5  Baum

Ich bin der Baum,

verbinde Irdisches mit dem Reich vom Himmel, schenke den Sauerstoff für Deine Lungen, gebe Dir Wurzeln, erde Dich, wenn Du in den Wolken hängst, höre Dir zu.

Meine Zahl ist Fünf. Aus Lebenskraft und göttlicher Einheit male ich ein grünes Pentagramm. Von Ganzheit säuseln meine Blätter und meine Zweige umarmen Deine Seele, wann immer Du mich nötig hast. Ich bin der Zufluchtsort für Geister, ich bin Teilhaber und Gast vom Wald. Vögel zwitschern es von meinen Ästen, Licht beschreibt es durch die Krone meiner Blätter, Käfer malen es auf meine Haut. Ich bin Symbol vom Leben, Ausdruck der Erkenntnis, Kraftort Deiner Essenz.

 

Als ich – gerade frisch verheiratet – herausfand, dass mein geliebter Ehemann ein Junkie ist, brach meine Welt in Scherben. Ein weiterer Schicksalsschlag aus meinem Leben, ein weiteres abruptes Ende einer Liebe. 

Ich rannte um mein Leben. Wortwörtlich. Ich rannte täglich in den Wald, schrie – bat um eine Antwort, flehte um neuen Sinn. Da traf ich ihn. Den großen, starken, alten Baum. Eine Tanne. Er zog mich magisch an. Verzweifelt klammerte ich mich täglich an seinen Stamm, suchte zu vergessen, bat um Heilung und um ein kleines Stückchen Glück. Es war, als teilte er meinen Schmerz. Dort – an seinem Stamm, in seinen Armen wurde ich ganz still. Mein Atem kam zur Ruhe, meine Tränen auch. So besuchte ich ihn Tag für Tag. Ich wurde stärker, schöpfte Hoffnung für meinen Weg allein. 

Nach drei Entzügen und ebenso vielen Rückfällen trennte ich mich endgültig von meinem Mann. 

Eines Morgens wurde ich wach. Eine eigenartg-entwaffnende Ruhe lag auf meiner Seele. Ich war verändert, stärker, fühlte mich frei. So sprang ich in meine Joggingschuhe. Lief los, um meinen Baum zu finden, um ihm zu danken, um ein letztes Mal an seinem Stamm zu liegen, ihn zu streicheln, ihm Lebewohl zu sagen.

Ich fand ihn nicht. Er war nicht mehr dort. Es war, als wäre er auf leisen Sohlen davongegangen, an einen anderen Ort, zu seinen alten Kameraden, die er lange nicht gesehen hat. 

Nur sein Stumpf war mir geblieben, wie ein frischer Grabstein, ein sanftes Lebewohl. Die Waldarbeiter hatten ihn gefällt und mitgenommen. Auch meine Trauer und meinen Schmerz. Ich war frei. Mein Baum war weg. Ich brauchte ihn nicht mehr. Er wächst nun in meinem Herzen, wo er für immer sicher ist.

 

Gesundheit, Lebenskraft, Vitalität, Energie und Lebenslust spendet Dein Baum im Lenormand. Beachte die Karten, die ihn umgeben, sieh hin, in welchem Haus er wächst. Wird er geschwächt? Was stärkt den weisen Baum?

 

Liebe

Liebe – beschützt – durch meine Krone überdauert alle Zeit. Vielleicht bis an Dein Lebensende. Ich zeige Dir die Freunde, die Dich auf Deinem Lebensweg begleiten. Wesen, die Deine Jahresringe zählen, für die Du immer schöner wirst.

Die Liaison mit mir wurzelt stabil, verlässlich, unflexibel, sicher. Du weißt stets, was Du von mir bekommst. Unberechenbar? Das bin ich nicht. Schmetterlinge suchst Du in meinem Laub vergeblich. Willst Du sie finden, lauf und such die Wiese mit den wilden Blumen.

 

Beruf

Ich biete Dir ein sicheres Fundament, tiefe Wurzeln und eine breite Krone, die Dich schützt. Vielleicht bist Du ein Arzt? Ein Heiler, eine Heilerin?

 

 

 

Assoziationen zum Baum

Wachstum  altmodisch  Wurzeln Stabilität  langfristig  Natur kraftvoll Sauerstoff  ganzheitlich Gesundheit  entfalten Stille  Atem  Geduld  ENTSPANNUNG  Reife konstant   Ruhe   passiv  Zufriedenheit

Kombinationen mit dem Baum

Hier entstehen bis September 2019 alle Kartenkombinationen des Baumes mit jeder anderen Karte. Weil ich an allen Karten gleichzeitig arbeite, füllen sich die Inhalte nach dem "Zufallsprinzip". Viel Spaß. Hast Du bessere Vorschläge? Dann kommentiere doch unter meinem Blog. Dort verlose ich einmal monatlich 3 Kartenset`s für die besten Vorschläge. Dankeschön für Deinen Besuch.