FÜNF MÜNZEN prangen lichtvoll auf einem Kirchenfenster. Jener Schimmer ist gerade alles, was den beiden Kreaturen bleibt. Schnee wirft sich kalt auf ihre fröstelnden Seelen, ins müde Herz kriecht Nacht. Doch nach Einkehr in heilige Hallen steht den beiden nicht der Sinn. Was ist ihr Ziel? Wo laufen sie hin?
Lass Dich lotsen: Von der „SECHS DER KELCHE“ auf längst überwucherten Pfaden zu lang vergangenen Tagen. Nostalgie erreicht die Hintertür vom Herz. Im Kopfkino läuft „Die gute, alte Zeit“, Corn poppt heute aus der Vintage-Dose. Zwei Kinderherzen wärmen sich, sehen sich, lächeln sich an. Sie schwelgen im Zauber längst vergangener Zeit. Mutig reicht der Knabe seinem Mädchen einen Kelch. Sternblumen blühen aus seiner Mitte. Vergiss-Mein-Nicht? Strahlend himmelt sein Mädchen ihn an.
Oben oder unten? Links oder rechts? Mit Lichtgeschwindigkeit oder in Zeitlupe? Das Rad des Schicksals scheint zu machen, was es will. Doch ist das WIRKLICH so? Oder hat es einen Algorhytmus? Einen Plan, den Du bestimmst? Wie auch immer. Die Herrscherin lädt Dich ein, die Fahrt in Deiner Karmakugel zu geniessen, Dich reich zu fühlen, das Leben zu beschenken. Treib es mal wieder kunterbunt. Dann wird aus einer Geisterfahrt ganz schnell die Heldenfahrt ins Glück. Schöne, nagelneue Woche, Deine M.
Gerade komme ich vom Tierarzt. Das Leben prüft mich. Immer mehr. Immer öfter. Immer radikaler. Lebe ich, was ich schreibe? Ist es nur Schall und Rauch? Als ich vom Joggen komme, spiele ich noch eine Runde Ball mit meiner Jacky (Parson Russell Mädchen). Ich liebe es, mit ihr zu spielen. Sie spielt wie ein junger Hund. Beim Spielen rollt der kleine gelbe Tennisball ins nahe Gebüsch. Vergnügt und übermütig springt Jacky hinterher, um ihn zurückzuholen...
Zwei Karten schmeißt das Leben in die Runde: Die Mischung ist gut. Die NEUN DER STÄBE hat Skepsis im zweifelnden Blick. Bibbert das bange Herzchen noch? Zittert die geschundene Seele? Der verbundene Schädel spricht von bedrohlichen Wunden. Wer hat dem Menschlein eins über die gelockte Rübe gezogen? Was hat ihn so verletzt? Zwei Fäuste umklammern entschlossen seinen Stab. Hätte er drei – er würde alle drei benutzen. Verteidigung steht auf dem Tagesplan. Im Rücken schützen Palisaden seine Lenden..
Der TOD reitet aufrecht durchs lebendige Revier, er ist der Wandel in Person, er dreht um, verkehrt ins Gegenteil, bringt zu Fall, lässt auferstehen. Er tötet nicht, er vertauscht die Pole, wendet die Medaille, lässt Dich die andere Seite vom Marmorkuchen kosten. Wer sich nur durch die Schokoladenseite frisst, der darf die helle Ecke degustieren. Umgekehrt auch. Der TOD ist nicht der Henker vom Leben, er ist sein weiser Gärtner. Er siebt aus, topft um, züchtet Leben.
Lebst Du im Moment? Denkst Du Dir eine Story aus? Indem Du bewertest? Indem Du etwas glaubst, was Du noch gar nicht wissen kannst? Jeder Moment ist frisch. Und nur wenn Deine Erfahrung FRISCH ist, lebst Du im Hier und Jetzt. Deine Margret
Von Tag zu Tag lassen wir etwas hinter uns. Manchmal ein flinkes Vorurteil, eine lästige Laune, ein paar Kilo, eine unnütze Marotte. Vielleicht den lähmenden Schlachtruf vom inneren Schweinehund, ein Paar ausgelatschte Schuhe, ein zerrissenes Foto, einen verblichenen Liebesbrief, ein gebrochenes Herz. Wir verlassen Orte, an denen wir aufwuchsen, zu Hause waren, lachten, taumelnd vor Glückseligkeit. Wir hinterlassen verrückte Hobbys , ein schrottreifes Auto mit Kassette von TOTO, den Ehering...
Auf der Autofahrt habe ich über Erwartungen nachgedacht. Woher kommen sie? Sind sie hilfreich? Wie begegne ich ihnen? Wie lasse ich sie los? Fragen über Fragen.
Die KÖNIGIN DER STÄBE sitzt mit geöffneten Schenkeln auf ihrem sommerlichen Thron. Falsche Scham ist nicht ihr Ding. Sie ist gereift – wie ein guter, edler, leichter Tropfen und bleibt doch zeitlos-jugendlich. Sie schenkt trällernde Leichtigkeit, frohen Übermut und quicklebendige Lust. Sie ist Dein Rettungsring, wenn Du müde zappelnd unterm Briefbeschwerer liegst.

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