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Lernaufgaben Dualseele: der Turm im Lenormand

Was will dir deine dualseele / dein seelenpartner sagen?

Geliebte, ich weiß, dass mein Rückzug wie ein Dolchstoß in deinem zarten Herzen ist. Du glaubst, dass du mich brauchst, du glaubst, dass deine angeschlagene Liebe ohne mich keinen neuen Morgen hat. Du glaubst, ich sei der Eine, der dich retten muss. Du glaubst, du findest die Pfade deiner Ewigkeit in mir. 

Ich kann nicht sein, was du dir von mir wünschst, solange du dich immer noch von deinem stillen Wunder trennst. Wenn Du Dein Genie verleugnest, wenn du deine Perlen vor die Säue wirfst.

Immer dann, wenn du mich zum Mittelpunkt deiner Liebe machst, machst du dich machtlos. Dann weißt du deine Schöpferkraft zurück. Du stellst Dein Licht und deine Glorie mal wieder unter einen Scheffel, du bettelst um ein Almosen, als wärest du ein Nichts. Dich so zu sehen, tut mir weh. Dich so zu sehen, lässt mich an der Liebe zweifeln und dann haue ich noch einmal ab. Ich muss das tun. Denn solch eine Liebe ist für mich nichts, was ich leben will. Solch eine Liebe motiviert mich einfach nicht, sie macht mir Angst. Finde in dir selbst, was du dir von mir wünschst. Du sperrst dich selbst in deinen Rapunzelturm und wirfst den Schlüssel weg. Ich kann dir nur spiegeln, was du tust.

Was darfst du durch deine dualseele jetzt lernen?

Dich und deine Träume sperrst du in einen Kerker ein. Du lässt sie fasten, nimmst – ohne es zu wissen – jedem Traum den Lebensmut. Du wirfst den Schlüssel weg, indem du sagst, dass nur dein Seelenpartner deinen Kerker öffnen kann. Und so wartest du, dein Selbstwert siecht dahin, die Seele lungert grau und fahl auf ihrer Pritsche. Das Licht, dass durch die Gitterstäbe fällt, malt ein polares Streifenmuster auf jeden deiner Sinne. Jeder Gedanke, jedes Gefühl ist Inhaftierter deines großen Geistes. Und du merkst das nicht. Der Geschmack von Freiheit liegt dir schon lange nicht mehr auf der Zunge, ein kleiner Rest von süßer Lebenslust versteckt sich hinterm Schrank, in deinem Herz. Er reicht, willst du die Schotten deiner Sinne fluten. Er reicht, um aus dem Kittchen auszubrechen. Er reicht, für einen neuen Überblick.

Wo willst du hin? Wenn alles möglich wäre, welche Vision schenkt deiner Seele Sinn? Halte deine Göttlichkeit nicht an einem Menschen fest. Wähle das Gefühl. Klammere dich nicht an einen Umstand. Wähle die Erfahrung. Sprenge den Rahmen der Bedingung, gib dich dem Zauber deines Lebens hin.

 

Schönen Montag,

 

Deine Margret

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