· 

Lernaufgaben für Dualseelen: Trenne die Spreu vom Weizen

König der Schwerter & Fünf der Kelche

Was deine Dualseele / dein Seelenpartner dir sagen will- (aus der Sicht des männlichen Parts)

 

Ich weiß um den Schmerz. Meist kommt er nachts, wenn sich die Dunkelheit wie eine Decke über den Stapel an fadem Zeitvertreib und erbärmlicher Zerstreuung legt.

Wenn mein Verstand zu müde, um mir neue Trophäen zu versprechen,

wenn Emotionen aus den Ritzen meines ramponierten Schutzwalls fließen,

weil nachts ihre Kraft um vieles stärker ist.

Dann komm ich an. Im Tal von Schwermut, Kummer, Pein. Dann fühl ich mich allein. 

Dann fühle ich, was ich verloren habe. Es ist so viel.

 

Du glaubst, ich fühle nicht. Du glaubst ich weiß nichts von deinem Schmerz.

Du tust mir Unrecht. 

Meine Kinderjahre quälen mich noch immer. Sie sitzen fest in meinem Nacken meiner Geschichte, die ich noch nicht loslassen kann.

So hoffnungsvoll war einst die Liebe, so unerbittlich wurde sie in Portionen eingeteilt, streng rationiert. Ich musste mich verbiegen, um genug von ihr zu kriegen.

Sie hielt nie lange satt. Ich hab mich verloren, beim Schlange stehen an ihrem Stand.

 

Kannst Du es mir verübeln, dass ich ihre tiefen Wasser meide? Damit ich nicht mehr leide, so wie einst?

Mein Kinderherz hat Narben. Es schmerzt von Zeit zu Zeit. Immer dann, wenn sich das Wetter ändert, immer dann, wenn ich an dich denken muß.

 

Melancholie geht schnell vorbei. Anstelle deiner Augen schaue ich nun tief ins Glas.

Bis der neue Morgen ihre schweren Schatten und meinen Rausch unerbittlich von mir nimmt. 

Dann bin ich wieder klar. Ich funktioniere. Das Schwert meines Verstandes erhebt sich in die blaue Luft. Ich habe Grips. Jetzt hab ich mich im Griff. Ich schreib dir nicht.

Ich ruf`dich auch nicht an.

Deinen Geburtstag kann ich mir nicht merken und Weihnachten kommt auch kein Gruß von mir. Es ist einfach reine Zeitverschwendung. Und es bringt ja nichts. 

Du könntest glauben, es hat sich was geändert. Du könntest glauben, ich bin bereit für dich.

Das bin ich nicht. Weil du noch lange nicht bereit für einen anderen bist.

Erst, wenn du das bist, bist du bereit für DICH.

Weil du noch immer trauerst, um ein Phantom, das nicht in dieses Leben passt.

Weil du mich verherrlichst und etwas aus mir machst, was ich nicht bin.

So lange du mich auf einen Sockel stellst, solange du noch glaubst, ich sei der Einzige, werde ich überhaupt nichts für dich tun. Ich bin nicht besser, als ein anderer.

Ich bin nicht exquisiter, nicht auserlesener. Ich passe auch nicht besser zu dir. 

 

 

Du presst die Liebe noch in eine Form, die meinen Namen trägt. Du wählst ihr Etikett und vergisst dabei ihr Wesen. Du hälst dich an Oberflächlichkeiten fest und sprichst von Tiefe.

Wir haben uns geschworen, dass wir uns erinnern werden. 

Ich erinnere dich. An jedem Tag, an dem du lebst, mit meiner Ignoranz. Ich kann nicht anders. Das ist der Deal. Bis du entdeckst, was LIEBE ist. Bis du sie jedem Menschen schenkst, der dir begegnet. Bis du aus dir heraus vollkommen glücklich bist. 

An jedem Tag.

 

Schönen Dienstag,

Deine Margret

 

 




Kommentar schreiben

Kommentare: 0