Techniken zu neuer Kraft

1. Annehmen 

Annehmen ist der erste und elementarste Schritt in Deiner jetzigen Situation. Es ist der erste Schritt zu einem neuen, goldenen Horizont. Schreibe auf, was JETZT gerade ist, wie Du Dich fühlst und was Du glaubst. Bring es raus. Banne es auf Papier. Wenn ich mir als Kind in die Hosen geschissen habe – und ja, mir ist das passiert  – dann konnte ich die Scheiße nicht wegdenken. Es hatte keinen Sinn, so zu tun, als ob sie nicht in meiner Hose wäre. Sie stank nämlich und war für jeden um mich herum zu riechen. Also ran an die Scheiße.

Sei total ehrlich zu Dir. Wenn Du frustriert bist, okay. Wenn Du traurig bist, jawohl. Wenn Du verzweifelt und am Boden bist, wunderbar. Es darf alles sein. Du darfst das alles sein. Annehmen was ist, ist der erste Schritt der Erleichterung. Und meistens ist es eben erst mal Scheiße. Na und? Scheiß drauf. Was Du anerkennst, das verliert an Kraft und Einfluß. Im Exorzismus wird der Dämon beim Namen genannt, damit er besiegt werden kann. Was Du beim Namen nennst, kann Dich nicht mehr so sehr schwächen. 

Hier sind einige Beispielssätze, die Du zum Beispiel schreiben könntest:

Ich nehme jetzt an, dass ich total verzweifelt bin.

ich nehme jetzt an, dass ich am Heulen und am Trauern bin.

Ich nehme jetzt an, dass ich diese Abhängigkeit verfluche

Ich nehme jetzt an, dass sich Adam gerade in seiner Tropfsteinhöhle sitzt und für mich nicht zu kriegen ist.

Ich nehme jetzt an, dass Adam in einer Beziehung lebt, die er selbst gewählt hat.

Ich nehme jetzt an, dass Adam mich bei Facebook und Co gerade blockt.

Ich nehme jetzt an, dass Adam Jetzt nicht mit mir leben will.

Ich nehme jetzt an, dass Adam gerade eine andere heiratet.

Wir sind jetzt getrennt und diese Trennung tut mir gerade weh. 

Ich weiss gerade gar nicht weiter. 

Ich habe jetzt das Gefühl, ich werde nie wieder einen anderen lieben. 

Meine Sehnsucht ist jetzt gerade riesengross. 

Ich fühle mich jetzt zerrissen, hilflos und allein.

Ich nehme jetzt an, dass ich gerade furchtbar wütend bin.

ich nehme jetzt an, dass ich mich grottenschlecht behandeln lasse.

Ich nehme jetzt an, dass ich keine Grenzen habe.

ich nehme jetzt an, dass mein Leben gerade ein Scherbenhaufen ist.

Schreibe Dir alles von der Seele. Hier ist es in der Tat am Besten aufgehoben. Was Du auf Papier bannst, das existiert getrennt von Dir.

Du bist nicht Dein Kummer und Dein Schmerz. Du hast gerade Kummer oder Schmerz. Oder auch beides. Gefühle sind flüchtig. Sie kommen und gehen, wenn Du sie ziehen lässt. 

Wichtig: lasse alle Beschönigungen bei Seite. Hier geht es um die nackte Wahrheit. Schreibe mit Deinen Worten. Wenn es Dir zum Kotzen ist, schreibe es auf. Wenn Du Dich beschissen fühlst, banne es aufs Papier. Du kannst fluchen, was das Zeug hält. Halte nichts zurück. Na los, fang gleich an. Verzichte auf wenn‘s und Aber. Mache Dir total klar, in welcher Situation Du gerade steckst. Hoffnungen sind hier gerade fehl am Platze. Hier geht es nur um Tatsachen. Du kennst das Märchen: „Des Kaisers neue Kleider?“ Vormachen ist nicht drin. Du wirst entlarvt.

Ein Navigationsgerät funktioniert nicht ohne Deinen momentanen Standort. Also gib ihn so gezielt wie möglich ein. Präzise, knallhart, pur, ungeschminkt. 

Fantasie darfst du bei der Zieleingabe walten lassen. Doch jetzt nimmst Du erst einmal an, was ist, selbst, wenn es Scheiße ist. Vielleicht stinkt sie, doch sie ist so schön warm.

Nimm an, bis Du es begriffen hast. Vielleicht brauchst Du Tage, vielleicht Wochen. Es ist egal. 

 

2. Abschiedsbrief schreiben

Erinnere Dich: Die Trennung muss vollzogen werden. Ohne Trennung – kein Happy End. Nicht mit Deinem Eigelb und nicht mit einem anderen. Mache Dich bereit. Du wirst spüren, wenn Du soweit bist. Wenn Dein Ego leiser wird, dann hörst Du Deine Seele flüstern. Dann ist es an der Zeit. Vielleicht wirst Du nachts wach. Vielleicht tust Du es am frühen Morgen. Du weißt und spürst es ganz genau, wenn es Zeit für klare Trennung ist. Du bist ein siamesischer Seelen-Zwilling, der nur durch Trennung frei und fröhlich existieren kann. 

Und dann, wenn es endlich soweit ist, dann lasse alles fließen, lasse Deine Dämme brechen, entfessele Deine Kraft.

Hier erhält Du ein Beispiel, wie ein Abschiedsbrief aussehen kann.

 

Mein geliebtes Eigelb.

Es ist an der Zeit. Ich bin bereit. Hier und heute entlasse ich Dich feierlich aus jedem Schwur, aus jedem Versprechen, dass Du mir einst gegeben hast. Das ich Dir einst gegeben habe.

Ich befreie mich. Ich befreie Dich. Eine Seele braucht kein Gelübde, denn sie ist sich selber treu, immer heil, immer eins. 

Ich erfahre mich von nun an, wie ich mich gerne erfahren möchte. Ich erlebe täglich, was ICH bin. Ohne Dich. Und Du erfährst Dich von nun an, wie Du Dich gerne erfahren möchtest. Ohne mich. Und trotzdem eins.

Ich habe geweint, ich habe geschrien, ich habe gekämpft. Ich habe Narben. Auf meinem Körper, auf meinem Herzen, auf der Hülle meiner Seele. Es hat mir alles nichts gebracht. Der Kampf ist vorüber. Ich schließe Frieden. Im Hier und Jetzt. Im großen Augenblick. Die Augenblicke zwischen uns – die waren rar und selten, ich lebte einen Traum, mit einem Phantom. Ich glaubte durchzudrehen. Konnte mich nicht spüren. Hatte Angst und Schmerz und manchmal Wut. 

Das alles nehme ich in Urvertrauen an. Ich nehme mich in Urvertrauen an. Denn ich bin Leben. Wunderbares, unvergleichliches Leben. Der Schmerz gehört zu meiner Geschichte. Er gehört zu unserer Geschichte.

Und weil ich unsere Geschichte in Selbstbestimmung nehmen kann, lasse ich sie nun in voller Absicht los. 

Du bist frei. 

Ich bin frei. 

Du bist frei, zu tun und zu lassen, wie es Dir beliebt. 

Dein Leben gehört Dir allein. 

Das sehe ich nun ein. 

Du kannst Dein Leben gestalten, wie Du es von Herzen wünschst. 

Du kannst leben, Du kannst lieben. Es ist Deine Wahl.

Und so treffe ich feierlich die meine. Ich werde lieben, so wahrhaftig, wie es mir gelingen mag. Ich werde wachsen, über alle Maßen, über Grenzen und mich selbst hinaus. Ich werde mich entfalten und ein Held in diesem wunderbaren Leben sein. Ich werde aus dem Volles schöpfen, mein Potenzial entfalten, ich werde erfüllen, was ich mir einmal selbst versprach. Dazu ist unser Leben gut. 

Es geht um mich, weil ich mit mir zusammen bin. 

Es geht um Dich, weil Du mit Dir zusammen bist. 

Es geht um einen hohen Plan.

Ich folge meinem Ziel. Ich schaue stets nach vorn. 

Ich habe meinen Fokus, mein Leben, meine Mission. 

Ich werde zum höchsten Wohle meinem, diesem Leben dienen. Ich werde jeden Krümel Leben retten, den ich retten kann. 

Doch zuallererst rette ich mich selbst. 

Ich kehre nun vor meiner eigenen Tür, 

ich wische Staub auf meiner Seele, 

ich trainiere meinen Kopf, 

ich öffne sanft und konsequent mein Herz. 

Ich schaffe Gleichgewicht, weil ich alles bin. 

Ich komme jetzt und endlich auf der Erde und in meinem Leben an.

Ich danke Dir für Dein Wirken, Deinen Rückzug, jeden Arschtritt, den ich von Dir bekommen hab. 

Und so entlasse ich Dich heute und nehme mich in Liebe heute selbst zur Frau (zum Mann).

Ich werde für mich sorgen, wenn sonst niemand für mich sorgt. Ich werde für mich weinen, wenn niemand eine Träne für mich übrig hat. Ich werde für mich lachen, wenn ernstes Leben keine Schonung bringt. Ich werd`für mich ein Blümchen pflanzen, damit ich weiß, was blühen heißt. 

Ich vergesse mich von jetzt an niemals mehr.

Leb wohl, Dein Eiweiß

 

Es ist Dein Abschiedsbrief. Gestalte ihn nach Lust und Laune, nach Deiner Geschichte, nach Deinem hohen Plan. Deine Seele hat ihn längst geschrieben. Deine Seele kennt jedes einzelne Wort. Vertraue dem Leben. Vertraue Deinem Weg. Vertraue von nun an Dir an erster Stelle. Du bist das Wunder, auf das Du stets gewartet hast. Du bist die Antwort auf alle Deine Fragen. Du bist der unermesslich schöne Kern, der sich wie ein Stern der Dunkelheit offenbart. Du bist Dein Licht, Dein Ziel, Dein Paradies. Verlass den Stillstand. Fang Dich selber an.

 

3. Schattenarbeit

Dieses Tool ist vielleicht das mächtigste von allen. Wenn Du nur diese eine Technik raffst, wenn Du sie übst, wn Du sie verinnerlichst, wenn sie Dir in Fleisch und Blut und Seele übergeht – dann bist Du frei. Du befreist Dich mehr und mehr. Du erlöst die Schatten, die auf ihren Einsatz warten.

Ein schönes Gleichnis offenbart sich im Film „Herr der Ringe“

Aragon bittet den König Der Toten und sein Schattenheer um Hilfe.

Der König der Toten war der letzte König des Berglandes. Er schwor einst ISILDUR VON GONDOR einen Eid, ihm bei drohender Gefahr stets zur Hilfe zu eilen. Dann kam es zur Schlacht zwischen dem LETZTEN BÜNDNIS und Sauron und der König brach seinen Eid. Er und sein Heer wurde von ISILDUR verflucht und zu Untoten gemacht. Während der Schatten-König in Mittelerde ein Zeitalter sein Dasein fristete, betrat Aragon die Pfade der Toten. Am Stein von Erich rief er nach dem König, der ihn daraufhin mit seinem Heer begleitete, Aragon stärkte und seinen Eid erfüllte. Die Schatten wurden erlöst, Heer und König wurden endlich frei.

Schattenarbeit kannst Du immer dann anwenden, wenn Dich irgendetwas stört, immer dann, wenn eine Laus über Deine Leber läuft. Sie besteht aus drei Schritten.

Aussprechen, was gerade ist

Zuhören, was Dein imaginäres Gegenüber zu sagen hat

Selbst zum Täter werden

Am Besten besorgst Du Dir 3-4 Stofftiere. So hast Du für alle Fälle immer das passende zur Hand. Hier und heute geht es aber um Dein geliebtes, verfluchtes Eigelb.

Im ersten Schritt sprichst Du frei Schnauze, was Du zu sagen hast. Sprich einfach so, wie der Schnabel Dir gewachsen ist. Ohne Zensur. Niemand hört Dir zu. Lass alles raus, jede Wut, allen Frust, jede Träne, jeden Fluch. Benutze Deine Lieblingsworte. Das ist superwichtig. Was stört Dich ganz genau, explizit? WAS ist der Punkt? Du könntest zum Beispiel sagen: Es macht mich rasend, dass Du Dich einfach so zurückziehst. Ohne Erklärung, ohne Warnung, ohne ein Wort. 

Und was genau stört Dich daran?

Fühlst Du Dich im Stich gelassen?

Fühlst Du Dich ignoriert und überflüssig?

Fehlt Dir einfach die Erklärung, das Verständnis, der tiefe Sinn?

Finde den Punkt, an dem es in Dir brennt und zieht. Schreibe ihn auf. Du wirst ihn später brauchen. Das ist Selbsterkenntnis.

Im zweiten Schritt hörst Du genau zu, was Dein Eigelb Dir zu entgegnen hat. Es sagt das alles wirklich. Du bildest Dir das nicht ein. Auf Seelenebene ist es absolut wahr, was Du von Deinem Eigelb jetzt empfängst. Schreibe es auf, damit Du besser damit arbeiten kannst.

Im dritten Schritt wirst Du zum Täter. Du überprüfst, wo Du genauso, wie Dein Eigelb handelst. Sei erfinderisch. Forsche ganz genau in Deinem Leben. Denn das hier ist der wichtigste Punkt, der Deinen Schatten nun erlöst und Deine Kraft entfesselt.

Wenn Du das kapierst und raffst, dann wird Dein Leben von nun an magisch sein und leicht.

Im allerschlimmsten Fall, wenn jemand einen anderen Menschen getötet hat und Du (bei der Arbeit an diesem Menschen) zum Täter werden musst, dann überlege ganz genau, wo Du schon mal getötet hast. Wir alle haben getötet: eine Mücke, eine Fliege, einen Regenwurm? Es geht nur um die Tat, nicht um die Höhe des Vergehens. Wer richtet, dass das Leben einer Fliege weniger wert – als das Leben eines Menschen ist? Wer bitte soll das entscheiden? Wir Menschen nehmen uns zu wichtig. 

Möge ein Riese einer anderen Zivilisation auf uns hernieder trampeln und uns töten, weil wir für ihn wie Regenwürmer sind? Alles ist eine Frage der Perspektive. Sieh, wo Du in Deinem Leben Täter bist. Bei Dir selbst, bei einem anderen.

Ein Beispiel für Schattenarbeit

 

erster Schritt

„Eigelb. Ich habe es absolut satt. Ich habe es satt, dass Du mich stets so hängen lässt. Du schreibst, Du liebst mich, Du schreibst, Du willst Dich mit mir treffen. Du chattest Dir die Finger wund. Nachts machst Du mich wach, mit Deinen SMS, weil DU gerade Riesen-Sehnsucht hast. Und dann ziehst Du Dich einfach so raus. Du antwortest nicht. Du bleibst stumm. Du machst keinen Piep. Warum nur tust Du das????? Es regt mich tierisch auf! Es macht mich wahnsinnig und wütend.

zweiter Schritt

Das Eigelb antwortet: Ich kann nicht. Ich kann einfach nicht. Ich dachte ich kann das. Aber ich kann es nicht. Es macht mir Angst. Meine Gefühle machen mir Angst. Ich kann nur weglaufen. Dorthin, wo es mir besser geht. An einen Ort, wo Du nicht bist. Deine Nähe ist zu nah. Deine Liebe klebt.

dritter Schritt

Fragen zur Selbsterfahrung

Wo kannst Du etwas nicht tun?

Wo läufst Du vor Dir selbst oder einem anderen davon?

Stellst Du Dich Dir selbst? Oder läufst Du immer weg? Lenkst Dich ab? Kompensierst?

Was macht Dir Angst? Welche Gefühle? Welche Tatsache? Fühlst Du diese Angst wirklich genug? Bleibst Du an ihr dran? 

Wo bist Du schon vor einem anderen weggelaufen, weil Dir das Gefühl zu nah, zu unangenehm war?

Das ist M(ein) Beispiel. Du wirst Deines finden. Du wirst es selber schaffen. Wenn Du Hilfe brauchst, dann coache ich Dich gerne in diesem Prozess. Ich helfe Dir, Deine Schatten zu erleuchten, ich helfe Dir, in Deine Kraft zu kommen.

Das hier ist das Königstool. Benutze es, trainiere es, werde Schattenmeister. Alle reden immer nur von Licht. Und überall ist so viel Schatten. Liebe ihn, umarme ihn. hole ihn endlich wieder heim.

 

4. Schmerztauchen/ Scheiterhaufen

Hier tauchst Du ab, springst rein, nimmst die Prüfung an. Du stellst Dich Deiner größten Angst. 

Worst-Case-Szenario: 

Was wäre wenn? 

Was ist das Schlimmste, dass passieren kann? 

Fühle in Dich hinein. Es muss Dein größter Alptraum sein, etwas – von dem Du glaubst – dass es Dich aus den Schuhen haut.

WAS WÄRE WENN?

Wenn er sich in eine andere verliebt, sie heiratet und mit

ihr zwei, drei Kinder kriegt? 

Wenn Du ihn dabei sehen musst, wie glücklich er doch mit ihr ist?

Stelle es Dir vor. In allen Einzelheiten. 

Sei hautnah dabei, an seinem großen Tag.

Die Menge raunt und doch ist es mucksmäuschenstill. So wunderschön ist sie, in ihrem langen, edlen, weißen Kleid. Sie hält den Atem an, kann es kaum glauben. Ehrwürdigkeit und Liebe schwängert die Kapellenluft. Zwei weiße Täubchen turteln und hundert Augenpaare sind ganz tränenfeucht und weit, als ER sie sanft und leidenschaftlich küsst. Du bist unsichtbar und doch hautnah dabei. Du fühlst Dich, wie die kleine Meerjungfrau, die ihre Stimme und ihr altes Leben für ihren Prinzen gab, der dann eine andere zur Angetrauten nahm.

Und ER? Dein Prinz? Er sieht Dich einfach nicht. Für ihn bist Du nun Luft. Er atmet Dich ein. Er atmet Dich aus. 

Er hat nur Blicke für sie ganz allein. Sieh hin, wie seine Augen voller Liebe leuchten. Sieh hin, wie seine Lippen vor Erregung beben. Wie seine beiden Hände nun die ihren halten und sich nicht lösen wollen. Er lächelt überglücklich und sein waches Herz hüpft voller unbändiger Freude. So hast Du ihn noch nie gesehen. So warm, so frei, so voller Liebe.

Zärtlich liebkost er ihr samtweiches, glänzendes Haar, nimmt ihr Gesicht in seine beiden Hände. Er versinkt in ihren Augen. Er flüstert überglücklich: „JA! Ich will. Ich will Dich bis an mein Lebensende.“

Du hast Dir diese Worte stets gewünscht. Und jetzt sagt er sie einer anderen. Ihre Blicke treffen sich, versinken ineinander. Du kannst es sehen. Diese beiden sind wie geschaffen: füreinander, für dieses Leben. Du hast Dich getäuscht. Du bist es nie gewesen. Jetzt ist es klar.

Ein Schmerz durchzuckt Dich. Der Dolch sitzt Dir mitten im wimmernden Herz. Er dreht und wendet sich. Als wäre ein Stich nicht tödlich genug. Dein Herz wird zerschnitten. Und Du lebst. Du kannst einfach nicht sterben. Du musst bleiben, musst fühlen, musst sehen.

Der Schmerz geht nicht weg und auch die beiden nicht. Du siehst sie lächeln, Du siehst ihre Liebe, Du siehst ihr großes, pures Glück.

Bleib dabei. Fühl Dich immer wieder rein. Höre Musik, die dazu passt. Sieh einen Film, der Ähnliches erzählt. Bleib stundenlang im Schmerz. 

Heule, wenn Du heulen kannst. Schreie, wenn Du schreien kannst. Fühle alles, bleibe einfach da. Drehe den Schmerz lauter, wie einen Ton, wie ein Creszendo.

Leg noch ein paar Scheite auf. Wenn Du schon auf dem Scheiterhaufen stehst, dann lasse es richtig brennen.

Dieser Schmerz wird Dich nun läutern, ein für alle mal.

Und dann, wenn er schwächer wird, dann atme auf. Es ist vollbracht. Er ist weg, doch Dein Leben geht noch weiter.

Was willst Du nun tun? Was hast Du vor, mit Deinen abgezählten Tagen?

Wirst Du ewig trauern? Wirst Du täglich jammern, heulen?

Oder willst Du wieder lieben? Willst Du auch ein solches Glück erl(i)eben?

Wenn Du hier durch bist, hast Du einen RIESEN-Schritt getan.

Das war ein Gang mit Sieben-Meilen-Stiefeln. Das war ein Höllenritt. Nun bist Du abgehärtet, stärker. Komme, was da kommen mag. Du blickst dem Sturm ins Auge.

 

5. Body diving Technik 

Seelenpartner verursachen Wachstumsschmerzen. Meistens. Und während ich das hier schreibe, sitze ich im Café „Oscar“ am Zürcher Hauptbahnhof, in dem ich vor einiger Zeit einen nagelneuen Seelenpartner traf. Auf einen Kaffee und ein tiefgründiges Gespräch.

Gerade wird mein Blick magisch von anderem etwas angezogen. Also schaue ich nach oben. Ein Kunstwerk aus Stuckatur schmückt die Decke des Cafés. Weiß, floral, irgendwie magisch. Gerade so, als wären hunderte seltener Untertassen an die sanft beleuchtete Decke geklebt. Untertassen verschiedener Größe und Struktur, die sich nun in einer wundersame Blüte für ein hohes Ziel vereinen. 

Im Zentrum der Blüte wirft eine acht-strahlige LAMPE ihren Anker, ähnlich einem Stern. Acht Neonröhren vereinen sich an einem Ende im Zentrum der LAMPE. Das andere Ende jeder Röhre verjüngt sich zu einem Messingstab und biegt sich oberhalb des Leuchtstabes zu einem langen, gleichschenkligem Dreieck. Der Neonstern an klebenden Untertassen.

Meine Aufmerksamkeit wird jedoch von einem gleichmässigen Blubbern des Lichtes erregt. Leuchtenden Tischtennisbällen gleich, blubbert das Licht vom äusseren Ende der Neonröhre Richtung Lampenzentrum. Und mit dem Blubbern des Lichtes erleuchtet mich eine Erkenntnis. Ziehe Dein Augenmerk immer mal wieder vom Außen ab. Schließe Deine Augen, kehre nach Innen ein und bündle die Aufmerksamkeit in Deinem Körper. Dein Körper bringt Dich stets zurück  ins Hier und Jetzt. Er ist der Anker im Augenblick. Spüre Deine Füße auf dem Boden. Konzentriere Dich auf Deine Gefühle. Was fühlst Du gerade? Und wo fühlst Du es? Erforsche die Auswirkung jedes Gefühls in Deinem Körper. Werde Pfadfinder Deines Fleisches. 

Wenn Dein Körper Dein Gasthaus ist, bist Du der Wirt. Deine Gefühle sind die Gäste. Kümmere Dich um sie. Sei der beste Wirt, den sie kriegen können. Bediene sie zügig, sei höflich, freundlich und aufmerksam. Begrüße sie und sag ihnen „Adieu“ zum Abschied. Lass sie kommen und gehen, sei ein perfekter Wirt.

Worum geht es gerade JETZT bei Dir? Was zieht Dir Energie aus dem System? Gibt es etwas, das DU tun kannst?

Hast Du schon alles getan?

Hast Du schon alles gesagt?

Hast Du schon alles gefühlt?

Es geht letztlich immer nur um Dich. Darum, wie es Dir gerade geht. Darum, wie Du Dich fühlst. Darum wohin Du gelangen willst.

Gibt es etwas abzuschließen? Gibt es etwas, was Du tun musst? Welche Handlung bringt Dir Frieden? Manchmal braucht es eine letzte Schlacht, wenn Du in Frieden leben willst. Manchmal musst Du etwas tun und werden, wer Du nicht bist, damit Du heilen kannst. 

Standardempfehlungen wie: Melde Dich nicht bei ihm! Ziehe Dich komplett zurück! usw. bringen Dich hier oft nicht weiter. Ich erinnere Dich. Dieser Prozess ist lang. Er kann Jahre und im schlimmsten Falle Jahrzehnte dauern. Denke stets daran, dass es DIR gutgehen muss. Ohne einen Anderen. Also kläre, was es zu klären gibt. Sage, schreibe und tue, was nötig ist, damit Du im Frieden mit DIR bist.

 

Ich weiß, dass es Mut braucht. Ich weiß, dass wir ins unseren Breitengraden lernen, an etwas festzuhalten. Und ich weiß, wie verführerisch ein Ego sein kann, wenn es sein „Spielzeug“ behalten will.

Triff Deine Wahl. Willst Du einen wundervollen Partner, oder ein Phantom? Willst Du Liebe träumen oder Liebe leben? Die Entscheidung liegt bei Dir. Das Leben nimmt Dir Deine Träume nicht, es verwirklicht nur nicht jeden. Denn der Mensch ist frei. Dein Seelenpartner trifft seine eigene Wahl. Manipulieren kannst Du ihn nicht, denn damit manipulierst Du Dich selbst. Wenn Du Dich nicht entwickelst, wird er es niemals tun. Halte fest, solange Du es willst. Wenn Du bereit bist, dann klatsche in die Hände und stürze Dich kopfüber in ein neues Abenteuer. Schrei ganz laut JAAAAAAAAAAAAAA.

 

6. Hahn zudrehen

Einfach, schnell und wirkungsvoll, wenn Du gerade keine ausgiebige Möglichkeit zum Fühlen hast, wenn Du gerade funktionieren musst, wenn Du in einer Prüfung steckst: Stell Dir vor, Du hättest auf Höhe Deines Solarplexus einen Wasserhahn. Vielleicht ist er golden, mit einem schlanken Schwanenhals. Und Flügel hat er auch: schön geschwungen, leicht gespreizt, zum Abheben angesetzt. Und natürlich gibt es einen Knauf, den Du öffnen oder schließen kannst. Und im Moment bleibt der Knauf geschlossen!!! 

Wenn Du Dein Eigelb (Dual/ Trial/ Quartal) mal wieder spürst, dann zieht es meistens in jener Gegend (Solarplexus oder Herz). Und dort geht Dir auch Energie verloren, weil Du noch immer keine Grenzen setzt. Erinnere Dich. Es geht um Dich. Komme in Deine Kraft. Du bist Energiequelle ganz allein für Dich.

Weise alle SEINE Emotionen strikt von Dir. Und dann drehe den Hahn entschieden zu. Weise Energievampire in ihre Schranken.

Sobald Du Zeit hast, kehre zur Body Diving Technik zurück. Jedes Gefühl, das bei Dir ankommt, wird von Dir angezogen. Es kommt, weil es eine Aufgabe mit sich bringt. Eine Aufgabe, die Dich reicher und virtuoser macht. Dieses „Fühlen“ beschleunigt den Prozess enorm.

 

7. Spiegeltechnik mit seinem Namen

Was Du dafür brauchst:

einen kleinen Taschenspiegel

einen weißen Zettel

einen Stift

Schreibe den Namen (Vor-und Zunamen) Deines Eigelbs auf das Stück Papier. Klebe den Zettel mit der geschriebenen Seite an den Taschenspiegel. Jetzt hast Du wirklich ein Spiegelei.

Alle Projektionen, die von Deinem Eigelb kommen, werden so zu ihm zurückgeschickt.

Du musst nicht seine Sehnsucht und Visionen spüren, wenn Du Sehnsucht selbst noch in der Überdosis hast. Es geht um emotionale Neutralität. Nimm Dir ein Beispiel an der schönen Schweiz.

Neutralität macht reich. Punkt. Werde reich. Kümmere Dich nur um Deinen eigenen Kram. Halte Dich aus fremden Angelegenheiten raus. Und erstmal ist Dein Eigelb fremd, denn ihr seid getrennt. 

 

8. Bürogemeinschaft

Stell Dir vor, Du beziehst mit Deinem Eigelb eine Bürogemeinschaft. Du wählst nicht irgendeine. Du nimmst die allerbeste, die Du für Deine Bitcoins kriegen kannst. Gewöhne Dich daran, das Auserlesene zu wählen, weil Du Dich nämlich selber liebst. 

Kürzlich wurden zwei wunderbare, luxuriöse, lichtdurchflutete Büros im Spiegelei-Tower frei.

„Wir haben es geschafft, sind beide überglücklich. Unsere Arbeit ist getan. Wir suchen per sofort einen Nachmieter im Spiegelei-Büro der Extraklasse. Die großzügigen Räume animieren zu Überstunden, Afterwork-Partys und coolen Vernissagen. Die Karriereleiter steht direkt am Mahagonischreibtisch mit der Wall-Street-Lampe und will bestiegen werden. Der hauseigene Helikopter bringt sie täglich ins Büro und auch zurück nach Hause.

Interesse? Dann melden Sie sich schnell bei Mr. und Ms. Spiegelei. Wir sind ab nächster Woche in den Flitterwochen.“

Beide Büros liegen nebeneinander, in einem gigantischen New Yorker Wolkenkratzer, hoch oben im 42. Stock. Von dort ist die Aussicht einfach am Besten. Da wird sogar Mr. Trump ganz blass. 

Und natürlich habt ihr beide jene wunderbaren, elitären Büros, weil ihr eben einen Haufen Arbeit habt. 

Beide Büros sind durch einen zehn Meter langen Gang getrennt.

Auf Deiner Bürotüre ist ein Eiweiß aufgemalt. Sonniges Eigelb hingegen – prangt auf seiner Pforte zum Arbeitsparadies.

Und nun gehts los. Klatsche in die Hände und begib Dich an die Arbeit an Dir selbst. Dein Schreibtisch ist voll und Du bist voll motiviert. Wer kriegt schon diese Chance?

Und immer dann, wenn Dein Eigelb durch Deine Gedanken geistert, immer dann klopft es quasi an Deine Bürotür.

Du bist der Boss in Deinem Reich und Du bist selbstverständlich streng.

Hat Dein Eigelb einen Termin? Hat es sich angekündigt? Auf weltlichem Weg? NEIN? Das hat es nicht? Ok! Dann mache ihm klar, wo hier der Hammer hängt. 

Du hast Programm, Arbeit in rauen Mengen. Du rettest gerade die Welt. Und das tust Du wirklich, denn Du rettest Dich selbst. Und wenn Du Dich selber rettest, dann rettest Du die Welt.

Reiß die Bürotüre auf und lies Deinem Eigelb gehörig die Leviten. Das meine ich ganz wortwörtlich. Schicke es bestimmt zurück in SEIN Büro. Sein Schreibtisch ist zum Bersten voll, dass es gar keinen Blick mehr auf die wunderbare Skyline hat. Es soll sich also an die Arbeit machen. Bis es mit allem fertig ist.

Am Anfang ist Dein Eigelb unerzogen. Es wird immer wieder kommen, klopfen und versuchen, Dich abzulenken. Doch Du bleibst knüppelhart. Du hast etwas gelernt. Du bleibst Dir selbst treu.

Schicke es zurück, mit aller Vehemenz,die Dir zur Verfügung steht. Schließe Deine Türe und setze Dich an DEINE Arbeit. Behalte Deinen Fokus stets im Auge. Dein ist der Sieg.

 

9. Deine Beziehungs-Ethik erstellen

Hier kommt Deine neue Lieblings-Königsdisziplin. Ethik ist In und schick. Sie ist Deine Sittenlehre, Deine Gebrauchsanweisung, Deine Hausordnung für die gelebte Liebe. Sie ist die Wasserwaage für den Haussegen.

Erkunde Dich, erforsche Dich, sprich mit Deinen Lieblingsmenschen und mit Paaren, die auf ihrem Paarship glücklich sind.

Wie darf`s denn sein? Wie willst Du (D)eine Liebe (er)leben? Welche Werte sind Dir megawichtig? Die Werte-Liste ist lang. Nimm Dir Zeit, wähle mit Bedacht. Je mehr Werte Du Dir zulegst, umso öfter treten Werte miteinander in Konflikt. Sie werden streiten und Dich auf Leib und Nieren prüfen. Bist Du oberflächlich, dann kommst Du dran.

Ethik hält Dich auf Trab, macht Dir Feuer unterm Hintern, fordert Dich heraus. Sie ist Selbsterfahrung und Kompass, 

Vielleicht stehst Du wie ich auf Ehrlichkeit UND auf Harmonie. Ja? Na wunderbar. Diese Kombination ist zum Haare raufen. Hochexplosiv. Ein Pulverfass mit kurzer Lunte.

Bei Deiner Beziehungsethik kann ich Dir nicht wirklich helfen. Du musst in Dich gehen und wirklich spüren, wie Du Deine Beziehung leben willst.

 

10. Sport

Um Sport wirst Du nicht herumkommen können, wenn Du auf Dauer glücklich und erfolgreich sein willst. Dazu gehören Ausdauer/Laufen/Joggen und Gewichtstraining zu Hause oder im Fitnessstudio. Je nach Lust und Laune.

Ich starte mit einer Stunde Jogging am Morgen und hänge 4 x wöchentlich 35 Minuten intensives HIIT Training dran. Dazu einmal pro Woche Kung Fu. Du suchst Dir bitte Deinen Sport nach Lust und Laune aus. Ob Yoga, Schwimmen, Tanzen, Reiten: Dein Körper will Deine Aufmerksamkeit. Du fühlst Dich besser, Du siehst besser aus. Glaube mir. Sport vollbringt Wunder. ich bin nun fast 50. Das Bild da oben ist ein paar Wochen alt.

 

weitere Techniken folgen... :-)