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Hingabe: weiblicher Archetyp, der dir beim Abspecken von Liebeskummer und im Dualseelenprozess hilft

WArum Bleibt der Liebeskummer oft so lange?

Wenn du Liebeskummer hast, dann willst du vor allen Dingen (meist) eins: Zurück in die Arme deines/deiner Geliebten. Du lechzt dem Eigelb (der Dualseele) hinterher, sprichst mit Freunden, liest Bücher und studierst Strategien. Vielleicht versuchst du es sogar mit Riten & Magie. Du willst, dass der Liebeskummer weggeht. Du trachtest danach, den Status quo zu verändern. Du akzeptierst nicht, was gerade ist.

All das bedeutet Kampf. Kampf gegen den Moment. Kampf gegen den Zustand, der gerade ist. Kampf gegen dein schöpferisches Selbst.

Aus welchem Grund auch immer, ich bin der Meinung, du hast dir dieses Abenteuer kreiert. Etwas IN dir hat dieses Abenteuer genauso auf den Plan gerufen, damit du die Erfahrung von Begrenzung und Ohnmacht machen kannst. Dein Leben ist ein Abenteuer. Es ist, wie ein Film aus Hollywood: mit Spannung, Action, überraschenden Wendungen und einem happy End. Meist anders, als du es erwartest. Wie langsam oder schnell du zu deinem happy End gelangst, liegt vor allem an einer Sache: am Kampf den du führst – gegen das, was gerade ist.

Ich habe mit vielen Menschen telefoniert. Es gibt sehr wenige von ihnen, die sich den Herausforderungen des Liebeskummers wirklich hingegeben haben.

Hingabe – Was bedeutet das Konkret?

Hingabe setzt sich aus zwei Worten zusammen: Hin und Gabe. Gabe ist für mich im fruchtbarsten Sinne mit SCHENKEN=einem Geschenk gleichzusetzen. Wenn du dich an einen Umstand, an eine Situation in den Moment hinein verschenkst, geschieht das immer mit einem offenen Herzen.

Du machst dich quasi zum Geschenk deiner eigenen Schöpfung. Es ist, als ist du deinen Teller leer, mit der Suppe, die du dir selber zubereitet hast.

„Moment mal“ wirst du vielleicht jetzt denken. „Ich habe das nicht gemacht, ich wollte diese Trennung und diesen Liebeskummer nicht haben. Es ist mir widerfahren, es ist einfach passiert. Ich will das nicht.“

Ich gebe dir vollkommen recht. Der bewusste Teil von dir will keinen Kummer leiden. Der bewusste Teil von dir will Ekstase im Quadrat.

 

Wie Schöpfung wirklich funktioniert, wer kann das in letzter Konsequenz mit Sicherheit erklären?

Viele Menschen sagen, Gedanken erschaffen Realität.

Andere Menschen sagen, Gefühle erschaffen Realität.

Wieder andere Menschen sagen, es sind deine Worte oder Handlungen, mit denen du dein Leben kreierst.

Ich glaube, jeder von ihnen hat ein bisschen recht. Und jeder von ihnen hat auch ein bisschen unrecht.


Kriegst du wirklich immer alles, woran du denkst? Wirklich alles?

Hast du nicht auch schon oft eine schlimme Befürchtung gehabt, die sich nicht erfüllte?

Und manchmal warst du ganz sicher, dass diese eine Sache klappt und dann klappte sie nicht?

Liebeskummer kommt oft aus heiterem Himmel. Ich kenne Menschen, die haben 3 oder 4 tolle Beziehungen hinter sich, haben sich in Freundschaft getrennt. Und dann kommt plötzlich dieser eine Mensch, wegen dem (scheinbar) dein Herz in Stücke reißt. Wie passt das zusammen? Wieso passiert einem positiv denkenden Menschen mit Liebesglück so etwas?

Schlägt hier das Karma zu? Ein früheres Leben? Ein uraltes Familiendrama?

Erklärungen gibt es zuhauf, die dann doch nicht helfen:

Konzepte, Techniken, Rituale, die du tun und lassen sollst. Manche Dinge funktionieren für eine Weile und manche nicht.

Meine Erfahrung zeigt, dass keine Technik für alle Menschen, für alle Zeiten funktioniert. Ich bin auf NLP-Master gestoßen, die ihr eigenes Leben trotz einer umfangreichen Ausbildung noch nicht meistern. Ich habe Menschen getroffen, die nicht mal einen Schulabschluss haben und die trotz allem glücklich sind.

Was ist der Schlüssel zu diesem ultimativen Glück? Gibt es den einen universellen, der dir alle Türen öffnet?

Gibt es diese eine Technik, die dir den Menschen in die Arme treibt, nachdem dein Ego Sehnsucht hat?

Diese Frage kann ich nicht mit Sicherheit beantworten.

Aus meiner Erfahrung weiß ich eins. Ich habe irgendwann (vor ein paar Jahren) aufgehört, zu kämpfen. Den Kampf aufzugeben hieß für mich, mich in jede Situation hinein zu schenken, mich weich zu machen, meine Kiefermuskeln zu entspannen und zu fühlen, was es zu fühlen gibt. Es ist ein Weg, von dem ich täglich immer wieder abkomme, weil mich irgendetwas fasziniert, was ich haben will. Jetzt. Sofort.

Im Gebüsch lauert schon der „böse Wolf“. Doch ich erinnere mich – nach ein paar Metern im Wunderwald der Ablenkung. Dann kehre ich auf meinen Weg zurück.

Den Kampf aller Art aufzugeben, das ist ein Prozess. Manchmal kämpfe ich immer noch. Doch ich merke es heute. Das ist der Unterschied zu damals.

Wenn ich merke, dass ich in Gedanken gegen einen Menschen oder einen Umstand kämpfe, dann ziehe ich meinen persönlichen Friedensrichter zu Rate. Eine fiktive Person in meinem Inneren. Ich höre seine Argumente und meist ergebe ich mich ziemlich schnell. Ich gebe mich hin, so, wie ein Hund, der sich auf den Rücken schmeißt. Dabei sehe ich mich nicht als Opfer, sondern als ein Wesen, dass seiner eigenen Kreation vertraut. Ich heiße die Situation willkommen, ohne genau zu wissen, von was oder wem (in mir?) diese Situation kreiert wurde.


Wie beendest du den Kampf gegen den Liebeskummer, wie praktizierst du Hingabe?

Gib dich allen Emotionen hin. Spüre die Kraft, die in diesen Emotionen steckt. Der Kampf gegen diese Emotionen macht dich müde, ausgelaugt, schwach. Wenn du einfach nur fühlst, wenn du dich – ohne im Außen zu reagieren – von den Emotionen nehmen lässt, wenn du sie akzeptierst, dann kehrt die Kraft dieser Emotionen ZU DIR zurück und die schmerzhafte Emotion, der Liebeskummer löst sich auf.

Sieh es, wie eine Fahrt im Silverstar (Achterbahn). Du steigst ein. Das Abenteuer geht los. Vielleicht übermannt dich die Angst, doch zum Aussteigen ist es zu spät. Du kannst kämpfen, schreien und dich wehren. Dann verpasst du das Allerbeste. Oder du gibst dich hin, machst die Augen auf und staunst. Das Abenteuer nimmt dich und du steigst nach ein paar wenigen Minuten elektrisiert und energiegeladen wieder aus. Du hast dich deinem Abenteuer hingegeben.

 

Du hast Kraft zu dir zurückgeholt.

 

Schönen Sonntag, 

 

Deine Margret

 


Video: Hingabe – dein Helfer bei liebeskummer im dualseelen-prozess

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