TARI TARA TAROT ...aber bitte mit Sex und Sahne!

Margret Marincolo, 16. November 2016

 

Vorspiel

 

Wer bin ich?

Diese Frage hat mich nun aufregende achtundvierzig Jahre lang beschäftigt. Ich weiß besser als gestern, wer ich heute bin und weniger, als ich es morgen wissen werde. Meine Geburtstage gebärden sich stets als kunterbunte Bilanz vom heilsamen „Experiment Margret“. Dieses Buch bedeutet mir so viel mehr als eine Geburtsurkunde, denn es erzählt, auf welche Art ich meine Geburt zu würdigen weiß. Es verkündet, dass ich ein Wunder bin, so wie auch Du ein Wunder bist.

Dieser Text ist eine Hommage an mein Leben, an den Tag, an dem meine Eltern sich leidenschaftlich liebten, um mich zu zeugen, und an die Skorpion-Mond-Nacht meiner Geburt. Also füge ich diesem Vorspiel ein paar Gedanken über ein wahres Zauberwort hinzu:

 

G E B U R T S T A G

 

Heute ist meiner. Mein Achtundvierzigster.

Ich habe also inzwischen einige Kerzen abgebrannt und ausgeblasen, damit Scharen von Dämonen vertrieben, zum Lachen und um den Verstand gebracht, viele Geburtstagstorten geschlachtet und verschlungen, unzählige Gelegenheiten und Geschenke aufgerissen und manches große Fest gefeiert. Dabei fing alles ganz klein und leise an: Ungeduldig war ich schon immer. Neugierig sowieso, Regeln hatte mir noch niemand beigebracht. So erblickte ich - nach nur sieben Monaten und knapp vier Pfund leicht - das Licht der Welt.

Es war Mittwoch, eigentlich war die Sonne schon längst untergegangen und das, was mir hell entgegen leuchtete, waren die Lampen eines OP-Saales.

„Es ist ein Mädchen!“, rief die Hebamme meiner Mutter entgegen, die meine Ankunft ganz einfach verschlief.

Mein erstes Bettchen glich einem Aquarium und irgendjemand sagte: "Die macht es nicht lange."

Das war der erste große Irrtum, den man über mich hatte. Ich war momentan zu schwach, um zu protestieren, aber das würde sich bald ändern. Außerdem war ich ein Winzling, und meine Lungen hatten sich entzündet. Vom tiefen Luftholen sicherlich, denn ich hatte was zu sagen ... So übte ich mich am Geburtstag aller Geburtstage im Schreien und Protestieren und meine große Klappe machte mein fehlendes Gewicht vergessen.

Ich wuchs und lernte schnell, Regeln, Höflichkeiten, Staubwischen und Komposition, Tae-Kwon-Do und Rechnen, Englisch und Ballett, einen Knicks und Koloraturen, Reiten und Stricken, Lebenslust und Disziplin.

Manches jedoch lernte ich nie. Aus Sturheit, Rebellion, Eigensinn, Selbstachtung, Trotz. Es hat mich einige Ohrfeigen, blaue Flecke und Beulen gekostet. Dafür habe ich mir in meinem Leben nichts Wichtiges gebrochen, keinen Arm, kein Bein, keine Rippe, nicht mein Herz, meine Lebenslust, erst recht nicht meinen Glauben an mich selbst. Nur die eine oder andere Regel, manch Versprechen, manchen Schwur. Mein Kern blieb heil.

Und so hangelte ich mich - im chinesischen Jahr des Affen geboren - vergnügt und meist verliebt von Geburtstagstorte zu Geburtstagstorte. Jede einzelne schätzte ich mehr, war doch wieder ein noch größeres Stück Margret zu feiern. Manchen Tag verbrachte ich im Vergnügungspark, manchen mit vielen Freunden, ein paar mit mir allein. Ich feierte nackt am Strand, mit Liebeskummer heulend im Bett, auf dem Pferderücken im Galopp, hochschwanger hoch über den Wolken, mit vierzig Kerzen und aufgeschlagenen Knien, verliebt im Standesamt und desillusioniert vor dem Scheidungsrichter. Meine Geburtstage gestalteten sich wild und bunt, wie mein Leben selbst.

Meine Mutter sagte einmal: "Wie man an seinem Geburtstag ist, so ist man das ganze Jahr." Und weißt Du was? Ich habe immer das Beste daraus gemacht. Ich tue, was ich liebe, an meinem Geburtstag und an allen anderen Tagen auch. Denn allein die Dinge, die ich mit Liebe tue, erinnern mich daran, warum ich geboren wurde. Sie erinnern mich an das riesige Geschenk meines Lebens und daran, dass ich ein Wunder bin.

Geschenke gab es unzählige. Manche entpuppten sich als Leihgaben. Puppen waren selten dabei. Wenn ich nicht artig war, wanderten sie zurück zu Mama. Damals habe ich es nicht verstanden, ich war traurig, enttäuscht, verzweifelt. Doch heute offenbart sich ein Schatz. Die Dinge, die ich zu besitzen glaube, sind mir anvertraut. Sie gehören mir nicht. Das lässt mich leicht loslassen, macht mich für Neues frei. Das Leben war gut zu mir. Es hat mich erbarmungslos-lässig von Prüfung zu Prüfung geschleift. Durchfallen ausgeschlossen. Ich wiederholte, bis ich bestand. Zertifikate gab es keine, aber das gute Gefühl von tollkühnem Trost.

Ich wünsche mir an jedem meiner Geburtstage Sonne. Das ist wohl der Grund, weswegen ich es eilig hatte und nicht bis zum finsteren November wartete. Die Sonne scheint für mich, auch heute. Soweit ich mich zurückerinnern kann, erweist sie mir die Ehre, gratuliert, hält mich in warmen Armen und strahlt mich an. Ich strahle zurück. Mein Freund, der Wind, lässt bunte Blätter für mich tanzen, viel besser als Papiergirlanden.

Ich nehme einen tiefen Atemzug voll Leben und danke, dass ich sein darf. Mit mir, mit Dir, mit dem Fluss des Lebens, Frischzellen-pur. Hier bin ich: ozeangebadet, windgetrocknet, sonnengeölt. Taumelnd vor Vergnügen, so alt, so jung, so unvernünftig-übermütig.

Happy birthday to me.

 

Vielleicht willst auch Du Dein Leben nach Lust und Laune wählen, zusammenstellen und garnieren, wie Deine Lieblingspizza. Einmal mit Allem und extra viel Lust?

Vielleicht willst Du Dich vertrauensvoll in den goldenen Fluss des Lebens stürzen, auf seinen Erfolgswellen surfen, um Dein Ufer, Deine Blaue Lagune zu finden. Es ist möglich, wenn Du es für möglich hältst. Dieses Buch möchte Dein Kompass sein. Hast Du Laune und Lust, Deine Kapitänsmütze aufzusetzen, die Segel zu hissen und in See zu stechen? Ahoi.

 

Wie ich zum Schreiben kam

Die besten Dinge widerfahren Dir in der Not. Dann hast Du die Not nötig. Ich auch. Auf meinem Geburtstags-Tiramisu brannten gerade dreißig Kerzen, ich steckte in einem eleganten Versace-Overall und in einer großen persönlichen Krise. Einige meiner Freunde kamen einem Desaster gefährlich nahe, als sich beim Ausblasen der Kerzen der Kakao auf ihre Gesichter legte. Kräftige Lungen hatte ich schon immer, schwarzen Humor sowieso.

 

Ich stand, mit meinem Latein am Ende, vor einem beruflichen Scheiterhaufen. Eine vielversprechende Beziehung hatte ich gleich mit in die Flammen geworfen. Das Feuer loderte hell und erwischte mich am Schopfe. Als Dickkopf scheute ich mich nicht vor Schmerzen. Doch diesmal waren sie heftig. Das Feuer brannte heiß und schmerzte fürchterlich, während der Strudel meines Schattens versuchte, mich unter Wasser zu ziehen. Ich strampelte mit aller Kraft, um immer wieder mal eine Lunge voll Luft zu schnappen, bevor ich erneut ins Unterwasser abtauchte. Luft schnappen bedeutete Feuer atmen. Untertauchen bedeutete ertrinken. Scheiß Situation. Du hast, wie immer, die Wahl, selbst, wenn es zwei Folterkammern sind.

 

Liebeskummer und keinen Plan, was ich nun mit meinem Leben anfangen sollte. Wenn man dieses Tohuwabohu denn Leben nennen konnte …

Ich suchte Rat bei diversen Hotlines. Du weißt schon: Diese mit der 0900 vorne dran. Ich ließ den Telefonhörer glühen, die Abrechnung glühte besser. 2000 DM. Und so war am Ende vom Geld noch immer ganz viel Monat übrig. Ich habe wenig Suchtpotenzial. Nun gut, vielleicht bei Schuhen mit schwindelerregend hohen Absätzen.

 

So zog ich die Notbremse und den Stecker vom Telefon. Ich kaufte ein Tarot-Deck für ein paar Mark und begann, den Tarot zu studieren. Es heißt ursprünglich: DER TAROT. Sicher hat ihn ein Mann erfunden und so nenne ich ihn nun liebevoll „Mister Tarot“.

 

Jawohl. Ich studierte ihn, Tag ein, Nacht aus. Mein neuer, mysteriöser Geliebter, mit 78 Karten – ohne Kredit: Du musst Dir verdienen, was Du nutzen willst. Manchmal redselig, oft verschwiegen und immer widerspenstig. Manchmal zog sich Mister Tarot in seine Höhle zurück. Er antwortete nicht. Ließ mich links liegen, klaute mir meine warme Decke. Die Tage und Nächte waren zu kurz, um genug von ihm zu wissen, zu kriegen, zu verstehen. Ich verschlang jede Karte, gleich einem Almosen. Ich käute sie wieder, verschlang sie erneut, verdaute sie schließlich.

 

Mister Tarot wurde zu meiner Heimat, zu meiner besten Freundin, zu meinem Geliebten und zu meinem Kühlschrank, denn oft vergaß ich das Essen.

 

Irgendwann wagte ich erste Prognosen. Zuerst bei mir selbst, danach bei anderen. Viele sollten folgen und irgendwann folgte mir Mister Tarot wie mein Schatten und hielt mich auf Trab. Er hatte sich in mich verliebt, in meinen rebellischen Dickkopf, in meine überirdische Disziplin, in meine euphorische Ungeduld. Nun ja, er ist eben ein Mann – und ich seine perfekte Frau. Mein Glück.

 

Schwanger mit einem Buch

Ich kam mit einem Geburtsfehler zur Welt: Prinzessinnensyndrom. Keine Gardine war vor mir sicher, kein Lametta, kein glitzerndes Band, nichts, das man sich um den Hals binden konnte.

Meine Mutter wünschte sich einen Jungen und so hatten Prinzessinnenkleider strenges Hausverbot. Doch ich holte nach, sobald ich auf eigenen Beinen stand. Ich kaufte, sammelte, nähte und gründete 2006 mein eigenes Modelabel. Nun konnte ich meiner Sucht offiziell Ausdruck verleihen, hatte das beste Alibi.

Acht Jahre später schloss ich mein Geschäft, einem Burnout nahe. Oft hörte ich meine Seele flüstern: „Schenke den Menschen innere Schönheit, Margret. Mode gibt es längst genug.“ Schließlich hörte, kapierte ich. Eine Hypnoseausbildung später kam ich dem Schreiben näher. Doch zuerst kam mein Mundwerk zu Wort.

Moderierend, quasselnd, Lebenslust verbreitend, arbeitete ich ab Spätherbst 2015 bei einem Schweizer Esoterik-TV-Sender. Ich coachte, beriet, legte Karten zum exklusiven Minutentarif. Zwischen den Anrufen und Fragen dachte ich laut und deutlich über das Leben und die Liebe nach.

Woher kommen wir? Wo gehen wir hin? Wonach suchen wir? Worin liegt der Sinn? Warum halten wir fest? Wie lassen wir los? Was bleibt am Ende unseres Lebens? Was ist Selbstliebe? Warum lügen wir manchmal? Gibt es die eine Wahrheit? Die große Liebe? Wie oft fallen wir hin? Warum stehen wir wieder auf? Was bringt der neue Morgen? Warum sind Beziehungen so kompliziert? Und wieso trifft man den einen Menschen, der Dein Leben für immer verändert? Wieso kann man nicht zusammen sein? Gibt es ein Happy End? Unter welchem Stein liegt Glück? Ist Angst gut? Wieso jagen Frauen? Sind Männer manchmal treu? Ist die Ehe überholt? Haben wir bald Cyber-Sex? Findet der kleine Prinz zurück zu seiner Rose?

 

Die Zuschauer lauschten, liebten meine Weisheiten, wollten mehr davon. Meine Sendungen waren zu kurz. Und ich wollte senden. Senden kann ich auch ohne TV. Ich kann schreiben, Du kannst lesen.

 

Zeit für SM: Nicht Single Malt, nicht Sadomaso, vielleicht SoulMate. Zeit für Social Media, für Facebook. Eine Seite musste her:

https://www.facebook.com/Margret.Soulmates/

Hier begann ich mein tägliches orales Orakel: „The couple of the day".

Täglich ziehe ich zwei Tarot-Karten, denke laut, spreche es aus, höre mir zu, schreibe es auf.

Ich schrieb und schrieb. Täglich, unermüdlich, freudig. Immer noch.

Die Kommentare und E-Mails häuften sich. Oft hatte ich Tränen in den Augen, so sehr berührten mich die Reaktionen.

 

Mister Tarot hilft mir, meine Lebensweisheiten in leichte Worte zu kleiden. Ich selbst helfe „Mister T.“ beim Anti-Aging und beim Styling. Er darf moderner, aktueller, lebensfrischer werden. Durchaus besitzt er das Potenzial, ewig zu leben. Das darf man sicher auch in seinem Gesicht und an seinen Klamotten erkennen. Also übe ich mit „Mister T.“ täglich Kopfstand. Pünktlich um 4.20 Uhr am frühen Morgen. Das hilft uns beiden, frisch, gesund und munter zu bleiben und täglich jünger auszusehen.

 

Risiken und Nebenwirkungen beim Lesen dieses Buches

 

Herzhaftes Lachen, fallende Groschen, vergnügte Augenblicke, turbulente Ruhe, geballte Energie, berechtigte Hoffnung, strahlende Augen, gute Laune, Verlust von Trübsinn, wachsende Lust, magische Momente, Glückseligkeit.

 

 

Was ist überhaupt ein Orakel?

Orakelt wird seit Urzeiten. Man nehme einen Gegenstand oder auch zwei oder drei. Man wirft, legt, quetscht, schwingt oder schlägt sie. Sie schlagen zurück: mit Rat! Es gibt zum Beispiel Runenwerfen, Handlesen, I Ging, Numerologie, Kaffesatzlesen, Pendeln, Bleigießen und Kartenlegen.

Hast Du vor einer Entscheidung schon einmal Münzen geworfen? Das nennt man Münzorakel.

Dann gab es auch Paul, die Krake. Das Tentakel-Orakel. Er orakelte bei der Fussball-WM korrekt alle Spiele mit deutscher Beteiligung.

Du kennst doch auch sicherlich das Spielchen mit dem „Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich…“. Unzählige Margeritenköpfchen und Gänseblümchen mussten in meinen Kindertagen dran glauben. Weil ich es eben unbedingt wissen musste. Immer und immer wieder.

Und nun hältst Du dieses Buch hier in den Händen. Es hat Antworten auf unzählige Fragen, macht Spaß und glücklich. Probiere es und tob Dich aus.

 

 

Ein Orakelbuch für Dich allein und für die ganze Welt

 

Viele Wege führen ins schöne Rom. Alle Wege führen nach Hause. Es ist ganz egal, welchen Pfad Du beschreitest, welche Gipfel Du erklimmst, in welchen Tiefen Du versinkst. Du kannst Dich nicht verirren, kannst nicht verloren gehen, kannst nicht scheitern. Du kannst so tun, als ob.

Am Ende des Theaters kehrst Du heim, nach Hause, zurück nach Elysium, ins Liebesnest vom Leben.

Mein Orakel führt Dich heim, weil Du sowieso nach Hause kehrst. Doch in seiner Kutsche reist Du sanft. Mal mit PS, auf Schienen, mal auf Adlerschwingen, mal auf dem roten, fliegenden Teppich, mal mit der Rakete, immer im Fluss des Lebens. Es führt Dich stets nach Hause. Jedes Kapitel ein Wegweiser, jede Antwort ein Willkommensgruß, jeder Buchstabe eine Hommage an Deine Kraft, ein Kuss ans Leben.

 

Wenn Du eine Frage hast, dann geht es niemals um die Antwort. Es geht stets darum, wer Du werden musst, um die Antwort zu erhalten, die Du Dir erhoffst. TARI TARA TAROT motiviert Dich, Dein Leben selbst in Deine Hände zu nehmen, es nach Lust und Laune zu gestalten und das berühmte Pferd von hinten aufzäumen.

Und wenn Du mal nicht weiterweißt, mach eine Pause. Iss ein Eis, Schokolade, Salami, Marshmallows, ein Steak. Hab guten Sex. Zu zweit, allein – egal. Nimm auch Dein Sexleben selbst in die Hände.

Für jene, die Spaß wollen, ist es ein amüsantes Orakel. Für alle, die mehr wollen, entpuppt es sich als Zauberbuch. Wie immer kommt es auf die Frage an.

Stelle die richtige Frage.

 

 

Gebrauchsanleitung:

 

Welche Fragen beantwortet dieses Buch?

Du erhältst Antworten zu den Fragen Liebe, Beruf, Sex und Mensch. Für alle anderen Bereiche dienen die Kategorie „Allgemein“ und die „Assoziationen“. Der Tipp des Tages sagt Dir, wie Du Dich heute am besten verhältst. Passiv? Aktiv? Die goldene Mitte?

 

TARI TARA TAROT liebt intelligente Fragen. Am besten fängst Du mit Wie?, Was? oder Welche? an:

Wie entwickelt sich mein Unternehmen, Vorhaben, Projekt (Kategorie Beruf)?

Welches Abenteuer erwartet mich bei meinem nächsten Rendezvous (Kategorie Liebe)?

Was kann ich heute tun, um ins Glück zu fallen (Kategorie Allgemein)?

Was ist Andreas für ein Mensch (Kategorie Mensch)?

Wie beende ich den Kampf gegen mich selbst (Kategorie Liebe, Allgemein)?

Was kann ich heute für guten Sex tun (Kategorie Sex)?

 

Manchmal lässt sich eine Antwort nicht sofort umsetzen. Bleib geduldig und beharrlich. Arbeite an Deiner Idee und Deinem Ziel. Achte darauf, ob sich Dein Ziel verändert, anpasst, modifiziert. Lass Dich im Fluss des Lebens treiben.

 

 

Der Akt des Orakelns

 

Neunundachtzig Orakel beherbergt dieses Buch. Ich hatte mir neunzig Orakel in den Kopf gesetzt – TARI TARA TAROT bestand auf neunundachtzig. In einer frühen Morgenstunde fragte ich mein Buch: „Was gefällt Dir denn an neunundachtzig Orakeln so gut?

Buch: „Die Mauer“

Ich: „Welche Mauer?“

Buch: „Die Berliner Mauer fiel 1989. Du warst dabei, als sie fiel. Du weißt, wie Freiheit schmeckt. Lass die Menschen Freiheit und Selbstbestimmung kosten. Freiheit macht froh.“

Ich: „Ich erinnere mich klar und deutlich. So, als wäre es gestern geschehen.“

Buch: „Außerdem gefällt mir die Quersumme ziemlich gut. Die Siebzehn führt zum Stern. Mögest Du mit Deinen Worten vielen Menschen ein Lichtlein sein.“

Ich: “Es sind Deine Worte, liebes Buch. Ich habe sie nur aufgeschrieben.“

Buch: „Darin besteht die Meisterleistung. Es liegen viele Bücher hier oben bei mir rum. Die Kunst besteht darin, den Autor zu finden, der offen für das Buch ist. Freue Dich, Du hast das gut gemacht.“

Ich: „Jetzt reicht es, ich werde rot! Ich wünsche Dir auf Deinem Weg viele begeisterte Leser, tanzende Herzen, jubelnde Seelen. Mögest Du von denen gefunden werden, für die Du Balsam bist.“

Buch: „So ist es. TARI TARA TAROT!“

 

 

 

     1.   Stelle eine gute Frage. Eine, die Dich weiterbringt. Schreibe sie auf ein Blatt Papier.

     2.   Schließe Deine Augen. Atme eine Minute tief und sanft. Konzentriere Dich auf Deine innere Stimme. Was fühlst                 Du? Was flüstert sie? Öffne die Augen. Schreibe spontan eine Antwort ............unter Deine Frage.

     3.   Nimm nun das geschlossene Orakel-Buch. Bleib bei Deiner Frage. Atme sie ein. Atme sie aus. Öffne das Buch an               einer x-beliebigen Stelle. Lies die betreffende Kategorie, erhalte die Antwort. Alternativ kannst Du auch an eine                   Zahl zwischen 1 und 89 denken. Du könntest 89 Zettelchen schreiben (1-89) und mit Deiner Lieblingshand einen               Zettel ziehen. Wenn Du die ebook-Version benutzt, denke an eine Position zwischen (kriege ich noch vom                           ............Setzer) und lies auf der gewählten Seite. Sei erfinderisch.

     4.   Vergleiche Deine Antwort mit der Antwort aus dem Buch.

 

Nutze das Orakel als Übung für Deine Intuition. Deine innere Stimme ist sanft und weise. Niemals laut, doch immer klar. Traue Dir selbst am meisten. Deine Wahrheit ist weise. Wenn Dein Boot im Wasser trudelt, bist Du es, der den Anker wirft.

 

 

 

 

Kategorien

 

Allgemein

Welche Energie besitzt Dein Tag? Was kannst Du heute am besten tun und lassen? Wo ist der Himmel blau, wo reißt die Sonne auf? Wie kommst Du in die Gänge, ins Leben, in die Lust?

 

Liebe

Liebe fängt bei Dir selbst an. Hier geht es um den Spiegel, den unsere Partner uns vorhalten. Es geht darum, was das mit Dir macht und wie Du Dich von Projektionen lässt, Dein Spiegelbild umarmst und heil wirst. Verschwinde hinter den Spiegeln, heile, werde und (er)lebe die größte Liebe Deines Lebens. Wirklich. Wahrhaftig. Endlich!

 

Sex

Wie treibst Du es heute am besten? Mit Deinem Schatz? Mit Dir allein? Falls Du Single bist – mit einem Fremden? Natürlich geht es immer auch allein. Selbstliebe ist auch Sex mit Deinen beiden Händen, dann seid ihr immerhin schon zu dritt. Das Kopfkino ist für jeden geöffnet und hier darfst Du es mit jedem tun. Probiere Dich aus, treib es wild und kunterbunt. Wirf Tabus über den Haufen, beerdige sie.

Wenn Du wissen möchtest, welchen Sex Du mit einer bestimmten Person haben könntest: Nur zu! Befrage das Orakel.

 

Beruf

Auf den Pfaden Deiner Berufung erhältst Du hier wertvolle Meilensteine, Wegweiser, Streckenposten.

Stimmt die Richtung, die Lust, das Motiv? Kannst Du Dich reinknien oder hältst Du Dich besser vornehm zurück?

 

Mensch

Denke an einen bestimmten Menschen und lies die Antwort. Du kannst nun wirklich hellsehen. Zugunsten des künstlerischen Ausdrucks habe ich mal SIE, mal ER geschrieben. Es spielt keine Rolle, welches Geschlecht ich erwähne. Denkst Du an einen Mann, trifft die Aussage auf ihn zu. Denkst Du an eine Frau, dann passt das Orakel für sie. 

 

Tipp des Tages

Was kannst Du heute tun, um Deinem Ziel, Deinem Glück, Deiner großen Liebe näher zu kommen? Wer musst Du werden, um Dein Ziel zu erreichen?

 

 

Assoziationen

Hier wird Dir jede Frage beantwortet, die nicht in eine der vorgeschlagenen Kategorien passt. Lies die Assoziationen komplett durch. Lass sie auf Dich wirken. Welche Bilder entstehen, wenn Du an Deine Frage denkst? Was versetzt Dich am meisten in Wallung? Worauf reagierst Du am stärksten? Genau das ist Deine Antwort. Schreibe es auf. Sei ehrlich zu Dir selbst. Am stärksten tragen die Dinge zu einer Antwort bei, die ein Nein oder einen Widerstand in Dir auslösen.

Bedenke: Du willst keinen Selbstbetrug, Du willst Wahrhaftigkeit, eine klare Antwort auf Deine Frage.

 

 

 

 

 

DANKE

Ich könnte unzähligen Menschen danken, die mich auf den Weg geschubst, gestoßen, mir in den Hintern getreten haben. Ich tue es persönlich bei jedem Einzelnen.

Ich bedanke mich bei all meinen Freunden, beim Leben, bei Dir, da Du diese Zeilen liest. Ohne Dich wäre ich vollkommen unwichtig. Du machst meine Zeilen wertvoll, nützlich, reich.

Ich bedanke mich bei diesem erfrischenden Buch, dass es mich auserwählt hat, es niederzuschreiben.

Ich bin von unbändiger Freude erfüllt zu sehen, zu spüren, zu erleben, wie beharrlich es seinen Weg findet. Wie unermüdlich es von Hand zu Hand, von Herz zu Herz hüpft, tanzt, springt, tollkühnen Trost, stürmische Hoffnung und stilles Glück verteilt, als gälte es, die Welt zu retten. Meine Welt hat es bereits gerettet. Ich durfte es schreiben. Ich sitze demütig und dankbar mit einer großen Tasse Karamell-Toffee-Nut-Latte bei Starbucks im Glattzentrum in der Nähe von Zürich. Menschen lachen, streiten, reden, weinen, leben. Doch ich sitze verklärt, versunken in unbeschreiblicher Glückseligkeit, in Dankbarkeit für jeden meiner Tage, für jede Träne, jedes Stolpern, jeden Jubel, jeden Schmerz. Ich bin, was ich werden wollte und immer noch werde: Glück. Danke.

 

Ich danke Dir, meine geliebte Carla, da Du mich nun seit 23 Jahren durch Sturm und Drang begleitest, mich hinterfragst, mir die Sporen gibst und manchmal versuchst, mich zu zügeln. Ich bin oft durchgebrannt und immer zurückgekommen. Du hast meine Hoffnung auf eine Busenfreundin, Seelengefährtin, Herzensfreundin gestillt. Du hast oft so viel mehr in mir gesehen, als ich es konnte. Du liegst mir seit Jahren in den Ohren, ein Buch zu schreiben, hast mich liebevoll gezwungen, unablässig an mich geglaubt. Wenn ich eine First-Lady habe, bist Du meine. Von Herzen, in Liebe, Danke.

 

Meine liebe Oma, wo immer Du jetzt weilst, ich spüre Dich bei mir. Du warst mein Engel und bist es noch. Das Leben zeigte weiche Züge, Güte, Heimat, wenn Du in meiner Nähe warst und noch immer bist. Ich las Schiller mit neun, Goethe mit zehn und seinen „Faust“ mit elf. Du verteiltest wundersame Worte wie Karamellbonbons. Du betanktest mich mit Wärme, Ruhe, Neugier, niemals mit Gleichgültigkeit. Du gabst mir Freiheit, Heimat und Bücher, machtest mich fit in Grammatik und Orthografie.

Du stecktest viel in mich hinein und holtest noch viel mehr aus mir heraus. Ich liebe die deutsche Sprache, die Du in mein Herz legtest, pflanztest, düngtest.

Du glaubtest felsenfest an mich, mein Talent, meine Wahl. Mein Ur-Vertrauen wurde durch Deine Liebe unerschütterlich. Du lehrtest mich loszulassen, warst die Hingabe in Person. Wo wäre ich heute, ohne Deine unbeschwerte Liebe, Deinen stolzen Glauben, Deine unbändige Lust zum Leben? Jetzt bin ich hier, weil Du mich liebtest. In Dankbarkeit, Liebe, Frohmut, Deine kleine Hexe.

 

Ich danke den besonderen Menschenengeln, die mein Leben berührt, zerpflückt und auf den Kopf gestellt haben. Jenen, die mich liebten, jenen, die ich liebte. Ihr lehrtet mich, aus einer Wunde ein Wunder zu machen. Mein Leben ist fröhlich, bunt und leicht. Ich fühle mich frei und beflügelt.

 

Ich bedanke mich bei DIR, da Du dieses Buch in den Händen hältst und es dadurch wertvoll machst. Ohne Dich wäre es nur ein Ding – mit unzähligen, unnützen Seiten. Doch Du lässt seine Worte sprudeln, tanzen, klingen. Du öffnest es, befreist seine Weisheit, Power, Energie, damit es mit Dir zaubern kann.

 

Genug, genug! Zeit, die Zauberwelt des Orakels zu betreten und der Zukunft in ihre besten Karten zu schauen.

 

Deine Margret

 

 

 

 

1. Wenn die MÄSSIGKEIT mit dem GERICHT ...

 

Lange Rede – kurzer Sinn

Bade freudig im Fluss des Lebens, die Lösung erwartet Dich bereits am nächsten Ufer.

 

Allgemein

Geduld ist Weisheit. Alles hat seine Zeit. Unsere Gedanken und Gefühle bestimmen das, was sich in unserem Leben zeigt. Beide sind schöpferisch. Zusammen in ein Glas geschmissen, entsteht ein hochwirksamer Cocktail, der – hinter die Binde gegossen – deinen Lebensfilm in Gang setzt.

Der Film startet mit Verzögerung, wie im Kino nun mal üblich. Ein bisschen Werbung, etwas Popcorn, noch ein Eis. Dann geht es los. Lovestory? Drama? Komödie? Thriller? Märchen mit Happy End? Was darf es denn sein? Wie heißt der Regisseur Deiner Gedanken und was hat er da inszeniert? Die Zeitverzögerung erschwert oft das Verstehen Deines göttlichen Schöpfungsinstruments. Doch das Gesetz funktioniert.

Wenn Du jeden Tag eine halbe Tafel Schokolade zusätzlich frisst, kannst Du es irgendwann auf Deinen Hüften spüren. Es dauert ein paar Wochen, doch Du wirst Dich daran erinnern: Aha, es ist die Schokolade.

Wenn Du täglich fünf Tafeln schnabulierst, ohne Dich zu übergeben, geht es schon schneller. Du bringst ein zusätzliches Kilo locker in zwei Tagen auf die Waage. Der Aha-Effekt ist sofort da. Ursache – Wirkung.

Erinnere Dich in Zukunft bei jedem ungewollten Vorfall: Was habe ich bloß gedacht, gefühlt? Mache Dir klar, dass die Ereignisse in Deiner Verantwortung liegen.

 

Zwei Engel, Hand in Hand, verheißen göttliche Fügung. Wer auf den Himmel vertraut, ist gut beraten, hat Geduld, denn die Zeit ist eine Illusion, die wir in Gold und Silber am Handgelenk tragen. Manchmal ist sie eine Sonnenuhr, die am Abend und bei bewölktem Himmel verschwindet. Sie ist ein menschliches Vehikel, eine Krücke, auf die wir uns stützen, um uns zu orientieren.

Doch ohne Krücke läuft es sich eleganter, besonders in Louboutins.

 

Das GERICHT wirbt auch für drei große L: Lockerheit, gute Laune, Liebe. Und mit diesem Trio von Attributen kann Dir gar nichts passieren – außer Knutschflecken.

Die MÄSSIGKEIT steht für das doppelte M: Maß halten und Mittelweg. Es muss ja nicht 90/60/90 sein, jedoch ist

Maß halten in unserer zügellosen Gesellschaft etwas fast Vergessenes.

Maß zu halten bringt uns in unsere Mitte. Und wenn wir in unserer Mitte ruhen, lässt es sich leicht gute Laune haben. Der Weg der Mitte ist nicht der Weg der Mittelmäßigkeit.

Die Mäßigkeit vereint die beiden Seiten der Medaille, sie vermittelt zwischen Kopf und Herz, Schwarz und Weiß, Yin und Yang. Das nennt man das „Tao“.

 

Liebe

Heute ist der perfekte Tag, um einen gewaltigen Schatz zu heben. Captain Silver is alive and kicking. Die Schatzinsel schlummert jungfräulich und die „Hispaniola“ wartet bereits, um mit uns in See zu stechen.

Wer jetzt in seiner Mitte ruht und auf einen besonderen Menschen trifft, für den ist dieser Tag vielleicht ein Anfang in eine wunderbare Zweisamkeit.

Das Gericht wirbt für die Erlösung von einer Lebenslüge. Scheintote Beziehungen bekommen die Chance in Ehrlichkeit und Frieden auseinanderzugehen. Für solche Liebschaften wird es Zeit, den Stecker für die Herz-Lungen-Maschine endlich zu ziehen.

Die Mäßigkeit hilft, den richtigen Ton zu finden und respektvoll Abschied zu nehmen.

 

Sex

Sexuelle Energie ist Lebensenergie. Hier und heute geht es darum, sinnlich Stunden zu erleben, sich in die Augen und ins Herz zu sehen, und schließlich in trauter Zweisamkeit tanzend zu verschmelzen. Die Gesichter des Sex sind mannigfaltig. Heute ist er wie ein guter Walzer im Dreivierteltakt, den anderen achtend, Deinem eigenen Ruf folgend. Lust im fröhlichen Fluss.

 

Beruf

Gewissenhaftes Arbeiten wird belohnt. Wer beständig dranbleibt, Notwendiges tut und die schönen Seiten des Berufes auskostet, der kann sich im Job auf Anerkennung und Belohnung freuen. Wer etwas auf dem Herzen hat, der ist gut beraten, heute mit seinem Vorgesetzten zu reden. Übrigens: Dein Boss ist auch nur ein Mensch. Die Tagesenergien sind äußerst günstig, um zu bekommen, was Du nötig hast.

 

 

Mensch

Als Personenkarte haben wir es hier zum Beispiel mit einem Mediator und Therapeuten zu tun, der uns hilft, ausgeglichen zu werden. Vielleicht zeigt diese Karte auch einen gütigen Richter an, der beide Seiten genau prüft und zum höchsten Wohle aller entscheidet.

Auf jeden Fall triffst Du auf eine sehr weise, gereifte Persönlichkeit, die in sich ruht und sich von ganzem Herzen Deinem Anliegen widmet.

 

 

 

Tipp des Tages

Bleib geduldig und guter Dinge. Übe Dich in Geduld und konstruktivem Denken.

 

 

Assoziationen: GERICHT

 

     -    Folge Deinem Ruf, finde Deinen Weg, Deine Tür, Deinen Schatz.

     -    Frage Deine Seele, lausche ihrem Flüstern. Meditiere. Erwarte die Antwort.

     -    Folge Deinem höheren Bauplan, Deinem Seelenziel. Vertraue. Du hast Weisheit hinter den            Ohren.

     -    Annahme

     -    Die Blumen der Geduld stehen in voller Blüte.

     -    Erlösung und Befreiung von Lebensumständen: Du hast es geschafft, Du hast Dich                    hingegeben, bist Dir treu geblieben.

     -    Wenn plötzlich alles Sinn macht …

     -    Wenn Du die Ex-Kämpfe Deines Lebens nun mit einem herzhaften Lächeln kommentierst …

     -    auf dem Siegertreppchen der Persönlichkeitsentwicklung

     -    Wenn eine Lektion sitzt, ist das Musik für die Seele.

     -    Der Verstand ist mittlerweile geschmeidig.

     -    Wenn Leid von Dir abfällt wie die welken Blätter vom Herbstahorn …

 

Assoziationen: MÄSSIGKEIT

 

     -    Wenn jeder sich auf ein Ende stürzt, nimm die Mitte.

     -    Nicht Schwarz, nicht Weiß: Denke bunt.

     -    Meide Extreme, vereine sie.

     -    Vermittle, schlichte, heile …

     -    Schaukle und wippe mal wieder, spüre die goldene Mitte.