Seelenpartner

Seelenpartner – Komplizen der Ewigkeit. Startschuss. Siebter Himmel. Stürmische Euphorie. Seelenschunkeln. Glück im Quadrat. 

Das Nächste, an das Du Dich erinnern kannst, ist Qual. 

Da stehst Du: mit offener Brust. Mit herausgerissenem Herz. In jeder Faser Deines Körpers Schmerz. 

Du sammelst zusammen, was von Dir übrig blieb. Hechelst nach Überleben. Nichts ist, wie es vorher war. Du bist allein. 

Der weiße Hai der Seele hat sich aus dem Staub gemacht. Ohne Gruß, mit Deinem Herz.

Seelenpartner-Tagebuch: Das Gefühlsbarometer klettert auf Maximum und stürzt dann ab. Freier Fall in unbekannte Tiefen. Ohne Warnung. Ohne Vorankündigung.

Warum tut ein Mensch so weh? 

Warum macht Liebe manchmal krank? 

Gibt es Heilung? Happy End? 

Lacht das Leben sich ins Fäustchen? 

Wo fängst Du wieder an? 

Fragen, die nach schneller Antwort lechzen.

Dein Seelenkomplize: für Dich designt. Du hast ihn auserkoren, Du hast ihn gerufen. Du hast ihn bestellt.

Bestellt, damit Du Dich retten kannst. Auserkoren, damit Du Dich lieben kannst. Gerufen, damit Du die Illusion durchschaust. Die Liebesillusion. 

Ist Liebe stets unbeschwert und positiv? 

Ist sie immer klar? 

Holt sie Dich aus jeder Scheiße raus?

Nein. Manchmal steckt sie Dich mit Nachdruck rein. 

Weil sie will, dass es Dir stinkt. Weil sie will, dass Du erkennst. Weil sie will, dass Du die Schnauze voll hast: von Konzepten, von falschen Plänen, von sinnentleertem Leben.

Liebe ist alles. Und deshalb schickt sie Dir Seelenpartner. Soul-Maden, die sich durch Herz und Seele fressen. 

Komplizen auf dem Weg der Liebe. Einen nach dem anderen. Sie tun gut. Sie tun weh. Letzteres besonders.

Weil der Mensch nur lernt, wenn der Schmerz den letzten Krümel Lust kastriert. Weil wir uns nur bewegen, wenn wir fast krepieren. Weil die Seelenqual nach einem Ausweg schreit.

Wisse: Du bist auserwählt. Dass Du lebst, das ist ein Wunder. Dass Du einen Seelenpartner hast, ist Kompliment. Dass die Liebe Dich in Stücke reißt, ist Heilung pur.

Es wird nicht einfach werden. Das hab` ich nicht gesagt. Du wirst jede Perle Schweiß und jede sehnsuchtsvolle Träne brauchen. Du musst jeden Schnipsel Liebe und jeden Brösel Hoffnung sammeln. Sie sind Pausenbrot und Labsal auf Deinem Weg zum „Happy End“. Bis Du kapierst. Bis Dir ein Licht aufgeht im Schatten. Bis sich die Nacht in Trost und Strahlen taucht. Gleißend hell. Wolkenlos.

Du bist WUNDERBAR. Du bist einzigartig. Du bist Heiler, Heilerin. Du bist, wonach Dein Leben Sehnsucht hat. Es geht um Dich. Das tut es immer. Und täglich schaust Du in den Spiegel, wenn ein Wesen Deine Wege kreuzt.

Dein Seelenpartner spiegelt Dich, wenn er von dannen zieht und nichts als Qual und Schmerzen hinterlässt. Wenn er verstummt, wenn er Dir wehtut, wenn er Dir jede Antwort schuldig bleibt.

Doch es gibt Hoffnung pur: wenn Schmerz sich an die Arbeit macht, wenn er altes Karma und alten Seelendreck entfernt. Wenn er Staub wischt – auf Deiner Seele. Damit sie glänzt, damit sie mit der Sonne um die Wette strahlt. Klaffende Wunden werden dann zu (D)einem Wunder. Dann wartet hinterm Licht ein neuer Morgen. Dein Liebes-Happy End.

Deine Margret

 

Was ist eine Seele?

Der Begriff Seele wird mittlerweile so frech und selbstverständlich verwendet wie Brötchen oder Leberwurst. Doch während man ein Brötchen definieren kann ( im Ofen bei 220° gebackenes Objekt aus Mehl, Wasser, Hefe und Salz) tun wir uns mit der Definition von SEELE schwer.

Haben wir eine Seele und sind unser Körper? Haben wir einen Körper und sind eine Seele? Und mittlerweile gibt es auch beim Bäcker Seelen zu kaufen, weil (einer Überlieferung zu folge) ein Ravensburger Bäcker während des 30-jährigen Krieges ein Gelübde ablegte, jeder „Armen Seele“ (Bettler) zu Allerseelen ein Brot zu schenken. Da die Schwaben ja bekanntlich ziemlich sparsam sind, fiel das Brot außerordentlich klein aus. Und so nannte man es schließlich „Seele“. Merke: Seelen kann man also essen.

Wiegen kann man Seelen auch. Der Arzt Duncan McDougall machte im frühen 20. Jahrhundert dem Jüngsten Gericht alle Ehre und versuchte – in unzähligen Experimenten an Sterbenden – das Gewicht einer Seele zu bestimmen. McDougall ging davon aus, dass – wenn die Seele beim Sterben den Körper verlasse – ein Gewichtsunterschied messbar sein müsse. Diese Gewichtsdifferenz kalkulierte er auf  eine 3/4 Unze, also 21 Gramm.

Er kam zu dem Schluß, dass Menschen tatsächlich eine Seele haben. 

Bei sterbenden Hunden ergab sich keine Gewichtsdifferenz beim letzten Atemzug. McDougall schlußfolgerte, dass Hunde keine Seele besitzen. Allein diese Annahme von McDougall macht mich stinksauer. Ich bin ganz sicher, dass meine allerliebste Jacky (Jack Russell-Dame) eine wunderschöne Seele ist. Vielleicht bleibt die Seele eines Hundes einfach viel länger im schon leblosen Körper? Weil sie Herrchen oder Frauchen noch nicht verlassen will? McDougall hatte sicherlich keinen Hund. Sonst hätte er die Existenz einer Hundeseele nachgewiesen. Punkt.

Aber wie Du schon siehst: Die Seele ist ein sehr emotionales Ding. Entweder glaubt man daran, oder man glaubt es nicht. 

Meine Texte können Gläubige oder Ungläubige gleichermaßen lesen und anwenden, denn letztlich bringt es Menschen (Glaube hin oder her) zurück in ihre Kraft.

Mir geht es in meiner Mission um Folgendes: Denke nach. Fühle Dich in eine Materie hinein. Beobachte, forsche, notiere Dir, was passiert. Glaube nicht alles, was irgendwo geschrieben steht. Benutze Deine Schöpferkraft. Sei Dein eigener Wissenschaftler, Dein Pfadfinder, sei der Lehrer, der Dir selbst die Welt erklärt. Frage um Rat, wenn Du nicht weiter weißt, nimm jedoch nicht jede Meinung hin. Es kann nämlich alles ganz anders sein. Und dann wachst Du in zwanzig Jahren auf und stellst fest: Ich habe in einer Illusion gelebt.

Vielleicht ist alles eine Illusion. Doch die beste Illusion ist jene, die Du Dir selber bastelst, anstelle in der Illusion eines anderen zu leben…

Ich glaube an die Existenz von Seelen. Doch es kann sein, dass ich meinen Glauben wieder ändere, wenn ich mehr weiß, wenn ich dazugelernt, mich entfaltet habe, wenn ich gewachsen bin. Mein Glaube ist veränderlich. Er ist stets der beste, den ich gerade habe.

 

Seelenverwandtschaft: Seelen sind dicker als Blut

Wir kommen aus dem „Himmel“ und leben auf der Erde. Zumindest für dieses Leben. Und damit wir uns hier zurecht finden, bekommen wir Gefährten oder Reinkarnationsbuddies an unsere Seite, die uns erinnern.

Ich glaube, dass wir alle einer Urseele entspringen, einer kosmischen Quantensuppe, die seit Anbeginn der Zeit im Universum wabert, atmet, existiert. Im Grunde sind wir alle eins. Auf unsere Essenz reduziert, sind wir wabbelndes Licht und kein Wesen unterscheidet sich von einem anderen. Und das kann man mit Quantenphysik längst beweisen. Und weil das Lichtwabbeln reichlich öde war, haben wir beschlossen, uns zu er-leben, zu erfahren, zu er-lieben. 

Wir machten einen Plan:

Wir vergessen quasi, wer wir sind, damit wir uns daran erinnern können. Und so teilen wir uns auf: in Seelenstaaten, Seelenstämme, Seelenfamilien und Seelenpartner. Vielleicht ist es ähnlich, wie bei einer Blutsverwandtschaft, nur inniger. Für mich persönlich gilt: Die Seele ist dicker als Blut.

Und natürlich ist das wieder nur (m)ein Konzept, um zu erklären, was nicht einfach zu verstehen ist.

 

Seelenstaaten

Ähnlich wie bei Staaten auf der Erde, teilt sich die Seele in Gebiete auf. Und obwohl Seele einfach Seele ist, kommuniziert sie in verschiedenen Gebieten unterschiedlich miteinander.

Wenn Du der Seele eines fernen Seelenlandes begegnest, dann kannst Du wohlmöglich nicht ohne Hindernisse mit ihr kommunizieren. Es fühlt sich vielleicht so an, als redest Du mit Händen und mit Füßen. Du kommst nicht so einfach an den anderen heran. Mentalität, Verhalten, Eigenarten erschweren die Verständigung. Ihr beide seid noch immer aus der gleichen, wunderbaren Essenz, doch die Kommunikation ist erschwert.

 

Seelenstamm

Dein Seelenstamm ist Dir viel näher. Ihr teilt ein besonderes, gemeinsames Anliegen, eine Mission, Euch eilt ein Ruf voraus. Ihr müsst Euch nicht kennen, Euch nicht zwingend nahe stehen, doch da ist ein stilles Erkennen, ein AHA, ein sanfter Wind, der Euch in die gleiche Richtung lenkt. Ihr seid Wegweiser füreinander, Cheerleader, Chippendales und Boxenluder, damit die Richtung stimmt. Hier erinnerst Du Dich an Deinen Wurzeln, an Deinen hohen Plan. 

 

Seelenfamilie

Und hier bist Du zu Hause. Geschwister triffst Du überall, zu jeder Zeit, an jedem Ort. Du erkennst sie meist sofort, ihr teilt Nähe, die Wärme spendet; Freude, die in jeder Pore explodiert. Du findest Heimat, auch wenn Du in der Fremde bist. Deine Seelenfamilie ist Heimat, die sich wie ein warmer Mantel um Deine fröstelnde Seele legt. Sie ist der Kamin, an dem Du wieder Feuer fängst; der süße Brei, der nie versiegt.

 

Seelenpartner

Seelenpartner gibt es viele. Sie erscheinen, wenn es gerade nötig ist.Sie entspringen Deiner Familie und warten auf die Klappe in Deinem Film. Du erkennst sie auf den ersten, zweiten oder dritten Blick. Sie sind nicht immer nett. Sie sind so, wie es in Deinem Drehbuch vorgesehen ist. Du hast sie selber auf den Plan gerufen, damit Du wachsen kannst. Und immer geben sie Dir ein Geschenk, auch wenn es mit Schleifen aus Stacheldraht gebunden ist. Oft verletzen sie Dich, damit Du heilen kannst. Sie reißen Wunden auf, in denen Eiter steckt. Willst Du etwas unter den Seelenteppich kehren, schütteln sie energisch ihren Kopf. Du kannst mit ihnen streiten, kämpfen, fechten. Sie verschwinden erst, wenn die Mission erfolgreich war.

 

Geschwisterseelen/Dualseelen

Diese Seelen sind Dir näher, als Deine Haut. Sie sind darunter. Meist gehst Du eine Liaison mit ihnen ein. Es ist, als hättest Du einen Seelenklon, so, als wäre ein großes Stück von Dir selbst zurückgekehrt. Die Zwillingsseele (und ich erinnere nochmal daran, dass hier nichts bewiesen ist. Es ist ein Konzept) ist Dir unendlich vertraut. Ihr seid verwoben, ähnelt Euch, versteht Euch blind. Meist ist das Leben mit ihr einfach, man ergänzt sich, kommt auch ohne Worte klar. Wenn es der Plan zulässt, bleibt man zusammen, vielleicht kehrt irgendwann die Langeweile ein und wilde Leidenschaft bleibt auf der Strecke.

Die Dualseele macht Dir erst einmal einen Strich durch Deine Rechnung. So sehr Du sie auch liebst, so sehr Du sie auch willst, sie zeigt Dir meist den Mittelfinger und zieht sich wortlos aus der Affäre. Sie erinnert Dich an unsere polare (duale) Welt. Sie ist nicht Dein Gegenteil. Sie lebt Dein Gegenteil. Sie glaubt, etwas zu sein ( zum Beispiel schwarz), so wie Du glaubst, etwas zu sein (weiß). Doch das ist grenzenloser Quatsch. Denn ihr seid beide ALLES. Und darum geht es in diesem schmerzvollen Prozess. Es geht darum, Dich zu erinnern, dass Du ALLES bist. Es geht darum, Dich zu erinnern, dass Du alles nutzt. Deinen Kopf, Dein Herz und alles zwischendrin. Es geht nicht mehr darum, Dich zu entscheiden, es geht darum, Dich zu verbinden, Brücken zu bauen und selbst zur Brücke zu werden. Es geht darum, die Welt zu heilen, weil Du verbindest, was ein anderer noch trennt. Und deshalb habt ihr Euch getroffen. Solange Du noch glaubst, dass Dein Eigelb vor dieser Liebe flüchtet, tust Du es selbst. Denn Du läufst ständig vor Dir selbst davon. Du fragst nach „IHM“ anstatt Dich um Dich selbst zu drehen. Fang damit an.