25. Mai 2019
Wie springst du aus der Opferrolle und avancierst zum Schöpfer? Wie ziehst du deine wertvolle Energie von außen ab? Wie hat der Kampf gegen Windmühlenflügel endlich ein Ende? Täglich blickst du in viele Spiegel: Partner, Kind, Haustier, Chef, Kollegen, Nachbarn, Passanten, Eltern, Schwiegermutter – jedes Wesen hält dir einen Spiegel vor. Wie oft beschwerst du dich drüber? Wie oft fühlst du dich verletzt, beleidigt, übergangen, nicht gesehen? DU BLICKST IN EINEN SPIEGEL!

Geliebte: Auch wenn die Leidenschaft mit ihren tausend Zungen an mir leckt, auch wenn die inbrünstige Glut durch meinen Körper fegt, selbst wenn die Hitze nächtlicher Erinnerung an meiner Absicht rüttelt: Ich sitze fest im Sattel. Mein Ego krallt sich mit seinen Schenkeln am Gaul der Ratio fest. Noch ist es nicht Zeit für die Fluten vom Gefühl. Und Du – Geliebte – du setzt dich immer noch erfolgreich gegen Klarheit, Autorität und Disziplin zur Wehr.

Geliebte: Ich fühle mich reich, weil ich dir begegnet bin. Du machst mein Leben satt. Immer dann, wenn ich dich getroffen habe, leide ich an Bulimie. An Bulimie der Liebe. Die ganze Speisekammer deiner Göttlichkeit habe ich in mich reingestopft. Zehntausend Kalorien Nähe auf einmal. Das ist zu viel. Mein Herz platzt dann aus allen Nähten, mein Ego steckt sich den Finger in den Hals. Zu viel, zu schnell, zu nah. Deine Fülle kann bedrohlich sein. Macht Liebe einen Armen reich? Kann sie unter mein

Geliebte: Ich falte meine Hände und ziehe mich zurück. Deine Gefühle sind zu laut. Deine Gedanken jagen mich wie hungrige Moskitos, lüstern nach meinem Herzensblut. Ich habe das Erklären satt, nehme mir mein Recht auf Ruhe. Ich denke nicht an dich. Ich fühle dich auch nicht, ich bin im Niemandsland. Hier kann mich keiner stören, hier quillt die Ruhe über, ich decke mich mit meiner Seele zu. Ich weiß, dass du in jeder vollen Stunde deine Flüche sprichst. Du kaufst dir Bücher, wie man mich...

Du liebst nur, was du kennst. Du kennst nur die Dinge, die du dir vertraut gemacht hast. Was du dir vertraut gemacht hast, dem kannst du vertrauen. Der Mensch sucht im Außen, nach Freunden, nach Glück, nach Liebe. Dann sammelt er Liebesbeweise in Regalen, Fotoalben und in der Erinnerung. Warum sucht der Mensch nach Menschen, bevor er sich selbst gefunden hat? Vielleicht, weil er die einzelnen Puzzleteile von sich selbst in allen anderen Menschen findet? Doch nimmt er alle Puzzleteile...

Wort zum Sonntag · 19. Mai 2019
Selbstliebe ist vor allen Dingen eins: Selbsterkenntnis. Nur das, was du kennst, das kannst du lieben. Was du (er)kennen willst, dem musst du mit Vertrauen und einem offenen Herzen begegnen. Deshalb heißt es: „sich vertraut machen“. Am Anfang des Vertrautmachens mit dir selbst nimmst du einen Umweg. Du erkennst dich in den Menschen, die dir begegnen. Du liebst dich durch sie, wenn du ihnen sagst, dass du sie liebst. Wenn sie dir sagen, dass sie dich lieben. Du verachtest dich durch sie, wenn

17. Mai 2019
Geliebte (Dualseele): Ich ziehe aus, aus meinem alten Leben, weil es eine Lücke hat. Diese Lücke schmerzt. Ich kehre Gütern, Menschen und Besitz den Rücken, ich lasse viel zurück. Die Liebe fehlt. Wo ist sie hin? Wo soll ich nach ihr suchen? Ich habe keinen blassen Schimmer, was dieses Wort mit Inhalt füllt. Und der Mond, der hüllt sich auch in Schweigen. Mir ist`s, als schüttelt er den Kopf. Ist Sehnsucht unmodern geworden? Werden Sinn und hohe Ziele abgeschafft?

Geliebte Dualseele: Du bist mein blankes Gegenteil. Während ich im Karussell von Für und Wider unruhig meine Runden drehe, während ich mit Ignoranz und Stolz die Liebe schlage, wirst du einfach still...

Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal getan? Kannst du dich daran erinnern? Wenn dir spontan nichts einfällt, dann ist dein inneres Kind traurig und verwahrlost. Es lebt von neuen Erlebnissen. Dabei ist es ganz einfach, etwas NEUES zu tun. Tue es auf eine nagelneue Art. Wenn Du Single bist und dir etwas zu essen zubereitest, wie tust du das? Und wenn du eine Familie hast, wie kochst du da? Kochst du auch für dich allein? Kochst du so, als gälte es, die große Liebe zu ergattern?

Wort zum Sonntag · 12. Mai 2019
Wer war zuerst da? Die Henne? Oder das Ei? Über die Beantwortung dieser Frage kann man sich streiten. Meine Antwort lautet: Keins von beiden war eher da. Henne und Ei entstanden in ein und demselben wunderbaren Moment. So, wie du und ich: Wir beide sind in diesem einen, vollkommenen, grandiosen Moment entstanden, als das Universum nach langer Atempause endlich ausgeatmet hat. Hielt es vielleicht den Atem an, weil es staunte? Über seine eigene Genialität und über deine insbesondere? Und du?

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