen sich die Inhalte nach dem "Zufallsprinzip". Viel Spaß!

Hast Du bessere Vorschläge? Dann kommentiere doch unter meinem Blog. Dort verlose ich einmal monatlich 3 Kartenset`s für die besten Ideen. Dankeschön für Deinen Besuch.