25 Ring

 

25.09.2002: "JA" höre und fühle ich mich sagen, als er mir den Ring aus schwerem Gold an meinen Finger steckt. Den selbst entworfenen. Aus einer Königskette. An meinem Geburtstag.

 

Blind vor Glück, angekommen – nach einer Odyssee, endlich am Ziel. So wähne ich mich. Zwei Körper, ein Herz und eine Seele.

 

Zwölf Wochen später erwische ich ihn beim Konsum von Heroin. Das Luftschloss explodiert. Es ist, als reißt mein Herz in Stücke. Ich habe das Gefühl zu sterben.

Der Rest ist schwierige Geschichte. Vier Jahre lang. 2006 lege ich jenen Ring für immer ab. Ich bin geschieden.

Ein 9 kg schweres Hochzeitsalbum bleibt, eine Kiste voll Erinnerungen,  

ebenso der Ring.

 

Können wir die Liebe konservieren?

Von je her versucht der Mensch, die Liebe in eine Form zu pressen. Einzuwecken, damit sie überdauert.

Wir schmieden sie aus Gold und Silber, dekorieren sie mit Edelsteinen und schwören uns, das sie für ewig hält. Jede Form hat ihr Verfallsdatum. Keine Form ist ewig. Nur die Liebe selbst.

Dieser Schwur muss brechen.

Die Liebe ist wie Wasser, sie ergießt sich aus einem offenen Herz. Sprudelt quicklebendig über, flutet Angst und graue Launen und strömt von Form zu Form. Sie will jedes Glas, jeden Tonkrug, jeden Blecheimer mit Leben füllen, sie will durch Hände und durch Adern fließen. Sie hat kein Anfang und kein Ende. Sie setzt sich ständig fort. Sie kann und will nicht bleiben – in jener Form. Sie will sich erfahren. 

 

 

Die Liebe ist nicht monogam.

Wir Menschen glauben an die EINE große Liebe. An den einen besonderen Menschen der uns erfüllen muß. Und jenem stecken wir den Ring an seinen Finger. Als Symbol: JETZT BIST DU MEIN.

Doch wir können ihn nicht binden. 

Wir können nur seinen Körper in unseren vier Wänden halten.

Wir können aus Eheringen Handschellen schmieden. 

Wir können mit List und Tücke jedes Quäntchen Form an Ketten legen, damit das Ego seinen großen Knochen hat. 

 

Doch Glück ist längst von dannen gezogen und die Liebe auch. Denn dort wo Angst herrscht, ist jeder Krümel Liebe längst davon geweht. 

 

Im Allgemeinen kann der Mensch der Liebe Wesen einfach nicht ermessen. Unendlichkeit.

U N E N D L I C H K E I T...

Was für eine Dimension.

Wir denken in Zentimetern, Stunden, Kilogramm, PS, Graden, Zensuren, Jahren vielleicht.

Wir haben Plan. Konzept. Zertifikate.

Wie passt das zur U N E N D L I C H K E I T ?

 

Der Ring wird zum Symbol. Unendlichkeit, wie wir sie denken können. Kreisrund, kein Anfang und kein Ende.

Doch weil er fest ist, wird er immer endlich sein. Jede Form, jeder Körper ist das Gegenteil von Unendlichkeit. Jede Form stirbt letztlich in den Armen wahrer Liebe. 

Und wenn Du offen bist, wenn Du Veränderung und Schmerz willkommen heißt, wenn Du jede Form in Liebe gehen läßt, dann bist Du frei.

Assoziationen vom Ring

Unendlichkeit  Bindung  ewig  Vertrag  stets  Kreislauf     Band  vollkommen  Magie Vereinigung  Wiederholung   Zyklus

Synthese Herr der Ringe    Umarmung

CLUB

 

Kombinationen mit dem Ring

Hier entstehen bis September 2019 alle Kartenkombinationen der Blumen mit jeder anderen Karte. Dazu klicke einfach auf einen der grauen Button. Meine Interpretationen drehen sich um SELBSTLIEBE. Wie heilst Du Deine Beziehungen? Besonders jene zu Dir selbst?

Weil ich an allen Karten gleichzeitig arbeite, füllen sich die Inhalte nach dem "Zufallsprinzip". Viel Spaß!

Hast Du bessere Vorschläge? Dann kommentiere doch unter meinem Blog. Dort verlose ich einmal monatlich 3 Kartenset`s für die besten Ideen. Dankeschön für Deinen Besuch.

Deine Margret