Dualseelen: ist bedingungslose Liebe vom Aussterben bedroht?

Dualseelen: ist bedingungslose Liebe vom Aussterben bedroht?

Video über bedingungslose Liebe: am Ende des Artikels...

Für mich scheint es schier unmöglich, das Wesen der LIEBE zu erahnen. Denn sie ist doch so viel mehr als unser angestrengtes, stets bestrebtes Ego fassen kann.

Liebe bedeutet für jeden etwas anderes.

Und so zeigt sie sich auch jedem auf völlig unterschiedliche Art - gerne deutlich gegenteiliger, als wir sie gerne hätten.

 

Warum nur tut sie das?

Weil die LIEBE ALLES ist.

Sie ist nicht nur die Schöne, sie ist auch die Grausame.

Sie ist nicht nur der Kuss, sie ist der Dolch im Herzen.

Sie ist nicht bloß Sonnenaufgang, Morgentau und Gänsehaut,

sie ist Nachtschatten, eisige Kälte,

elendiges Verrecken, stiller Trost.

Die Liebe schließt nichts aus.

Weil sie alles ist.

 

In diesem Sinne ist Liebe selbst bedingungslos. Denn sie ist auch die Bedingung selbst, die Du ihr stellen kannst. Weil sie ALLES ist, weil sie Wandel ist, kann sie sich keine Bedingungen stellen. Sie kann nur so tun, als ob. Sie ist nicht zu begreifen, weil sie auch der Gedanke ist, mit dem du sie begreifen willst. So ist ihr Wesen. Sie ist einfach alles.

Und trotzdem noch viel mehr.

 

Das Wesen der Liebe ist bedingungslos.

Eine Beziehung, in der du lebst, ist das nicht.

Liebe = Seele = Leben: alles eins

 

Wenn Du Liebe in Beziehung leben und erfahren willst, dann braucht diese Beziehung Bedingungen und Regeln. Sie verlangt nach einem Rahmen. Und diesen Rahmen zimmern

jene Menschen, die diese Liebe leben.

 

Es ist möglich, bedingungslos zu lieben. Es wird jedoch kaum möglich sein, eine Liebesbeziehung zu einem anderen Menschen ohne Bedingungen zu (er-)leben. Dazu müsstest du in der Lage sein, all das zu lieben, was dein Partner mit dir oder einem anderen von dir geliebten Wesen tut.

Könntest Du mit Deinem Partner leben, wenn er Dein Kind ermordet, Dein Tier quält,

dir den Arm abhackt?

DAS wäre in der Tat bedingungslose Liebe in Beziehung und Selbstverrat zugleich.

Du müsstest aufhören, Dich selbst zu achten und zu lieben. Du müsstest aufhören,

in jede Handlung deines Partners einzugreifen.

Bedingungslose Liebe: Definition

Genau genommen sind es drei Worte, hinter denen ein ganzes Universum und dessen Erklärung stehen.

 

1.     Liebe: das ALLES–WAS-IST. Universell, unfassbar, schwer zu begreifen

2.     BeDINGung: Form, DING, Begrenzung, irdische Gestalt

3.     los: entlassen, losgelöst, frei

 

Die Liebe teilt sich auf – in unzählige, kunterbunte Puzzleteile –, trennt sich quasi von sich selbst, springt zum ersten Mal in eine Form, um sich endlich zu erfahren, um die Form dann wieder loszulassen und schließlich eine neue, größere, freiere Möglichkeit – eine neue Form – für ihren Selbstausdruck zu wählen. Dieser Zyklus dauert ewig.

 

Die Liebe hüpft vergnügt in eine Form, um sich zu erfahren, denn ohne DAS-WAS-SIE–NICHT–IST, kann sie sich nicht in Erfahrung bringen. Die Liebe benutzt die Form zur Selbsterkenntnis. Das tut sie spielerisch, so, wie du von Zeit zu Zeit beim Einkaufsbummel in verschiedene Kleider springst. Jedes Kleid verändert deinen Ausdruck von dir selbst. Oft bist du überrascht, manchmal schockiert und hoffentlich ganz oft erfreut. Du kämest ganz sicher nicht darauf, dich mit einem Kleid zu identifizieren. Du trägst ein Kleid, du bist nicht das Kleid. Und am Abend bist du wieder splitternackt.

Dualseele festhalten: klammern, binden, konservieren...

Mit Kleidern mag das funktionieren... 

Meist jedoch, wenn du der Liebe in Sonderedition (der Dualseele zum Beispiel) begegnest, klammerst du dich an dieser einen Form der Liebe fest. Du willst sie konservieren, diesen einen Menschen für immer an dich binden. Du glaubst, nur dieser eine Mensch sei für dich bestimmt. Du sperrst Mensch und Liebe wie Sauerkirschenmarmelade in ein Glas. Damit Mensch und Liebe bei dir bleiben. Sie können nicht. Mensch und Liebe sterben ab. Was dir bleibt, ist Illusion im Mausoleum. Das ist bedingte Liebe. Liebe, an die du Bedingungen knüpfst. „Ich liebe aber doch nur diesen Menschen und sonst keinen“, hörst du dich sagen?

 

Der höchste Seelen-Sinn offenbart sich, wenn du jeden Menschen lieben kannst wie dein Eigelb, deine Dualseele.

Dann, in diesem Moment, hast du dich erinnert, WER DU BIST. Du hast dich erinnert, wer dein Gegenüber ist. Der Schleier jeder Illusion hat sich gelüftet. Das Mausoleum ist gesprengt.

 

Bedingte Liebe zeigt sich jeden Tag. Mit oder ohne Seelenpartner.

Wenn ein Lieblingsmensch dich auf eine Art behandelt, die dir nicht gefällt, wirst du ihm deine Liebe schnell entziehen. So hast du es als Kind gelernt.

Vielleicht entziehst du deine Liebe nicht durch Taten. Vielleicht wirst du trotzdem kochen, backen, bügeln, streicheln. Doch in Gedanken wirst du längst im Reich der Zweifel sein.

Deine Energie, etwas zu tun, wird eine andere sein. Und so wird deine Handlung nicht dieselbe sein. Du entziehst der Handlung Liebe und mischst dafür Routine bei. Du machst, was man halt macht. Das Ergebnis kennst du schon. Alltag ohne Leidenschaft. Freundschaft ohne Freude. Beziehungen an der Herz-Lungen-Maschine.

Ursachenforschung macht Sinn. Wir wissen nicht, wie Schöpfung funktioniert. Unsere Gedanken sind unerzogen. Sie fahren Karussell. Hör ihnen mal zu. Was denkst du denn den lieben langen Tag? Was sprichst du davon aus?

Täglich mache ich mich auf die Suche nach Worten, die frei von Grenzen und Negierungen sind. Wie ein Trüffelschwein. Welche „freien“ Synonyme gibt es denn für das Wort „bedingungslos“?

Ich habe sogar danach gegoogelt, hier einige Beispiele: uneingeschränkt, ohne Vorbehalt, aufrichtig, ohne Bedingung, ohne Einschränkung, rückhaltlos, unverhohlen, vorbehaltlos, allmächtig, unbegrenzt, frei, grenzenlos, schrankenlos, unbedingt, vorbehaltlos …

15 Worte – und 3 davon kommen ohne Negierung aus.

 

Da wird mir wieder klar: Der Mensch denkt in Grenzen. Wie könnte es in der Liebe anders sein?

Wir können die Liebe (noch) nicht erfassen, drum machen wir sie zu einem Ding. Zu einem Objekt. Wir pressen sie in eine Form, wir stecken sie in ein Einweckglas, bekleben sie mit dem Etikett “LIEBE“ und „Für immer“ und erheben Anspruch darauf. Wir zahlen einen (oft hohen) Preis dafür und kämpfen bis aufs Blut um unseren geliebten Besitz. Dann wollen wir die Liebe zwingen, in jener Form zu bleiben. Wie ein Flaschengeist, der uns dient, wenn wir ihn darum bitten.

 

Kannst Du besitzen, was du selbst bist?

 

 

Liebe ist. Liebe ist das, was Leben ist. Liebe ist das Leben selbst.

Liebe ist. Leben ist. Beides ist austauschbar. Beides wird immer sein.

Es gibt keine Bedingungen, die dafür sorgen könnten, dass DAS-WAS-IST nicht mehr ist.

Ein Beispiel:

Stell dir vor, das Leben = Liebe wäre, ein guter, duftender Hefeteig. Er war schon immer da und er wird auch immer sein. Nichts kann ihn jemals zum Verschwinden bringen, da er ALLES ist, was existiert. Und da es sonst nichts gibt als diesen Hefeteig, kann nichts und niemand ihn zum Verschwinden bringen. HEFETEIG FOREVER.

Der Hefeteig lebt, in seinem Innern vermehren sich Bakterien, die dafür sorgen, dass der Teig von Tag zu Tag stets größer wird. Er hat keinen Anfang und kein Ende, er setzt sich ständig fort.

Vielleicht steigt dein Verstand an dieser Stelle aus. Weil für den Grips Unendlichkeit Inkohärenz bedeutet.

Der Teig lässt sich durch den konfusen Grips nicht aus der Ruhe bringen. Er macht, was er immer macht. Geht auf, dehnt sich aus, wird mehr. Unendlich mal unendlich.

Da er ein Teig ist, kann er jede Form annehmen, in der er sich erfahren will. Er kann zum Brötchen werden, zum Brot, zum Berliner, zum Zopf, zum Kuchenteig, er kann zum Nikolaus oder zum Traummann werden und zum Bäcker selbst. Es gibt nichts, was dieser Teig nicht sein könnte.

Gleichermaßen kann sich der Teig von jeder dieser Formen wieder lösen.

Der Teig hüpft in eine Form, erlebt sich dort, hat Spaß daran und springt zur nächsten. In dieser Form erfährt er sich erneut. Er wechselt, tauscht, verändert seine Form, so oft er eben will, und bleibt doch immer Hefeteig.

Vielleicht erfährt er sich in der Form eines Babys, eines Krüppels, eines gequälten Tieres, eines Mörders. In letzter Konsequenz ist und bleibt er Hefeteig. Nichts weiter.

Die Form, in die der Hefeteig sich fallen lässt – die ist bedingt. Sie existiert für kurze Zeit, zerfällt und wird durch eine neue Form ersetzt. Der Teig selbst unterliegt keinen Bedingungen.

 

Was macht der Mensch, wenn er den Hefeteig in Form erlebt? Er entwickelt VORliebe. Gefällt dir der Teig als Zopf, als Nikolaus, als Muskelmann? Doch du lehnst den Teigmörder und den Hefekrüppel ab? Es ist und bleibt ein Hefeteig. In einer anderen Form. Du siehst bisweilen nur die Form, du vergisst das Wesen, den Inhalt, der immer LIEBE ist. Du glaubst, dass du besser bist. In deinem Ausdruck, deiner Form. Du vergleichst, bewertest, verhängst ein Urteil. Das ist es, was wir Menschen täglich tun. Wir sortieren aus, sieben ab. Wir bleiben an der Oberfläche hängen. Wir scheuen uns vor Tiefgang, sehen weg. Wir lieben nicht. Wir „vorlieben“ (das kommt von Vorliebe) oder verlieben (verzerren die Liebe) uns. Verzerrte Liebe von Hefeteig zu Hefeteig. Wir vergessen, dass wir selbst aus Hefeteig geknetet sind.

 

Wir vergessen auch, dass bedingungslose Liebe heißt, einem anderen Menschen seine freie Wahl zu lassen. So, wie ich für mein Leben wähle und du für deins. Bedingungslose Liebe lässt einem anderen Menschen die freie Wahl, mit seinem Leben zu tun und zu lassen, wie es ihm beliebt.

Dazu ein Beispiel: 

Stell dir unendlich viele, bunte Legosteine vor. Nun stelle ein imaginäres Kind aus Licht dazu. Dieses Kind spielt mit den Legosteinen. Es setzt sie zusammen, türmt sie zu einem Wolkenkratzer auf, ist vergnügt, freut sich, wirft alles wieder um. Baut nun ein Schloss, dann eine Kirche, eine Stadt, ein Land, die ganze Welt, Menschen, Tiere, Außerirdische, neue Galaxien, alles, was es sich vorstellen kann. Es hat die Wahl. Es spielt und freut sich. Und das tut es gut.

Formen entstehen und zerfallen, neue Formen bilden sich, die Essenz (= Legosteine) bleibt. Es gibt keine Bedingungen. Das „himmlische Kind“ trifft immer wieder eine neue, höhere Wahl, die Steine in einer noch vollkommeneren Form anzuordnen.

Jedes himmlische Kind tut das auf seine Weise. Die Welt wäre wunderbar, wenn jeder nur mit seinen Lego-Steinen spielen würde.

Wir Menschen haben jedoch gelernt, uns einzumischen. Ins Spiel der anderen. Wir spielen einfach mit,

gestalten nach unserem Willen um. Und nennen es dann HILFE. Unsere Hilfe kommt meist einer Zerstörung gleich. So wird aus einem wundersamen Spiel schnell bitterer Ernst. Das nennt man dann Gewalt, Krieg, Attentat.

Der Liebe selbst – den Legosteinen – ist das egal. Du kannst mit ihr machen, was du willst. Sie ist, sie wird immer sein. Sie hält dir einfach einen Spiegel vor.

So ist sie eben. Bedingungslos. Freundlich. Voller Geduld. Liebe IST alles, nimmt jede Form an, doch sie wird immer mehr als eine dieser Formen sein.

 

Somit ist Liebe alles, was schon existiert, alles, was am Entstehen ist und alles, was nicht existiert (der luftleere, beseelte Raum). Es gibt nichts, das aus dem Rahmen der Liebe fällt.

Weil das so ist, ist die Liebe in ihrem Wesen bedingungslos.

Sie kann keine Bedingungen haben, die sie sich selbst auferlegt, denn sie ist ja schon alles, was existiert. Demnach ist das Wort bedingungslos im Kontext mit der Liebe überflüssig. Es ist so, als würdest du sagen: nasser Regen.

Dualseelen: Himmlische Liebe vs. weltliche Liebe...

 Mir fallen zwei Gründe ein, warum wir den Begriff „bedingungslose Liebe“ überhaupt verwenden: erstens, weil wir noch zwischen einer Art von himmlischer Liebe und einer Art von weltlicher Liebe unterscheiden und zweitens, weil wir uns daran erinnern möchten, dass die Liebe in ihrem Wesen bedingungslos ist.

 

Liebe selbst ist kein Gefühl. Die Liebe nutzt Gefühle, um sich zu erfahren. Ich gehe im Kapitel über Liebe und Bedürftigkeit genauer auf das Wesen der Liebe ein. Hier möchte ich dir einfach nahebringen, wieso die Liebe keine Bedingungen haben kann.

Wenn Liebe ALLES ist, was existiert, dann ist der Ausgang sicher. Du kannst niemals aus der Liebe fallen. Du kannst niemals keine Liebe haben. Du kannst nur so tun, als ob.

Damit die Liebe (DAS–ALLES–WAS–IST) sich erfahren kann, hat sie sich aufgeteilt und hat die eine Hälfte ihrer Teile einfach Angst genannt. Sie hat sich sozusagen kostümiert. So, wie du dir zu Halloween ein Kostüm überziehst. Denn nur, wenn es etwas gibt, was die Liebe laut ihrer Natur nicht ist, kann sie sich erfahren. Im wahren Kern wird Angst immer Liebe sein.

 

Wenn du jedoch vergisst, dass du selbst pure Liebe bist, dann kannst du aus der Illusion heraus Bedingungen an die Liebe stellen. Denn du glaubst ja, etwas zu brauchen. Doch was sollst du brauchen, wenn du alles bist, was existiert?

Im Moment fühlst du das viel-leicht noch nicht. Und glaube mir, mir geht es auch noch manchmal so. Dann gebe ich mich hin. Ich öffne mich für eine neue Erfahrung. Ich vergesse alles, was ich zu wissen glaube, alles, was mir ein anderer erzählt, weisgemacht und eingetrichtert hat. Ich vertraue. Und dann passiert das Wunder. Der Sesam öffnet sich. Wenn dein Vertrauen aus dem Zentrum kommt, aus der Quelle, aus dem ALLES-WAS-IST, wird deine Erfahrung immer Liebe sein. Wo du dich hingibst, findest du Liebe. Wo du dich erfährst, bestätigst du dein Wissen, wo du vertraust, löst sich jede Bedingung auf.

Du bist bedingungslose Liebe. Du bist Polarstern im Alltags-Grau-in-Grau. Du bist Homegate und Erinnerung an die einzige Wahrheit, die hinter allen Illusionen existiert. Du bist ein Ozean der Liebe.

Bedingungslose Liebe: in Beziehung zu dir selbst.

In Beziehung zu Dir selbst kannst du bedingungslose Liebe leben.

Liebe ohne Bedingungen erlegt einem anderen Wesen keine Grenzen auf. Sie IST OHNE Bedingungen, ohne Zustand, ohne Grenzen, ohne Form. Für dich selbst bedeutet das,  

Du wirst – aus Liebe zu dir selbst – einem anderen Menschen Grenzen setzen, wenn du mit diesem Menschen in einer Beziehung lebst. Du wirst definieren, welche Dinge sich für dich gut anfühlen und welche nicht.  Wenn du dich selber liebst, dann hast du Werte, die du in deiner Beziehung leben möchtest. Zum Beispiel Respekt, Treue, Aufrichtigkeit.

 

Also denke besser zweimal nach, bevor Du von bedingungsloser Liebe sprichst.

Sie ist vielleicht „liebbar“, für die Erde jedoch kaum lebbar. Sie ist für den Himmel gemacht.

Und für dich selbst.

 

Hier auf Erden lebst Du Liebe in einer Beziehung, die Bedingungen hat.

Du kreierst jene Bedingungen, damit Du Dich erfahren, entwickeln und stets aufs Neue wählen kannst. Du wählst und Du bekommst. Das ist der Deal.

 

Schaffe darum Bedingungen, die Dich höher wachsen lassen. Erfinde Bedingungen, die zeigen,

wer Du gerade bist. Ändere Deine Bedingungen, wenn Du ein Stück gewachsen bist.

Wachse über Dich hinaus...

Topfe Dich und Deine Liebe immer wieder um.

Wähle eine neue, freiere Form, wenn Deine Wurzeln wachsen und Dein Stamm sich gen Himmel reckt. Nimm einen größeren Blumentopf. Sei sanft zu Dir, doch wahre Deine Grenzen. Solange Du sie brauchst.

 

Achtsamkeit ist die Rahmenbedingung, damit Du wachsen und gedeihen kannst.

Es gibt kein „Richtig“. Es gibt kein „Falsch“.

Es gibt nur Liebe und die Puzzleteilchen, die Du von ihr wählst.

Du fügst sie ineinander, Du sammelst Schatz um Schatz.

Und irgendwann wirst Du erfahren, dass Du vollkommen bist.

Du wirst erfahren, dass jeder Deiner Partner stets vollkommen ist.

Er zeigt Dir unverfroren, welches Programm bei DIR gerade läuft.

Er ist wie SUPERMARIO auf einem Deinem Level.

 

Vielleicht wirst Du Dich daran erinnern, dass ihr beide beschlossen habt (Euch) zu vergessen, damit ihr Euch erinnern könnt. Vielleicht erinnerst Du Dich auch daran, dass ihr zusammen fliegen lernt.

Und zwischendurch stürzt man manchmal eben ab. Doch Du wirst jedes Mal ein bisschen frecher, freier, virtuoser. Deinen Fallschirm – die Bedingung – nimmst Du immer mit. Er schützt Dich vor dem Aufprall, bringt Dich sicher wieder auf den Boden, falls Du aus „Wolke Sieben“ stürzt.

Na und? Es gibt noch Wolke Acht, auf der Du bedingungslustig lieben kannst.

Bedingungslose Liebe: was wir aus der Liebe machen

er Mensch lernt aus Fehlern. Deshalb macht es Sinn, möglichst viele Fehler zu machen.

Auch in der Liebe.

 

Viele Fehler = Viele Korrekturmöglichkeiten

 

Mit jedem Fehler, den wir machen, verfangen wir uns im Liebesnetz. Und dann fluchen wir. Wir verfluchen die Liebe. Wir reduzieren sie auf unsere kleinlichsten Gedanken, werten sie ab. Wir verzerren sie, missbrauchen ihren Namen. Wir nennen sie in einem Atemzug mit Hass, Missbrauch und Leid.

 

Die Liebe schenkt uns Macht. Stattdessen machen wir uns zu ihrem Opfer.

Wir zerren sie vors Schwurgericht, bezweifeln ihren Segen. Dann beten wir sie wieder an. Wir schlagen auf sie ein, zerfetzen sie in tausend Stücke und bitten wenig später um Vergebung. Wir drehen durch, weil wir ihr Wesen nicht verstehen.

 

Liebe ist kein Gefühl, sie ist potentes, großzügiges, atmendes SEIN.

Die Liebe erhebt Dich, Deine Vollkommenheit mit einem Partner Deiner Wahl zu teilen.

Dann lässt Du sie voll kommen. 

Bedingungslose Liebe als Lernaufgabe im Dualseelen-Prozess

Wie oft höre ich von meinen Klientinnen:

ICH LIEBE IHN BEDINGUNGSLOS.

Diese Worte kommen schnell über frisch geküsste Lippen. 

 

Du hast nun eine Ahnung, was bedingungslose Liebe ist.

Du hast das WISSEN darüber. 

Nun geht es darum, diese zustandslose Liebe in Erfahrung zu bringen. In Erfahrung zu  JEDEM Wesen, das Dir begegnet. Das ist Bedingung im Dualseelen-Dschungel, wenn du dein Potential entfalten möchtest. Wenn du weiterkommen möchtest, vielleicht bis ans "Happy Ende" dieses Prozesses. Denn für dein "Happy-Ende" wurde er erkoren.

Der Mensch kennt starke Emotionen. Das Wesen der Liebe kennt er noch lange nicht.

 

Bedingungslose Liebe zu erfahren, fordert jede Reserve an Bereitschaft, die noch in dir steckt. Bist du bereit, dann wächst die Liebe wie eine Nabelschnur aus Dir heraus.

Sie folgt dem stillen Ruf der Seele, bis du voll und ganz mit Deiner Quelle rückverbunden bist.

Bedingungslose Liebe schmerzt. Sie läutert dich. Denn du wirst Grenzen niederreißen müssen, die du dir mühsam hochgezogen hast. Wie bei einem Kuchenteig, den du in eine Backform gießt. Er braucht am Anfang eine Begrenzung. Er ist verletzlich. Du errichtest eine Grenze für den Kuchenteig, schützt ihn, damit er im Ofen "heilen" kann. Der Heilungsprozess beginnt. Dem Kuchen geht ein Licht im Ofen auf.

Dir auch. Niemand fügt dir neue Wunden zu. Jedermann reißt stets nur deine alten,

gut versteckten Wunden auf. 

Doch da du nun – wie  der Kuchen – heilst, wirst du stark und selbstzentriert. Der Kuchen fällt nach dem Backen nicht mehr auseinander. Und du? Du bleibst bei dir. 

Der Kuchen springt nun aus der Form. Er duftet und steht ganz von alleine.

Und du reißt deine Grenzen wieder ein. 

 

Bedingungslose Liebe lässt dich Zug um Zug erkennen, dass da nichts ist, vor dem Du dich beschützen musst. Nur Projektionen deiner Innenwelt.

 

Und so, wie du dich selber heilst, so heilt im außen deine Welt. Bist du in Frieden, wird deine Welt in Frieden sein. 

 

Bedingungslose Liebe knöpft dein Herz ganz langsam wieder auf. Und Knopf um Knopf erkennst du, dass du selbst diese pure Liebe bist. Voller Unschuld. Neugierig, staunend, dankbar. Du nimmst die Menschen nicht mehr mit den Augen wahr.

Zum allerersten Mal ist es nicht die Form der Liebe, nach der du trachtest. Du siehst hindurch. Du blickst ins Angesicht der reinen Liebe. Egal, wohin du schaust. 

Lass dir dabei Zeit. Bedingungslose Liebe ist ein Meisterwerk.

 

Liebst du schon JEDEN Mensch? JEDES Tier? 

 

Hier wird es spannend: wie oft sagst du noch: dieser Mensch hat mich verletzt? Dieser Hund hat mich gebissen? Äußerlich betrachtet hast du recht. 

Ein anderer hat eine Handlung vollzogen. Und du FÜHLST Dich verletzt. Doch das ist nur die Wahrheit, die an der Oberfläche liegt. 

Wenn du bedingungslos lieben möchtest, musst du tauchen. Im Ozean Deines Universums, in deinem Abenteuerfilm.

In diesem, deinem Ozean gibt es Monster. Riesenkraken, Zitteraale, den weißen Hai.

Diese Monster kennt dein Seelenpartner auch. Deshalb rennt er weg. So, wie du.

Du wirst dich diesen Monstern stellen müssen, wenn du lieben willst. Und zwar bedingungslos: dich selbst. 

Monster begegnen Dir im Spiegel Deiner Außenwelt. In der Aggression, die sich scheinbar gegen deinen Frieden richtet. In der Ablehnung eines Menschen, dem du doch nahe kommen möchtest, in den Scherben eines Traumes, an dem dein Ego hängt. 

 

Wertpapier "Beziehung": wie hoch ist der Profit?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die meisten Menschen führen Beziehungen, um etwas aus ihnen herauszuholen. Sie hoffen, etwas von der Beziehung zu bekommen. Am besten schnell. Wie beim Bärenmarkt an der Wall Street.

Der Sinn jeder menschlichen Beziehung ist jedoch, etwas in die Beziehung hinein zu schenken. Ich könnte sagen, in die Beziehung zu investieren. Doch ich mag das Wort an dieser Stelle nicht. Klingt so nach Hypothek.

 

Eine Beziehung offenbart ihr Wunder, wenn du dich in ihr verschenkst und dabei zum Ausdruck bringst, WER DU WÄHLST, ZU SEIN.

 

Für einen Meister in Ausbildung bedeutet das: Du nimmst voller Neugier jeden Umstand an und wählst dann mit glasklarer Absicht, wer du in Bezug zu diesem Umstand bist.

Wenn sich dein Eigelb (Dualseele) zurückzieht, dann triffst du deine Wahl. Wie willst du diesen Rückzug erfahren? Willst du ein trostloses Opfer sein? Oder ein charismatischer Schöpfer?

Wenn du die Schöpferkarte wählst, erhebst du dich zu deiner ganzen Größe. Du bleibst bei dir. Du akzeptierst die Wahl deines Seelenpartners. Und triffst die deine. Du schenkst Hingabe und Akzeptanz in die Beziehung hinein. Du erkennst den Rückzug nicht als Tragödie, sondern als wunderbares Instrument im großen Abenteuer deiner Selbstkreation.

 

Deine Beziehungen befähigen dich. Durch die Berührung und Relation (hier passt das englische Relation-Ship ganz gut) zu einem anderen Wesen, erschaffst Du genau jene Variante deines Ichs, die deiner meisterlichsten Vision von dir selbst am nächsten kommt.

Jeden Tag aufs neue.

Damit erfährst, erschaffst und kreierst Du Dich immer wieder selbst. Du demonstrierst in dieser Beziehung, wer Du wählst, zu sein. Du kümmerst Dich in höchster Form um Dich allein. Damit dienst du dieser Beziehung und ihrem hohen Zweck. Würde sich jeder einzelne Mensch vor allen Dingen um sich – und den Dreck vor seiner eigenen Türe kümmern, diese Welt wäre eine Oase voller Frieden.

 

Wer willst du sein?

Bist du ein benommenes Opfer der Ereignisse?  Oder triffst du eine meisterliche Wahl? 

Beziehung: welchen Teil von Dir willst du zeigen?

 

Es ist romantisch zu behaupten, dass du ein Niemand warst, bevor du deiner Dualseele begegnet bist. Und es ist tödlich zu gleich. Arsen für eine weltliche Beziehung mit deinem Seelenpartner. Denn dieser wunderbare Mensch hat nun Druck. Er kann die Rolle nicht erfüllen, die du ihm zugewiesen hast. Er muss sich zurückziehen. 

Es ging niemals darum, sich in der Beziehung zu deinem Lieblingsmenschen zu vervollkommnen. Sei vollkommen und teile deine Vollkommenheit.  Und das Wunder deiner Beziehungen wird sich offenbaren.

Dann klappt es vielleicht auch mit der Dualseele.

 

P.S. Wenn du die bedingungslose Liebe vor dem Aussterben rettest, macht dich das zum Held. 

 

Schönen ersten Adventssonntag; Deine Margret

 

 

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