Mit oder ohne Dualseele: Regeln fürs Spielfeld Erde

Wie wird aus verbissenem Kampf wieder ein lustvolles Spiel?

1. Regel: Nichts ist echt: Du lebst in einer riesigen Illusion, die sich brutal echt 

                 anfühlt.

2. Regel: Blick nach innen richten: da draußen gibt es nichts, nur Projektion.

3. Regel: Jeder Mensch, der dir begegnet, ist ein Spiegel: Dualseelen sind die

                 klarsten Spiegel, die du kriegen kannst.

4. Regel: Du kannst das Original ändern, nicht das Spiegelbild

5. Regel: Der Fall ins Glück passiert, wenn du dich erinnerst.

1. Regel: Nichts ist echt: Du lebst in einer riesigen Illusion

2. Regel: Blick nach innen richten. Da draußen gibt es nichts, nur Projektion..

Regel Nummer 2 erfordert tägliche Übung. So, wie Autofahren.

 

Ich erinnere mich noch genau, als ich meine ersten Fahrstunden hatte. In Miesbach, im idyllischen Bayern, auf kurvenreicher Strasse. Bergauf.

Mann war das ein Stress. Gas geben, die Kupplung langsam kommen lassen, rechts vor links beachten, den Tacho im Blick behalten, die Scheibenwischer betätigen, in Rück- und Seitenspiegel schauen und langsam auf die Bremse treten. Ich dachte wirklich, ich lerne das nie.

Und irgendwann war es dann drin. Autofahren automatisch.

 

Willst du´s mal wieder richtig einfach?

 

Regel Nummer 2 macht dein schweres Leben leicht. Aus Opfer wird Schöpfer. Aus Frust wird Lust.

Was sich im Außen zeigt, ist geniale Projektion deiner Innenwelt.

Bisher kämpfst du im außen. Wie Don Quijote. Gegen Windmühlenflügel. Tag für Tag.

Du erringst einen Sieg und verlierst doch deine wundersame Zauberkraft.

Hey Krieger*in, spielst du Don Quijote? Dein wahrer Kampf tobt innen.

Regel Nimmer 2 nenne ich die "Don Quijote Regel". Diese eine Regel könnte Bücher füllen. Ich fasse mich kurz.

 

Was immer du auf der Leinwand deines Lebens siehst, trägst du in deinem Inneren.

 

Halte täglich ein paar Mal inne: 

Woran denkst du? Wie fühlst du dich gerade jetzt? Lust auf ein bisschen höhere Mathematik?

Gedanken + Gefühle = Wirklichkeit.

Die Summe deiner Gedanken und Gefühle zieht unweigerlich Handlungen nach sich. Diese Handlungen haben Konsequenzen.

 

Beispiel:

Du denkst, dass dein Lieblingsmensch dich ungerecht behandelt. Du fühlst dich schlecht deswegen. Fühlst Wut, Trauer, Wertlosigkeit. Aus diesem Cocktail wird schnell Groll.

Der Groll schwillt an, will sich entladen.

Es würde Arbeit machen, nach den wahren Wurzeln dieses Grolls zu trachten. Das Unkraut mit der Wurzel auszureißen, wenn doch gerade niemand guckt.

Viel einfacher ist es, deinen Groll nach außen hin zu projizieren. Auf die Leinwand deines Lebens.

Im scharfen Lichtkegel deines Grolls steht nun (d)ein Lieblingsmensch.

 

Schmier Dankbarkeit in deinen Geist

Vielleicht kreisen Zweifel wie blutrünstige Moskitos in deinem Geist? Stechen dich und saugen deiner Hoffnung Blut? Stirbt dein Selbstvertrauen an innerer Malaria? Was glaubst du, kommt dabei heraus? 

 

Fühlst du dich arm? Lebst du im Mangel? Glaubst du, auf dieser Welt gibt es nicht genug für alle?

Nicht genug Nahrung? Nicht genug Geld? Nicht genug Liebe?

 

Du wirst stets recht behalten, in deinem Leben.

Geld rinnt wie heißer Wüstensand durch deine Finger, der Kühlschrank geht kaputt. Rechnungen flattern ohne Einladung herein. Vielleicht wird was gestohlen oder du verlierst, was dir am Herzen liegt.

 

 

Dreh den Kreislauf um. Dankbarkeit heißt das Zauberbalsam für deinen Geist.

Wenn Dankbarkeit in deinen Zellen explodiert, fühlst du dich augenblicklich reich. Fülle wird sich in deinem Leben manifestieren. Sei dankbar, so oft du daran denkst. Sei dankbar für alles, was dir widerfährt. Der Sinn offenbart sich meistens später.

 

Dankbarkeit legt deine inneren Kriege automatisch lahm und hisst die Friedensflagge. Deshalb übe dich darin. Richte dienen Fokus stets auf das, wofür du dankbar bist und da, wo grauer Winterboden war, sprießen bunte Blumen.

3. Regel: Jeder Mensch, der dir begegnet, ist ein Spiegel. Dualseelen sind die klarsten Spiegel, die du kriegen kannst.

Es gibt verschiedene Arten an Spiegeln in deiner Welt. Du wandelst in einem einzigen, monströsen Spiegelkabinett. Manche Spiegel verzerren dein Bild. Manche vergrößern und übertreiben, wie Kosmetikspiegel. Manche Spiegel schmeicheln dir.

 

Merke: Zu jeder Zeit blickst du in den richtigen Spiegel.

 

Es macht wenig Sinn, auf den Spiegel einzuschlagen. Er geht vielleicht kaputt. Doch an seiner Stelle wird ein neuer Spiegel im Spiegelkabinett erscheinen. Einer, der noch klarer deine Innenwelten sichtbar macht und reflektiert. Verlass dich drauf. 

 

Schadenfreude, weil du gerade einen Spiegel "ausgeschaltet" hast, bringt dich nicht weit.

Die Ernüchterung folgt sogleich. Der neue Spiegel wird noch brutaler sein.

Spieglein, Spieglein, Spiegelaffe... und nun?

Was kannst du tun, damit das Spiegelbild sich ändert? Genau: Ändere das Original.

 

Wünschst du dir ein Lächeln in deinem Spiegel, dann lächele hinein. Der Spiegel wird den Teufel tun, dich anzulächeln, bevor du selber herzhaft lachst. Du kannst ihn nicht täuschen,

so sehr du es versuchst. 

Dein Spiegel zeigt dich nackt. Authentisch. Ohne Maske. Ungeschminkt.

 

Merke: Materie ist zäh und träge. Sei sanft mit dir. Übe dich in Geduld.

 

Der Außenspiegel reagiert langsam auf Veränderung. Vielleicht lächelst du nun schon eine ganze Weile. Doch in deiner Welt da draußen passiert scheinbar noch nichts? 

Mach dir nichts draus. Dein Leben hat eine Sicherung eingebaut. Nur, wenn du deine Einstellung nachhaltig veränderst, reagiert dein Spiegel.

 

Wie oft sagst du: MIR FÄLLT DIE DECKE AUF DEN KOPF?

Wenn die Welt sofort darauf reagieren würde, dann wärst du längst schon platt, wie eine Flunder.

 

Merke: Höre damit auf, das Spiegelbild zu bewerten.. Richte dein Augenmerk auf deine 

              Gedanken und Gefühle.

 

Hast du dich bereits dazu entschieden hast, deine Einstellung zu ändern? Dann macht es Sinn, neugierig und neutral in die Spiegel deiner Welt zu schauen. Diszipliniere dich.

Bewertungen wie: "Oh, das ist gut", "Oh, das ist schlecht", werfen dich zurück. 

 

Hier kommt dein neuer Zauberspruch: "Es ist, wie es gerade ist."

 

Murmle deinen neuen Zauberspruch we ein Mantra, bis er dir in Fleisch und Blut und alle Sinne übergeht. Er ist ein wahrer Segen auf dem Weg zu deiner Selbstbestimmung.

Deine Dualseele wird dir vielleicht niemals oder erst nach Jahrzehnten aus deinem Spiegel entgegen lächeln. Also warte besser nicht darauf. Mit der Zeitverzögerung ihrer Reaktion erlöst sie dich von jeder Erwartung, die du jemals hattest. Du wirst des Wartens müde sein.

Und irgendwann springst du aus der Wartehalle auf einen neuen, coolen, schnittigen Zug.

Fahrziel: HAPPY END.

4. Regel: Du kannst das Original ändern, nicht das Spiegelbild

Wie änderst du das Original?

Sei sanft zu dir. Nimm dir Zeit. Du gehst einen wundervollen Weg. Du bist ein Zauberlehrling auf dem Weg zur Meisterschaft. Geniesse jeden Fehler. Wer viele Fehlversuche hat, hat es oft probiert und kommt schneller an sein Ziel. 

 

Nimm dich in den Arm, tröste und akzeptiere dich. Mit jeder Emotion. Mit jedem Gedanken, mit jedem Fehlversuch. Jeder Meister hat ein Kontingent an Fehlversuchen, dass er erfüllen muss.

Freue dich, wenn ein "Fehler" passiert. Er ist ein Meilenstein auf dem Wege deiner Meisterschaft.

 

Du änderst dich, indem du dich selber so behandelst, wie du es dir von einem anderen wünschst.

Nachsichtig. Sanft. Verständnisvoll. Du feuerst dich an. Motivierst dich. Du bist dir Mutter. Du bist dir Vater. Du hast dich selber lieb. Jeden Tag ein Stückchen mehr. 

Akzeptanz ist der Turbo, wenn du etwas verändern möchtest. 

Weiterhin kannst du dich üben: In Konzentration, in Gefühlsstärke, in Meditation, im Sport. 

Nachhaltige Veränderung erfordert eine integrale Lebenspraxis, die wie Zähneputzen einen festen Platz in jedem deiner Tage hat. Diese Lebenspraxis schafft dir Inseln von Glück.

5. Regel: Der Fall ins Glück passiert, wenn du dich erinnerst.

Im Grunde ist es ganz einfach: 

Du ziehst dir die Virtual Reality Brille vom Gesicht und bist dir augenblicklich gewahr, WER DU BIST. Doch wie kriegt man das Ding von der Nase? Irgendwie ist sie wie festgewachsen.

Du hast dich längst daran gewöhnt.

Es gibt verschiedene Wege nach Rom. Verschiedene Möglichkeiten, dich zu erinnern. 

Bei manchen Menschen passiert es quasi über nacht. Bei andern kommt die Erinnerung langsam zurück. Ungefähr so, als würden sie ein starkes Narkotika langsam ausschleichen.

Wie erinnerst du dich an dein zu Hause?

Werde still. Ziehe dich zurück. An jedem einzelnen Tag für ein paar kostbare Momente. 

Momente, in denen du dich erfährst.

Wenn du still wirst, wenn du dich auf deinen Atem konzentrierst, auf das Kontinuum, das immer da ist, für das du nichts tun musst, das dich einfach so beatmet, dann wirst du dir gewahr.

 

Du wirst dir gewahr, dass du einen Körper hast und nicht dieser Körper bist.

Du wirst dir gewahr, dass du nicht deine Gedanken und Gefühle bist, sondern das du Emotionen hast.

 

Du wirst dir gewahr, dass etwas unaussprechlich Großes, Ewiges, Machtvolles, Heilvolles, Unsterbliches in dir wohnt. 

 

Du wirst dir gewahr, dass du bist. Dass du nicht sterben kannst. Dass hinter jedem Schleier der sich lüftet, tiefe Heilung wartet. Hingabe. Bedingungslosigkeit. Wahrer Frieden. Heimat. Liebe.

 

Du wirst dir gewahr, dass du diese Liebe hinter jedem Schleier bist. 

 

Erinnere dich. Täglich. Für ein paar Momente. Deine Erinnerung schwillt an. Sie dehnt sich aus.

Sie wischt den Nebel aller Illusionen nach und nach davon. Sie schenkt deinem Geiste Frühjahrsputz und  Klarheit, sie läutert dich, füllt dich mit Licht. 

 

Am Ende hat sich jede Erinnerungslücke mit Bewusstsein gefüllt. Virtual Reality und Amnesie haben sich aufgelöst. Auf deinem Schlachtfeld wachsen bunte Blumen. Du fühlst dich leicht, erschaffst aus Freude. Aus Freude am Spiel.

 

Du bist zu Hause...