Der Turm und die Neun der Kelche

Der TURM & die NEUN DER KELCHE

Ist erst die Schale ab, schmeckt die Nuss

 

Allgemein

Bedrohlich wirkt der TURM, der seine Spitze schon verloren hat. Der Blitz schlug ein, der Donner grollt bedrohlich,

das Feuer tut den heißen Rest. Rette sich, wer kann.

Hier macht das Leben keinen Unterschied: ob König, Bettler, Millionär – der TURM ist unbestechlich.

Er dient dem Fortschritt, läßt Mauern explodieren, wenn Leben erstarrt.

 

Feuerwerk zur Ungezwungenheit! Was geht zu Ende? Welche blickdichte Fassade fällt,

damit Dein grünes Pflänzchen wachsen und gedeihen kann? Was will ans Licht?

Der Turm bricht, wenn er zum Gefängnis wird. Wenn Leben im Koma erstarrt, wenn Wachstum an tödliche Grenzen stößt, wenn Entwicklung verkleistert, wenn Liebe klebt.

Dann zucken Freiheitsblitze, dann toben sie: die Donner der Revolution.

 

Die NEUN DER KELCHE hat das alles längst schon hinter sich. Sie grüßt aus naher Zukunft, lächelt weise und befreit.

Ihr properes Pflänzchen hat ein paar Pfunde auf dem Stengel und schon viele fette Früchte abgeworfen.

Sie glänzt und frohlockt im Licht. Die NEUN DER KELCHE nimmt sich nicht mehr wichtig,

sie nimmt sich den Luxus vom Sinn.

Sie braucht nicht, sie hat.

Sie will nicht, sie wählt.

Sie lebt nicht in der Zukunft, sie geniesst im HIER, sie treibt`s im JETZT. 

 

Liebe

Manchmal bricht die „heile Welt“ einfach so entzwei. In tausend Stücke. Wie ein Lieblingsglas, dass zu Boden fällt.

Doch wie heil ist eine Welt, die nun zerbricht? Wie geschmeidig ist ihre Form?

Wieviel Freiheit bieten ihre Mauern, wieviel Wachstum ließ ihre feuerfeste Kruste zu?

 

Wenn die Eierschale springt, schlüpft das Küken, wenn der Cocoon bricht, entpuppt sich der Schmetterling,

wenn Du zunimmst, platzt Du aus allen Nähten. Wenn Deine Liebe wächst, bricht die zu starre Welt.

Alles macht Sinn. Am Ende wartet lustvoller, vergnüglicher Genuss, saftig-pralle Reife, prickelndes Gedeihen,

eine Wahrheit – schöner als Dein Traum.

Lass den Staub zu Boden rieseln, schüttle Dich, steige gleißend wie Phönix aus der grau-blassen Asche:

Du zollst der Liebe zu Dir selbst Tribut. Das ist jedes Opfer wert. So, wie Du Dich selbst umgarnst,

verführst und liebst, so wirst Du geliebt. Die größte Liebe beginnt in der Kammer vom eigenen Herz.

 

Sex

Das hier zerfetzt Deine Haut, zerstört Deinen Schutzwall, trifft Dich im Seelenmark.

Vielleicht ist es ein ungeplanter One-Night-Stand, der Dir gibt, wonach Du Dein ganzes Leben suchst?

Du bist pur, im Visier einer höheren Macht, Du kannst Dich nicht verstecken.

Dämme brechen, Erinnerungen brechen auf und Du spürst endlich, WER DU WIRKLICH BIST.

Hinterher ist nichts mehr, wie es vorher war. Der G-Punkt geheimer Lust ist bloßgelegt.

Du kannst Dich nicht verstecken. Diese Nacht schenkt Dir verheißungsvolle Tiefe nach der Du suchen wirst,

bis ans Ende Deiner Tage. Dieses Gefühl verlangt Veränderung, Wachstum, Wandel.

Du mußt Deine alte Welt in Schutt und Asche legen, um zu nähren, was Du in jener Nacht gefunden hast.

Mit welchem Mensch Du diese Nacht auch teilst, Du wirst ihn wiedersehen.

 

Beruf

Wenn berufliche Strukturen bersten, dann atmet die Freiheit aus. Es ist doch längst zu stickig, viel zu eng.

Kriegst Du noch Luft? Ist Dein Teint rosig, Dein Herzchen weit?  Deine Vision erhebt Anspruch auf mehr Platz,

erlesenere Atmosphäre, turbulente Energie. Das holt sie sich jetzt: sie lässt es blitzen, sie lässt es donnern.

Ihr Gefängnis geht zu Boden.

Nun hat sie endlich Licht. Und Du? Siehst Du Deinen Stern? Willst Du ihn streicheln, ihm danken, ihn polier’n?

Sieh die NEUN DER KELCHE: das ist Dein Gewinn.

Die volle Kornkammer wartet auf Deine Ankunft, damit Du Brot daraus bäckst.

 

Mensch

Ein Kamikaze im Namen vom Glück. Er stirbt tausend Tode, damit er unabhängig leben kann.

Eine, deren Name Freiheit ist und auch jenes, was sie gibt und lebt. Ein Jünger von Zeus, eine Wehe in Deinem Geburtskanal. Viva!

 

Gedankenscanner

Du bist (m)ein schwarzer Schwan, eine Monsterwelle, die mich erst verschluckt und mich dann nackt ans Ufer spuckt.

Du radierst mein altes Leben aus und hauchst mir neues ein. Es ist nicht leicht zu nehmen, was Du gibst.

Du machst mir Angst, die heilt; Du kommst mir auf die faulen Schliche. Doch andererseits: An Deiner Seite ist die Sonnenseite, das üppige Leben, der pure Genuss. Ich müßte sterben, um mit Dir zu leben. Und ich denke schon darüber nach.

 

Mode

Etwas Kaputtes, etwas Dunkles, etwas Goldgelbes oder Gelbgoldenes: Zerfetzte Jeans ein schwarzer Blazer mit goldenen Knöpfen, eine gelbe Tasche? Schwarze Pumps? Eine üppige goldene Gürtelschnalle? Etwas Kaputtgegangenes ist oft wertvoller als etwas Neues, Heiles.

Die Mode bringt es heute auf den Punkt. Fühl Dich wohl. Geniesse Deinen Auftritt.

 

Tipp des Tages

Beantworte folgende Fragen:

Was ist Deine Vision? In der Liebe, im Beruf, für die nächsten fünf Jahre?

Welche Pelle muß platzen, damit Du wachsen kannst? Knack die Nuss. Öffne die Schale. Beiß voller Lust hinein!

 

Affirmation der Phönixe

Ich bin neu. Was nicht mehr zu mir gehört, darf jetzt weichen. Ich erneuere mich, ich wachse größer, werde heil.

Die Zeit der Raupe ist vorüber. Ich bin jetzt ein Schmetterling.

 

Fröhlich-freien Freitag, Deine Margret

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