· 

Lernaufgaben für Dualseelen: Die Acht der Schwerter im Tarot

Was sagt dir deine Dualseele / Dein Seelenpartner durch die Karte "Acht der Schwerter" im Tarot?

Geliebte Dualseele:

Mein Ego steckt wie ein Vögelchen im Käfig deiner fragwürdigen Liebe fest. Es singt nicht mehr. Es sieht den Ausgang nicht. Es schlägt nicht mit den Flügeln. Wir beide haben es versaut. Weil wir es noch nicht besser können.

Dein Ego lässt mich noch nicht frei.

Mein Ego kann zwischen deinen Gitterstäben keine Liebe fühlen. Es zieht sich mehr und mehr in die Illusion einer heilen Welt zurück. Es singt dir keine Lieder, es twittert auch nicht mehr. Es stellt sich tot.

 

Du und ich: zwei Sklaven unserer sadistischen Gedanken, die uns knebeln, fesseln und manchmal strangulieren. Bis dir und mir die Luft ausgeht. Bis niemand mehr weiß, wie es um unsere Liebe steht, bis wir uns von der Last der Ewigkeit erdrücken lassen. Für immer gebunden: aneinander. Das MUSS ein Ende haben.

Wir wollen noch nicht fühlen. Wir wollen noch nicht wissen, wie es ohne den anderen wäre. Wir klammern uns an den Gedanken einer zweifelhaften Zukunft fest, bis unser Käfig immer kleiner wird. Bis die Begrenzung den kritischen Punkt erreicht. Bis wir uns geschlagen geben, weil uns der Saft ausgeht. Ich kann nichts für dich tun, solange du dich nicht geschlagen gibst. Denn unter dem Regime vom Ego stirbt unsere Liebe heimlich ab. Im tristen Käfig der Bedürftigkeit. Wenn du mich liebst, dann lass mich fliegen.

 

Schönen Mittwoch,

 

Deine Margret

Questico


"Dualseelen sind wie EIGELB und EIWEISS. Sie müssen sich erst trennen, gerührt und geschlagen werden, um sich dann zum großen Finale im Kuchenteig zu treffen. Oder auch nicht."

Margret Marincolo

Kommentar schreiben

Kommentare: 13
  • #1

    miriam (Mittwoch, 11 Dezember 2019 09:58)

    liebe margret,
    heute bewegt mich nicht so sehr der text. heute bewegt mich das bild dieser frau im käfig. ich habe mich in ihr erkannt.

    ich habe mich in den letzten monaten am ufer meines flusses an einen stein gekrallt. ich musste rasten, mich erholen, kraft tanken.
    ...jetzt habe ich wieder losgelassen...und er reißt mich mit. weiter richtung ozean.

    wünsche dir einen schönen tag und DANKE!
    deine miriam

  • #2

    Margret (Mittwoch, 11 Dezember 2019 11:08)

    Liebe Miriam,
    Es spielt nie ein Rolle, wie die Seele mit dir kommuniziert. Ob nun über Worte oder Bilder – egal.
    Kann es sein, dass du RASTEN musst, weil du kämpfst? Und ist nicht diese RAST selbst der Kampf? Sie in einem treibenden Fluß am Ufer festzuhalten, DAS erfordert die eigentliche Kraft. Das sich Treiben lassen geschieht einfach. Außer "Egon Wille" schlägt vor, ganz entschieden gegen den Strom zu schwimmen:-)

    Richtung OZEAN – die einzige Richtung, die ich kenne. WOW, Danke Miriam.
    Guten Fluß...

  • #3

    miriam (Mittwoch, 11 Dezember 2019 11:32)

    ich weiß jetzt, warum das eiweiß auch eiKLAR genannt wird.
    du bist sehr klar, drückst dich klar und verständlich aus, deine bilder lösen gefühle aus, die klären. WOW!
    du hast eine so ungemeine begabung margret.

    auch MEIN eiweiß hat diese begabung.

  • #4

    miriam (Mittwoch, 11 Dezember 2019 12:07)

    ...ich WEISS, dass meine schmerzende schulter/arm daher rühren, dass ich nicht LOSLASSE. aber dieses wissen nützt mir zeitenweise gar nichts. denn ich weiß nicht, WAS ich loslassen soll, dass dieser schmerz wieder verschwindet. ich weiß nämlich gar nicht so genau, was ich eigentlich so krampfhaft FESTHALTE.

    ...das bild mit dem "am-stein-festhalten" im fluss meines lebens kam mir so oft. ich dachte tatsächlich, dass es notwendig ist, um mich auszuruhen, bevor es wieder weiter geht.
    mein RASTEN ist im grunde nur mit ungeheurer kraftanstrengung möglich, stimmt!
    daher diese schmerzen im arm.

    und wieder ist es da: dieses "fehlende vertrauen" in das leben, das mich doch immer trägt, immer getragen hat.


  • #5

    miriam (Mittwoch, 11 Dezember 2019 12:23)

    es ist manchmal sehr anstrengend, ein eigelb zu sein....

  • #6

    miriam (Mittwoch, 11 Dezember 2019 12:37)

    gibt es auch in deinem leben tage, an denen du dich selbst nicht leiden kannst margret?
    oder etwas an dir, über das du immer und immer wieder drüber stolperst?
    kennst du das gefühl, wieder ganz am anfang zu stehen?
    wie bei "mensch-ärgere-dich-nicht", wo es heißt: ZURÜCK an den START?, weil du vom spielbrett gefegt wurdest?

  • #7

    miriam (Mittwoch, 11 Dezember 2019 15:02)

    ....wer nicht verlieren kann, darf dieses spiel nicht spielen....

    ich habe es mit meinem sohn oft gespielt. ich habe mich nie geärgert, wenn er mein männchen wieder an den start setzte.

    überhaupt, ärgere ich mich nie, wenn ich beim spielen verliere.

    der ÜBERHEBLICHE EGON hat selbst hier seine rolle perfekt gespielt.

  • #8

    Margret (Mittwoch, 11 Dezember 2019 15:44)

    Aber JAAAAAAA, natürlich kenne ich solche Tage. Vielleicht wird es sie immer geben.
    Was ich inzwischen realisiere, ist Folgendes: Das bin nicht ICH, der MICH nicht leiden kann. Es ist nur eine Stimme, die in meinem Kopfkino etwas zu meckern hat. Eine andere Stimme versucht dann, mich zu besänftigen. Wiederum eine andere Stimme eilt der ersten zur Hilfe und dann meckern sie vielleicht im Chor. Manchmal ist da ein ganzer Haufen an Stimmen, die durcheinander quatschen. Manchmal haben die Stimmen auch Körper und dann ist echt was los im Kopfkino.
    Das ist das Spannende. ich mache keinen großen Unterschier mehr zwischen den Menschen in meinem Leben und den Wesen in meinem Kopfkino. In der Innenwelt gibt es großes Kino. In der äußeren Welt gibt es großes Kino.
    Und in der Tat beeinflusst uns die "innere Welt" ganz genauso, wie die "äußere".
    Ob mich jemand DA DRAUSSEN niedermacht, oder ob es eine Stimme im RADIO HEAD ist, spielt überhaupt keine Rolle. Die Wirkung ist die gleiche.

    Und was tue ich dann? Ich FÜHLE. Ich fühle, dass es da Teile gibt, die ich nicht leiden kann. Und ich erkenne, dass die Seele das gerade spannend findet. Es geht nicht so sehr darum, dass ich mich total leiden kann. Es geht nur darum, ob ich die GEFÜHLE leiden kann. Denn es geht ums FÜHLEN.

    Ich kann die Gefühle immer besser leiden. Ich lerne sie nämlich gerade kennen.

    "Mensch ärgere dich nicht " heißt bei mir: MENSCH ÄRGERE DICH! ABER RICHTIG :-)

  • #9

    Margret (Mittwoch, 11 Dezember 2019)

    Wer nicht verlieren kann...

    Es ist keine Frage des KÖNNENS. Es ist eine Frage des WOLLENS. Wir alle können verlieren, weil wir verlieren MÜSSEN.
    Doch die Wenigsten von uns WOLLEN das Gefühl, ein VERLIERER zu sein zulassen.

    Ärgert sich wirklich überhaupt kein Teil in Dir, wenn du verlierst? Ich finde das fast schade. Eine Aufsparung an Gefühl.
    Ich bin der Auffassung, wir sind nur RICHTIG LEBENDIG, wenn wir jede Emotion hin und wieder fühlen, so wie Kinder es tun. Sie surfen durch die Emotionen und bleiben an keiner hängen.
    Und: sie sind lebendig!!!

  • #10

    miriam (Mittwoch, 11 Dezember 2019 17:50)

    da ist es wieder. dieser eine punkt in deinen blogs, den ich (noch) nicht verstehe. wo sich alles in mir wehrt.
    ich will keinen schmerz (mehr) spüren, keine negativen emotionen. es fühlt sich einfach nicht gut an, ich habe angst vor diesen gefühlen.
    dazu gehört wohl auch wut und ärger.
    nein, ich ärgere mich so gut wie nie, wenn ich beim spielen verliere.
    aber ich spüre seit heute auch, dass es irgendwie schade ist. dieses kind, das ich nie ausgelebt habe, drängt an die oberfläche.
    ich bin auch eher der mensch, der "implodiert". in den seltenen momenten, in denen ich meine (versteckte) wut zeige, fühle ich mich "befreit". das fühlt sich dann richtig gut an.
    es sind die reaktionen der anderen, meines gegenübers, die mir angst machen.

  • #11

    Margret (Mittwoch, 11 Dezember 2019 18:07)

    Das, was du NICHT FÜHLEN WILLST, wird MEHR.

    Es gibt keine POSITIVEN oder NEGATIVEN EMOTIONEN. Das ist totaler Blödsinn.
    Emotion ist Energie in Bewegung. Ist eine schnelle Energie besser oder schlechter als eine langsame? Eine scharfe schlechter als eine weiche? Ist ein Vulkan schlecht? Oder Blitz und Donner? So zeigen sich die Emotionen in unserem Bewusstsein.

    Du bist Mutter: Wie war die Entbindung? War der Schmerz schlecht? Ich glaube nicht, weil du ihn nicht als SCHLECHT bewertet hast. Er ist Hebamme für ein neues Leben.

    Versuche doch einfach mal, die Emotionen wie ein Physiker zu analysieren. Wie ist diese Energie? Zieh das Etikett ab, mit dem du sie versehen hast. Lege das URTEIL nieder.

    FÜHLE ALLES MIT GLEICHMUT.
    GLÜCK IST DIE SUMME VON JEDEM PUZZLETEIL AN GEFÜHL. JEDEM, Miriam.

    Vorher ist ultimatives Glück nicht möglich. Du wirst kurz glücklich sein und dich dann nach diesen Momenten sehnen. Nur dann, wenn du in der Lage bist, JEDES GEFÜHL WILLKOMMEN zu heißen und mit Gleichmut zu umarmen, nur dann findest du ewiges Glück. Du findest es in der Achterbahn der Emotionen, auf der Bewertung keinen Sitzplatz hat.
    <3

  • #12

    miriam (Mittwoch, 11 Dezember 2019 18:41)

    ...wenn es angst macht, könnte es einen versuch wert sein, oder?

    ausgerechnet ich, die ein fan von "mit der natur im einklang leben" ist, die gewitter und stürme (erst seit heuer) liebt, daran glaubt, dass uns die natur zeigt, wie das leben funktioniert, ausgerechnet ich lasse diese energien, wir du sie nennst, in meinem leben nicht zu.
    und ja, ich erlebe am eigenen leib, das alles, was ich nicht fühlen will, mehr wird.

    die geburt von micah war der wahnsinn. das bekannte: ich muss jetzt sterben wurde unmittelbar nach der geburt abgelöst durch:
    miriam schoss vom stuhl und wollte gleich weiter in der tagesordnung, nunmehr mit einem kleinen baby.
    alles, nur nicht schmerz fühlen und schauen, was er mit mir gemacht hat.
    ich habe sofort "funktioniert" und war "nur noch" mutter.

    bis ich mein eiweiß traf.

    in diesen stunden war ich nur ich.

    keine mutter, keine ehefrau, keine arbeitnehmerin, keine freundin.

    ich. ohne etikett.

    ich werde mir deine nachricht ans herz legen. ich werde ausprobieren, was ich noch nie getan habe. etwas völlig neues. gefühle zulassen, die ich nicht mag, denen ich bisher aus dem weg gegangen bin.

    bin neugierig und aufgeregt

    und sehr dankbar, dass du dir die zeit genommen hast, mir zu helfen.

    <3

  • #13

    miriam (Mittwoch, 11 Dezember 2019 19:16)

    gefühlsklärer und loslasser.
    eigelb und eiweiß.
    ich finde, wir erweisen den beiden alle ehre margret.

    das eiweiß, fluffig und leicht wie watte, wird zuerst geschlagen, möchte es diesen ersehnten zustand erreichen.
    das eigelb, das die farbe der sonne in sich trägt und es nicht fühlt, bevor es nicht verquirrlt wird.

    beide zusammen eine wunderbar samtiger kuchenteig!

    schöne träume,
    deine miriam