1. Schlüssel

Erforsche Dich

 

 

 

Wir habe Photosynthese, Algebra, Genetik, Russisch und Weltgeschichte gelernt.

Wir hörten Mozart, laßen Mose, Schiller und Goethes Faust. Wir benutzten unsere Faust.

Wir studierten Kriege, sezierten Mäuse, wiederholten Namen wilder Beeren. Vokabeln und Verhältnisse von Dingen außerhalb unseres Seins. Konzentration auf das ANDERE. Wann warst Du selber dran?

 

Wenn Du als kleiner Steppke noch glücklich und authentisch warst, im Hier und Jetzt versunken,

wenn Du noch sagtest, WANN`s und WER hier stinkt, so wurde Dir das schleunigst abtrainiert.

Wenn die Mischung aus Polyester-Plastikschürze und Wildwuchs unter Tante Olgas Armen – eben fürchterlich in kleiner Kindernase stank – dann hast Du`s rausposaunt.

Ganz richtig, wie ich finde. Nur Deine Mama fand es eben nicht. 

So lerntest Du, was sich gehört und was nicht. 

Lähmende Moral einer zweifelhaften Beziehungskiste. So tötet man todsicher jeden Krümel Liebe, der noch in einem Kinderherzen steckt. Du lernst, was Du nicht tun darfst. Du lernst, was Du nicht sein darfst. Spontanität fällt ins Koma, Liebe weicht Angst und Schrecken macht sich breit. 

S E L B S T L I E B E  A U S R A D I E R T !

 

Wie geht es also weiter?

 

Erforsche Dich. Das ist der erste Zauberschlüssel. Was magst Du gerne? Was stößt Dich ab? Sei wachsam. Staune. Sage "A H A" so oft es eben geht. Schreib alles auf. 

Mir fällt es am Leichtesten, mein Handy als Tagebuch zu benutzen, da es nebst meiner Jacky, meinem Laptop und meinem Auto das einzige Ding ist, von dem ich meist zuverlässig weiß, wo ich es habe.

 

Du lernst viel über Dich, wenn Du schreibst, notierst, Gedanken und Gefühle sammelst. Souvenirs vom Leben. Erinnere Dich: Selbstliebe ist Training. Bis Deine Selbstliebe ein ordentliches Sixpack hat. Und Du vielleicht auch?

 

Pfadfinder der Nervensägen

 

Nun erforschst Du also. Du registrierst, was Dich so alles stört, wen Du ablehnst, was Dich auf die Palme bringt, wer Dir auf die Nerven geht. Egal, wieviel es ist – schreib es auf. Es ist wichtig.

 

Jedes Urteil, das Du über einen anderen fällst – fällst Du über Dich.

 

Jedes Detail, dass Du an Deinem Nächsten ablehnst, lehnst Du an Dir selber ab.

 

Selbstliebe-Training verlangt Erkenntnis. Erkenntnis erfordert Disziplin. Erkenne, wie wenig Liebe Du in Deiner Welt gerade fließen lässt. Erkenne, wie oft Du den freien Fluß der Liebe unterbrichst, wie oft Du Dich verkrampfst, wie oft Du ablehnst. Kapiere: immer dann, wenn Du nicht glücklich bist, mangelt es Dir an Dir selbst.

Ich wiederhole: was Du im Außen ablehnst, das ALLES lehnst Du an Dir selber ab.

Erschrickst Du jetzt? Packt Dich Entsetzen an der Kehle?

Kein Grund zur Sorge. Erforschen ist der erste Schlüssel zu jeder Lösung, die Du suchst. Wende ihn an, immer dann, wenn Du Dich verkrampfst und erst recht, wenn Du glaubst, dass Du gerade völlig locker bist. Erforsche und beobachte bis sich die Balken biegen.

Beobachte zu allererst die Symptome eines Mangels an "Vitamin S" (Selbstliebe)...

Viel Spaß!

 

Symptome eines Mangels an Vitamin S (Selbstliebe)

1. Symptom: Kampf

Immer dann, wenn Du gerade kämpfst, hast Du den Hafen der Selbstliebe verlassen.

Selbst Dein heiligster Kampf für etwas bleibt Kampf. Kampf gegen die Vollkommenheit Deiner selbst. Kampf gegen das Setting Deiner Schöpfung. Kampf gegen den Tanz von Yin und Yang. Kampf gegen den Moment.

Und so kämpfst Du. Auf stürmischer See unter düsterer Piratenflagge.

Ein monströser Sturm ergreift Dein Schiff. Eben noch königlich, gleicht es nun einer Nussschale. Wird hin und her geworfen. Ohnmacht. Kontrollverlust. Dein Plan fällt buchstäblich ins Wasser. Die Masten bersten – Streichhölzern gleich. Segel reißen, als wären sie aus Pergament. Der Wind peitscht scharf und tausend Wasser nehmen Dir die Sicht. und Du vergeudest Kraft. Verlierst Besatzung, wirst letztlich immer schwächer. Bis Du wieder ganz alleine bist.

Dein Piratenmesser richtet sich in letzter Konsequenz nur gegen Einen. Gegen den Chefpiraten. Und der bist Du.

2. Symptom: Ablehnung

Wie oft lehnst Du etwas ab? Sträubst und windest Dich – wie eine Schlange – aus dem Moment, an jedem einzelnen, kostbaren Tag? Willst nicht, was das Leben Dir serviert. Willst es besser, schneller, höher. Springst gedanklich zwischen Zukunft und Vergangenheit wild hin und her? Wertest, urteilst und vergleichst? Verpasst das "JETZT"? Wie oft soll etwas besser sein? Wie oft ist das, was JETZT gerade ist einfach nicht gut genug?

 

Lass diese Fragen auf Dich wirken...

 

- Springst Du morgens quietschvergnügt und freudig aus dem Bett? Kannst Du es kaum erwarten? Oder  

  verfluchst Du Deinen Wecker, als wäre er an allem schuld??

- Wie geht es Dir beim Blick in Deinen Spiegel? Gefällt Dir wirklich alles, was Du siehst? Besonders das, was

  Dir Dein Nächster frech und unverfroren spiegelt?

- Und was macht Dein Beziehungsschiff? Wind im Segel? Steuerbord voraus? Alles paletti? Kaffee ans Bett?

  Oder springt es Leck?

- Benutzt Dein Liebster/ Deine Liebste die perfekt-geschwungenen Worte? Schreibt sie Gedichte? Küsst er  

  Dein Haar?

- Kauft er Deine Lieblingsblumen? An Eurem Jahrestag? Hält er Dir Arme und die Türe auf? Singt Dich in den  

  Schlaf?

- Und wenn Du gerade keinen Partner hast: Bist Du gern mit Dir allein? Geniesst Du Dich total?

- Hat die Kollegin/ der Kollege den perfekten Körper? Das ideale Kleid? Vielleicht gibt es Deiner Meinung

  nach an ihrem/seinem Stil doch irgendetwas auszusetzen? Das zu tiefe Decolleté? Der viel zu grelle

  Nagellack?

- Und wie steht`s um ihre/seine Meinung? Hat er/sie recht? Nimmst Du`s mit Neugier und heiterer

  Gelassenheit?

- Bezahlst Du voller Übermut und Freude Deine Rechnungen? Kannst es kaum erwarten? Willst Du das am

  Liebsten nicht?

- Wie ist's mit Deinem Kontostand?

- Und den Vorsätzen vom letzten Jahr?

- Mit Deinem Wunschgewicht und Sportprogramm?

- Wer kommt Dir immer noch zu nahe, wer übertritt doch ständig Deine hoch dotierten Grenzen? 

- Wer läuft vor Dir davon, zieht sich zurück? Bleibt Dir eine Antwort schuldig?

- Wer gefährdet Deinen blank polierten Ruf? Wer mobbt Dich und wer schaut mit Neid auf Dich?

- Schätzen Deine Kinder Dich? Und Deine Eltern? Und umgekehrt?

 

Diese Liste kann ins Uferlose führen. Zurück auf hohe, stürmisch-wilde See, zurück zu Bounty`s Meuterei.

Hol`nun die Segel ein. Spüre die Macht vom Sturm, der in Dir tobt. Beobachte, wie Deine Nussschale ohnmächtig in turmhohen Wellenbergen treibt.  Ändere nichts. Lass alles, wie es ist. Beobachte einfach. Nimm Dich wahr.

3. Symptom: Bewunderung

Was Du an einem anderen Menschen bewunderst, vermisst Du in Dir selbst. Du glaubst, dieser Mensch sei besser als Du, vielleicht talentierter, beschenkter, begnadeter. Doch das ist eine Illusion. Du und dieser andere Mensch: ihr seid gleich. So unterschiedlich ihr im Äußeren erscheinen möget, IHR SEID GLEICH.

Göttliches Potenzial in Aktion. Unermesslich machtvoll. Uralter Sternenstaub im gleißenden Licht der Sonne. Wenn Du wüßtest, dass Du nur mit dem Finger schnippen müsstest um jeden Deiner Wünsche wahr zu machen...

Du weißt es nicht, weil Du es vergessen hast. Und Du bist hier, um Dich zu erinnern. Ein anderer Entwicklungskumpel ist nicht besser als Du selbst. Vielleicht nutzt er seine Fähigkeiten schon etwas virtuoser, als Du es tust. Vielleicht ist er auf dem Weg der Erinnerung schon ein paar Meter weiter. Doch was bedeuten ein paar Meter, wenn Du im Besitz der Sieben-Meilen-Stiefel bist?

4. Symptom: Schuldgefühle

Wie oft fühlst Du Dich schuldig? Wie oft schickst Du Dich deshalb in die Hölle, weil Du an Strafe glaubst?

Du kannst nicht schuldig sein. Außer vor Deinem eigenen, inneren Schwurgericht. Und wenn Du Dich dort selber in den Zeugenstand berufst, wenn Du aussagst, gegen Dein wunderbares, unschuldiges, engelsgleiches Wesen, wird sich dieses Urteil auch in Deinem Leben zeigen. Das Hologramm funktioniert. Wie Innen, so Außen. Du wirst verurteilt werden. Du rufst Dein Urteil auf den Plan.

Kündige der Schuld den Mietvertrag. Wirf sie raus. Lass es bleiben, Dich zu richten. Du bist ein Mensch und Du machst Fehler. So wie ich ein Mensch bin und Fehler mache. Fehler sind einfach Versuche auf dem Weg der Meisterschaft. Viele Fehler = viele Schritte.

Wenn Du Dich für schuldig hälst, wirst Du auch Deinen Liebsten, Deinen Kollegen und Deine Eltern für schuldig halten. Schuld ist ein hochpotenter Virus. Er löscht die Selbstliebe aus.

Wenn Du beim Tango vom Leben Deinem Tanzpartner auf die Füße trittst, dann reicht es völlig "Verzeih mir bitte" zu sagen. Und dann tanze einfach weiter. Geniesse den Tanz und erfreue Dich an jedem neuen Tanz- und Fortschritt.

5. Symptom: Bewerten

Irgendwann - im Alter von drei Jahren – holt ein kleines Menschlein ganz tief Luft, baut sich auf und sagt zum ersten Mal ganz stolz:   

„I C H“.

I C H. Diese drei Worte ändern ALLES.

Jetzt ist es drin im Spiel, bei dem es um Verlieren und Gewinnen geht.

Von nun an hat es sich für seine Spielfigur entschieden: Gelb, Blau, Rot, Grün, Violett oder Schwarz. Jede Farbe – ein anderer Charakter, eine andere Strategie vom Spiel. 

Los geht’s: Würfel (D)eine Sechs.

Und sofort fängst Du an, Dich mit den anderen Figuren zu vergleichen, damit Du Dich orientieren kannst.

 

„Die rote ist schon ein paar Felder weiter.. „

 

„Oh, Mann, die schwarze hab ich abgehängt.“

 

„Scheiße – jetzt bin ich rausgeflogen…“

 

Nun geht der ganze Spass erst richtig los. 

Und obwohl Du stets in Windeseile wächst und Kleidergröße um Kleidergröße, Spielfeld um Spielfeld im Sturm eroberst und bezwingst – das Ego wächst noch schneller, plustert sich auf, nimmt Dir wie Unkraut Deinen Platz am Licht. Damit Du kämpfen musst: um Dominanz. Um Sonne.

 

Und ES (das Ego) ist (noch) wichtig: hält es doch die grosse Illusion am Leben.

 

Die Illusion: DASS DU VERLIEREN KANNST. Die Illusion: DASS DU DEIN KÖRPER BIST.

 

 

Die Eintrittskarte zum großen Spiel heißt Amnesie.

 

Du kannst nur wissen, was Du erfährst.

Ergo: Du musst VERGESSEN, wer Du bist, um zu ERFAHREN, WER DU BIST. 

Das ist der Deal. 

Das ist (D)ein Abenteuer. 

Und Du bist Heldin, Held. In Deinem allergrößten Coup.

 

Dein Happy End ist Dir schon lange sicher. Doch Du weißt es nicht. Machst Dich verrückt. Fieberst mit. Irrst umher in einer grandiosen Odyssee, um Dich stets aufs Nagelneue zu überraschen, Dich zu verlieren, Dich zu verletzen, Dich rauszuschmeißen, Dich wiederzufinden, Dich zu erinnern.

 

So machen wir es alle. Und dafür brauchen und benutzen wir uns gegenseitig. Als Projektionsfläche, als Spiegel, als Heiler und als Bösewicht. 

 

Die Frage ist: Ist es schwer? Ist es leicht?

Die Kunst, die aus dem Opfer einen Meister macht – heißt WAHL.  

 

TRIFF eine NEUE WAHL.

 

Wie triffst Du eine neue Wahl? In dem Du aufhörst, zu bewerten. Indem Du nicht immer schon am Anfang weißt, was Richtig und was Falsch, was Gut und was Böse ist. Indem Du mit Deinem Leben ko-operierst. Denn wenn Du das nicht tust, dann wird es Dich am Ende schlachten, weil Du am schlußendlich jeden Kampf verlierst. Weil Du immer nur gegen Dich selber kämpfst.

Solange Du bewertest, wirst Du Zweiter sein. Denn Du bevorzugst eins und lehnst das andere ab. 

Was Du im Außen ablehnst, lehnst Du auf einer tiefen, sehr subtilen Ebene an Dir selber ab. So kannst Du Dich nicht lieben. 

Und wenn Du Dich selbst nicht lieben kannst, wird Deine Welt stets aufs neue lieblos zu Dir sein. 

Du wirst immer wieder Dinge finden, die Dir beweisen, dass Du nicht gut genug, nicht wertvoll, nicht vollkommen bist.

 

Doch das bist Du. DU BIST VOLLKOMMEN. Du bist unendlich geliebt. Du bist bereits in Sicherheit, zu Hause, am Puls der Schöpfung, an der Nabelschnur der Ewigkeit. Unermesslich reich genährt. Du bist das Puzzle-Teil, dass Deinem Leben fehlt.

 

Damit Du Dich erinnern kannst – an Liebe, an Dich selbst – werde still. Lege das Schwert, mit dem Du

ur-teilst nieder. Schließe Frieden, mit allem, was gerade ist.

 

Gehe davon aus, dass Dein Leben keine Fehler macht. 

Gehe davon aus, dass es nun Zeit für Dein Ego wird, sich zu entspannen.

 

Sage einfach (zu Dir selber) was Du fühlst, was GERADE ist. Bleibe nur bei Dir. Lass einen anderen aus dem Spiel. Das ist Deine Chance auf den Checkpot. 

Wisse: Was Du wirklich F Ü H L S T, in aller Stille, ohne Drama, ohne Flucht – das ändert sich bereits. Leben ist Veränderung. Das ist die Sicherheit, die Du in diesem Leben wirklich sicher hast. Was Du umarmst und annimmst, das erhebst Du ins Licht. 

 

Wenn Du nur diesen einen Tipp befolgst, wird Dein Leben in drei Wochen schon ein anderes sein.

Sage stets: „Das ist zu meinem Besten, auch wenn ich es gerade nicht erkennen kann. Der neue Tag wird meine Augen öffnen, bis ich irgendwann ganz frei von Urteil bin.“

Nur wer frei von Urteil ist, ist F R E I .

6. Symptom: Selbstzweifel

Zweifel sind die Nager der Nation

Gefräßiger als jede ausgewachsene Ratte, verschlingen sie die besten Leckerbissen Deiner Träume, verwüsten, zerstören, fressen auf: verlockende Visionen, kostbare Pläne, himmlische Hoffnung, den letzten Krümel Glück.

Fröhlicher Zukunftsmusik ziehen sie einfach den Stecker. Bsszzzzt! Kerzen trampeln sie aus. Dann ist auch gleich zappenduster. Ein guter Zweifel braucht keine Musik und auch kein Licht. 

 

Nun rammeln sie, wie die Karnickel. Wenn Du nicht aufpasst, hast Du gleich den ganzen Schädel voll. Sie haben ja nichts besseres zu tun. Fressen, rammeln, rammeln fressen. Und wieder von vorn.

Die Königszweifel sind die gefährlichsten ihrer Artgenossen. 

Sie zweifeln an Dir selbst. Rucki-Zucki bist Du infiziert.

Und nun hast Du den Salat. Jetzt bist Du drin: im Hamsterrad der zweifelnden Gedanken. Und dieses Hamsterrad rotiert mit einem ungeheuerlichen Affenzahn. Schneller und schneller verschlingt es Selbstvertrauen, löst es Deine Orientierung auf. Die Zweifel schleudern sich in jede Pore, in jedes Haar, in jedes Wort. 

 

- Du fühlst Dich wertloser, als der Schnee von gestern, einfach nicht cool, nicht gut genug

- Du findest Dich nicht schön, weil Du die Stars und Sternchen aus der Werbung "kennst"

- Du kannst den süßen Komplimenten überhaupt nicht trauen. Da will Dir einfach jemand schmeicheln.

- ein anderer ist soviel erlesener, klüger, virtuoser, talentierter als Du selbst

- Du glaubst, Du wirst es niemals ganz nach oben, an die Spitze schaffen

- Du glaubst, Du bist nicht liebenswert. Wer will Dich schon?

- und außerdem bist Du schon viel zu alt für jegliche Spirenzchen

- Deine leckeren Schokoladenseiten übersiehst Du ganz einfach

- Du beneidest andere um deren Selbstvertrauen und ihren entwaffnenden Mut

 

Diese Liste können wir beide bis in alle Ewigkeit fortsetzen. Bis ein fetter, schwerer Schinken daraus geworden ist. Und dann setzen wir eben diesen fetten Schinken den gefräßigen Zweifeln zum Fraße vor.

Zweifel fressen Zweifel. Das ist der klügste Schachzug, den Du machen kannst. Denn: 

Zweifel sind Kannibalen: sie fressen ihre Artgenossen

Obwohl wir hier immer noch beim ersten Schlüssel der Selbstliebe sind, der da ERFORSCHEN heißt, sei Dir ein kleiner Vorgeschmack gegönnt. In Bälde wirst Du damit beginnen, an Deinen Zweifeln zu zweifeln. Und hier, in der schönen Schweiz gibt es eine tolle Möglichkeit, die Zweifel einfach aufzuessen. 

Werde zum Oberkannibalen: friß Deine Zweifel auf!

Ich liebe die Chips der Firma Zweifel. Ich esse, nein – ich fresse sie mit ganzer Passion und Leidenschaft Tüte für Tüte auf. Und hinterher fühle ich mich frisch und lebendig, gestärkt, von Zweifeln befreit und von Selbstvertrauen überflutet. Jeder hat so seine Tricks. Ich habe mehr als siebzehn.

 

Erforsche, beobachte, schreib alles auf. Das allein ist pure Magie und zieht Veränderung und Genesung in Dein Leben. Die Lecks der Zweifel schließen sich. Hier ein Zitat von einem meiner Lieblings-Lehrer Neale Donald Walsch : "WAS DU ANSCHAUST, VERSCHWINDET." (aus Gespräche mit Gott)

 

Bleib dabei Dich zu erforschen. ändere nichts, trainiere Dich einfach nur in Achtsamkeit. Sieh Deine Zweifel an. Lächle sie an. Umarme sie. Sie sind Dein. Kämpfe nicht. Heiße sie willkommen. Der Kampf gegen Dein wunderbares Selbst hat nun ein Ende. Es gibt nichts, was zu bekämpfen wäre, denn (ob Du`s mir nun glaubst oder nicht, bald wirst Du es tun). D U  B I S T  W U N D E R B A R.

Gott ist eine Riesenkrake

 

Vielleicht glaubst Du an Gott, vielleicht an Engel, vielleicht an eine höhere Macht, an den großen Geist, an das Leben. Ganz egal, welchen Namen Du ihm/ihr oder uns allen gibst...

Ich glaube daran: WIR SIND ALLE EINS.

Ich gehe noch einen Schritt weiter. Ich glaube sogar, dass es da draußen nur einen einzigen von uns gibt.

Es ist gerade ein paar Wochen her, da kriegte ich beim Joggen dieses Bild:

Gott ist eine Riesenkrake, mit mehr als 7 Milliarden Tentakel-Armen. Ein Arm bist Du, ein Arm bin ich, ein Arm ist Dein Chef, ein anderer Arm ist Deine Mutter, ein Arm ist Dein Ex-Mann, ein Arm ist Deine große Liebe...

Vehement und ohne Unterlass kämpfen diese Arme miteinander. Sie verbünden sich mit den einen gegen ein paar andere.

Tagein, Nachtaus bekriegen sie sich. Manchmal umschlingen sie sich und haben sich wieder lieb. Sie streicheln sich, um sich am nächsten Tag aufs Ärgste zu verwunden, dann schlagen sie sich gegenseitig ab.

Sie beschimpfen sich, sind aufeinander neidisch, laufen voreinander weg. Sie kleben wieder aneinander, saugen sich fest, lassen nicht los. EINE Krake – die Stress hat mit sich selbst. 

 

Kommt Dir das irgendwie bekannt vor?

 

 

Ich kenne das Theater. Von Zeit zu Zeit vergesse ich, dass ich die ganze Krake bin. Ich übe mich in Illusion und mache einen auf "getrennt". Meist dauert es nicht lange. Ich spüre schnell, wenn ich stocksteif und eingefroren bin. Ich krieg die Kurve meistens, wenn ich mich bekämpfe, wenn ich mir mal wieder selber in die Reuse gehe.

Dann sage ich: " A H A , da ist es also wieder. Das Gefühl, getrennt zu sein."