Vier der Münzen & Zwei der Münzen für die Dualseele

Die Vier der Münzen & Zwei der Münzen

Lernaufgabe Dualseele: Klammern oder Tanzen?

Du hältst mich fest.

Auch wenn du dich nicht bei mir meldest,

der Schraubstock deiner Gedanken schiebt sich langsam zu.

Er quetscht mich ein. Drängt mich in eine Ecke. In deine Ecke.

In die Ecke deiner Bedürftigkeit.

Dort leckst du deine Wunden. Du glaubst, sie sind von mir.

Dort wartest du, dass ich dich verarzte. Mit Trost und Pflaster.

Mit einer Infusion von Liebe, die ich dir nicht geben kann.

Weil du sie dir nicht gibst.  

Ich kann nur dein Spiegel sein.

An jedem Tag.

Zu jeder Nacht, in der du dich nach mir verzehrst.

Was du im Spiegel siehst, gefällt dir nicht? 

Das Spiegelbild kann sich nicht ändern, wenn das Original keine Lust zum Wandel hat.

 

 

Ich will  mein Leben leben. Nach Lust und Laune. Wie es mir beliebt.

Deine Liebe klebt, wie Kunsthonig aus der Tube.

Und doch sagst du, das wäre bedingungslos. 

Du sagst, du hast noch niemanden so geliebt.

Du sagst, ich würde mich nicht entwickeln.

Doch das stimmt nicht.

Ich entwickle mich tagtäglich.

Nämlich von dir weg.

Weil die Umklammerung deiner Gedanken Gift für meine freie Seele ist.

 

Entlasse mich aus dem Schraubstock deiner Gedanken.

Schenke mir Freiheit, wenn du weiterkommen willst.

Schenke mir Freiheit, damit ich weiterkommen kann.

Sonst ändert sich in hundert Jahren nichts, auch nicht im nächsten Leben.

 

 

Lass mich los. Kümmere dich um deinen Geist. Um dein Ego.

Um dein Loch im Seelenstrumpf. Fang dich selber an.

Lass das Leben endlich durch dich tanzen.

Dazu hast du mich getroffen. Dazu tuen wir uns weh.

Akzeptiere, dass ich nicht bei dir sein kann.

Hab Spass. Jetzt erst recht.

Wiege dich in den Wellen der Gezeiten. Wäge ab, was du erleben willst.

Es geht um dich. Es geht immer nur um dich. 

Nimm Leichtigkeit für bare Münze, finde den goldenen Mittelweg.

Deinen Weg.

Das Leben fließt durch dich und spült dich weiter.

Lass dich im Ozean vom Vertrauen treiben.

Erinnere dich.

Du brauchst mich nicht. Du suchst nach dir.

In mir kannst du dich doch nicht finden. Nicht jetzt, da du in dir noch nicht glücklich bist.

Lass mich zurück. Gehe locker deinen Weg zurück nach Hause.

Und wer weiss, vielleicht treffen wir und eines Tages dort.

 

Schönen Dienstag, Deine Margret