TARI TARA TAROT – Autor: Margret Marincolo

Du sagst, ich bin herzlos. Du sagst, ich konzentriere mich nur auf meinen Verstand. Du nennst mich hart und unromantisch. Mag sein, dass ich so bin. Wenn du euphorisch am nächsten Luftschloss baust, dann bleib` ich lieber nüchtern. Deine Luftschlösser sind mir zu weit hergeholt. Ich konzentriere mich auf das, was ich mir vorgenommen habe. Ich sehe keinen Grund, mich für die Liebe aufzugeben. So, wie Du das tust. Immer wieder.
Du hälst mich fest. Auch wenn du dich nicht bei mir meldest, der Schraubstock deiner Gedanken schraubt sich zu. Er quetscht mich ein. Drängt mich in eine Ecke. In deine Ecke. In die Ecke deiner Bedürftigkeit. Dort leckst du deine Wunden. Du glaubst, sie sind von mir. Dort wartest du, dass ich dich verarzte. Mit Trost und Pflaster. Mit einer Infusion von Liebe, die ich dir nicht geben kann. Weil du sie dir nicht gibst. Ich kann nur dein Spiegel sein. An jedem Tag. Zu jeder Nacht, in der du
Allgemein Besonnen-felsenfest sitzt der MÜNZRITTER im Sattel. Geduld hat er mit der Schaufel gefressen. Was er will, trägt er zuverlässig in großem Herzen, hat es vor fokussiertem Auge, bleibt stoisch am Ball. Aufgeben hat er nicht gelernt, Beharrlichkeit hat er im Blut. Er weiß, dass jeder kleine Schritt ihn letztlich nach Elysium führt. Konsequenz macht Laune.
Sprühen – Glühen – Blühen. Das AS DER STÄBE sendet Lust auf allen Kanälen. Einem Phallus gleich – ragt es aus himmlischer Nimbuspfote. Am Firmament grüßt fern die Gipfelspitze. Welche Höhen willst Du gern erklimmen? Ideen und Lust sind endlich von der Leine. Der Körper vibriert sich ein, steht ganz auf Frühling und dessen Gefühl, Herzen schlagen schneller und Pheromone fliegen pollengleich durch lockende Lüfte. Potenz wird zu Potenzial und umgekehrt. Volle Begeisterung voraus.
Die Liebe entwickelt sich mit Dir. Wer darfst Du werden um ihre volle Blüte zu genießen? Widerfährt die große Liebe uns? Widerfahren wir ihr? Nur wenn Du selbst erblühst, ziehst Du die Bienen an. Du bist der Gärtner, das Beet, die Blume. Dünge Dich, gieße Dich, drehe Dich ins hellste Licht. Spende Dir auch mal Schatten. Rede Dir selbst beim Wachsen zu. Bleib im Lot, begrüße das Mass, lass Dich nicht köpfen, Dich nicht mir-nichts-Dir-nichts pflücken.
Manchmal ist die Sehnsucht riesengroß. Sie sprengt den Rahmen der Struktur. Von Zeit zu Zeit musst Du die heile Welt verlassen, damit Du Dich selber finden kannst. Verloren auf dem Relation-Ship? Steuermann über Bord? Treibst Du auf hoher See, hast Deinen Stern verloren? In welchen Armen willst Du Liebe finden, wenn Du Dich selbst verlierst? Die Lücke wächst, saugt noch mehr Leere, wird zum Vakuum. Der Rest der Zweisamkeit wird ungekaut verschluckt. Da ist noch so viel Sehnsucht...
Kein Anfang, kein Ende. Du wandelst auf spiralenen Wegen aufwärts. Entwickelst Dich, entblätterst Deine Seele. Dein Wanderkumpan heißt Leidenschaft. Es brennt in Dir. Feuerzungen lecken an Deinen Füssen, zeigen Dir den Weg. Dorthin, wo es heiß ist. Dorthin, wo Du endlich brennst. Du bist ein Fakir Deiner Leidenschaft, Schmerz spürst Du nicht. Du hast ein Ziel. Dir wachsen endlich Flügel. Der Quell Deiner Lebensgeister sprudelt. Die Energieflut naht, Du kannst sie förmlich riechen. Du fühlst
Liebe: Regenbogen Deiner Gefühle, Neunte Sinfonie der Emotionen, das Alles in Allem, Paella von Jetzt, Zukunft und Erinnerung. Du sammeltest Erinnerungen, reihst sie auf an einer Schnur – kostbaren Perlen gleich. Nur deshalb kannst Du heute lieben, so wie Du es eben tust. All das macht Dich reich. Wirf Deine Perlen nicht vor die Säue, sondern bestaune sie. Sei Dir dankbar. Jede einzelne ist so kostbar. Jede einzelne leuchtet dir – Mondlicht-beschienen – den Weg nach Hause.
Liebe auf den Kopf gestellt tut gut, durchblutet die Birne, entlastet das Herz, macht frei. Wo suchen wir im Außen Berge zu versetzen, auf die Du in Deinem Innern klettern mußt? Wo ziehen wir am Gras, damit es schneller wächst? Die Liebe entfaltet sich mit Dir, sie entblättert sich mit Dir. Sie wächst mit Dir und Deiner Größe. Sie kann für Dich nicht sein, was Du (noch) nicht bist.
Trägt der Teufel heute Louboutins, rote Sohlen? Das Messer am Fuß? Prada? Einen engen, sexy Rock? Zeigt er Dir sein Décolleté? Lockt er Dich, auf zweifelhaften Wegen zu flanieren? Führt er Dich aus der Sonne? Hinters Licht? Bist Du der Teufel selbst? Hier präsentiert die KÖNIGIN DER MÜNZEN ihre schattenreiche Seite. Sie will binden und an sich reißen. Sie manipuliert, bis das Kindlein kommet. Sie erhofft sich zu besitzen, was vielleicht schon einer anderen „gehört“.

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