Ritter der Münzen & Bube der Schwerter

Der Ritter der Münzen und der Bube der Schwerter

Zuverlässigkeit versus Übereifer

Allgemein

Auge in Auge stehen sie sich gegenüber: der RITTER DER MÜNZEN und der BUBE DER SCHWERTER. Beständig, verbindlich, solide sitzt der RITTER auf seinem kraftvollen Pferd: Er überbringt ein faires Angebot auf rechter Hand. Lang hat er es ersonnen, an ihm geschmiedet, sich Herz und Kopf zerbrochen, es zu etwas ganz Besonderem gemacht. Was er vorschlägt, darauf kannst Du wetten. Schnelligkeit ist nicht sein Ding, dafür hat sein Handeln Hand und Fuß, Herz und Sinn.

Jung, kühn, bereit – gestiefelt und gespornt tritt der SCHWERTERBUBE zum Duell. Er liebt den Sturm, das explosive Risiko. Geschmeidig, in perfekter Pose steht er da. Er zückt sein Schwert in die aufbrausenden Lüfte. Hoch fliegen seine kühnen Träume und erhabenen Ideen. Er will nicht warten. Er will es JETZT. Generationskonflikte? Temperamentsdilemma?

Kennst Du das? Die Jugend bohrt oft gedankenlos in uralten, sorgsam versteckten Wunden, sie zerrt wahllos hervor, was man nicht sehen will. Mit ungestümer Kraft zerfetzt sie gnadenlos ein gut gehütetes Gefühl, reißt den Moment in tausend Stücke, denkt nur daran, was sie gerade will. Worte wirft sie scharf und schnell wie Messer durch die rauen Lüfte, doch fehlt es ihr noch an Geschicklichkeit. Manch Messer trifft die Seele statt einer Wand (den Verstand).

Des RITTERS Reife serviert heilsame Geduld, goldene Konsequenz und wohlige Verlässlichkeit. Mit diesen Tugenden empfängt das Leben ihn mit offenen Armen. Er ist ein gern gesehener Gast.

Wie pfeift man den Kampf der Titanen ab? Geht man einfach nicht hin? Wer sich neue Wunden spart, kann alte Verletzungen heilen.

Wenn scharfe Worte Deine Eingeweide treffen, bleib bei Dir: „AHA, das tut mir gerade weh.“ „Aha, dort gibt es eine alte Wunde.“ 

Doch wie beendet man ein impulsives Wortgefecht? Du könntest zum Beispiel entgegnen: „Ich akzeptiere Kritik heute nur in gesungener, parodierter Form.“

 

Liebe

Altersunterschiede und die Liebe: Zwanzig Jahre Unterschied sind heutzutage keine Sensation. Es kann gelingen. Ich spreche aus Erfahrung. Und manchmal ist es nicht der Jüngere, der den Älteren unterhalb der Gürtellinie trifft. Das trotzige Kind in meinem reiferen Partner attackierte mich regelmäßig. Es wollte mich unter Kontrolle halten. Und so nörgelte es täglich an mir herum. Entweder hatte ich zu viel gekocht, oder die Zwiebeln waren zu groß geschnitten, meine Röcke waren zu kurz und meine Haare zu lang. Mein Hintern war zu dick und mein Appetit zu groß. Einmal fragte er mich: „Schatz, sag mal, wieviel Dosen Sülze könnte man aus Deinen Schenkeln machen?“ Das sind die Worte, die dich treffen, die Du nie vergisst. Ich erinnere mich heute noch haargenau an diese Situation, die mittlerweile 23 Jahre zurückliegt. Ich weiß, welche Kleider ich trug und auf welcher Autobahn er mich das fragte.

Der SCHWERTERBUBE kann grausam sein. Er überlegt und fackelt nicht lang.

Wenn es wieder mal verbal zur Sache geht, dann höre genau hin. Wer spricht da gerade mit wem? Wer von Euch beiden argumentiert mit seinem jugendlichen ICH? Wer ist gerade der Reifere?

 

Sex

Horizontal können Wortgefechte prickelnd sein. Sehr sogar. Vertikal auch. Mit treffenden Worten treibt es sich besser. Worte machen an, animieren, halten die Lust am Siedepunkt.

Unterschiedliche Temperamente gleichen sich aus, pirschen sich auf der sexuellen Spielwiese an Dich heran. Will es Dein Schatz mal etwas wilder? Hängt ihm die gute, alte Hausmannskost einfach zum Halse heraus? Sex liebt Spontanität. Nur dann ist er authentisch, frisch und unberechenbar. Unberechenbarer Sex brennt sich ein in die Chronik Deiner Seele und in Deinen Unterleib. Also: Lass Worte und die Fetzen fliegen. Reißt Euch die Kleider vom Leib, macht mal wieder was kaputt.

 

Beruf

Diskussionen rund um den Schreibtisch. Gibt es ein Meeting? Eine kollegiale Zusammenkunft? Eine Tafelrunde?

Die könnte hitzig werden. Mach Dir nichts draus. Nimm ein paar Eiswürfel mit ins Büro. Sei Dir bewusst: Du bist großartig, Du beherrschst die Materie und Du bringst Dich ein. Geduld und Beharrlichkeit sind Deine Zugpferde zum Erfolg. Den kann Dir keiner nehmen. Knacke Kritik wie eine Nuss, wirf die Schale weg, iss nur den Kern. Du hast die Reife, die Natürlichkeit und Du bist dankbar für das, was Du hast. Das muss die freche Rotznase erst noch lernen. 

Mensch

Ein Geduldsbolzen, dem ab und an mal eine Sicherung durchbrennt. Vielleicht ein Mensch mit zwei Gesichtern, der unberechenbar seine Temperamente wechselt. 

Eine mit einer rasanten Zunge, die schneller spricht, als sie denkt. Vielleicht auch einfach nur ein total ehrliches Exemplar, das nie ein Blatt vor den Mund nimmt und deswegen in so manches Fettnäpfchen tritt. Zuverlässigkeit hat er mit der Schaufel gefressen.

 

Gedankenscanner

Einerseits bist Du ein Imker von Geduld, verfolgst beharrlich, konsequent Dein Ziel, erntest immer süßen Honig. Dann kennst Du keine Eile, bist dankbar, voller Güte, hilfsbereit. Du hegst und pflegst, was Du eben hast. Andererseits brennt Dir auch schnell mal eine Sicherung durch, dann sprichst Du schneller, als Du denken kannst. Du verletzt mit Deinen Worten, schießt sie wie giftige Pfeile auf alles, was in Deiner Nähe ist. In solchen Momenten bist Du mir oft fremd, dann weiß ich gar nicht weiter.

 

Mode

Jeans, (Cowboy-)Stiefel, Bluse oder Tunika, gern mit einem tollen Gürtel in der Taille. Bequemlichkeit ist an diesem Tag ein Muss. Lässigkeit gewinnt heute jedes modische Duell. Die Haare zum Pferdeschwanz und leichtes oder kein Make-up. Wähle Kleidung in erdigen Brauntönen, in Gold, Ocker oder Gelb. Auch Orange macht Lust und Laune.

 

Tipp des Tages

Bade in Gelassenheit. Atme tief und sanft. Wenn der SCHWERTERBUBE seinen Auftritt hat, dann stell Dir vor, Du bist der Regisseur. Wie macht er seine Show? Wo kann er von Dir lernen?

Affirmation der PhöNixe

Ich bin jetzt dankbar für Ruhe, Gelassenheit und Frieden. Ich bin aufmerksam und begegne dem Leben freundlich und mit Güte. Dankbarkeit macht mich reich und lässt mich lächeln. 

 

Schönen Freitag, Deine Margret 

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