Drei der Schwerter & Vier der Münzen

Drei der Schwerter & Vier der Münzen

Wer klammert, kriegt blaue Flecken auf der Seele.

 

 

Allgemein

Die Vier der Münzen steht zu allererst für Eines: festhalten, an sich reißen, darauf hocken,

besitzen. Manchmal kriegt man einfach nicht genug. Das kenne ich gut.

Manchmal wird man Sklave von Haus, Hof, Familie, Versprechen und Besitz.

Wie wär`s mit einer Unabhängigkeitserklärung, einem Freiheitsschwur, Verzichtsgelübde?

Festhalten schafft Leid: Leidenschaft. Die Leidenschaft – verbissen am viel zu großen Ball zu bleiben, der sich als Blei am Fuß entpuppt.

Erinnerungen, Menschen, glückliche Momente, Talismane: Nach außen verlagertes, momententleertes Glück: Illusionsplantagen – auf denen Glück nicht wächst, nicht sprießt und auch nicht gedeiht. Auch Freude, Hoffnung, Lebenslust verkümmern am Flussufer des erzwungenen Lebens. Festhalten macht arm, schlapp, verbittert und müde sowieso.

 

Hab die Hände frei, hoch und in Schwung. Du bist der Dirigent Deiner Schöpfung.

Du dirigierst Quanten zur schönsten Deiner Sinfonien.

Dirigiere um Dein Leben, beweg Dich, tanze, hüpfe, fließ.

Übergib die Dinge, die Du in den Händen hältst, dem Fluß des Lebens, ihm gehören sie.

Lass sie tanzend fließen, lustvoll quellen, vor Freude bersten, hüpfend tropfen.

 

Liebe

Liebe ist Freiheit zum Ausdruck gebracht (Neale Donald Walsch).

Sie ist wie ein sprudelnder, glasklarer Quell. Versuch sie zu fassen und sie zerrinnt zwischen Deinen Fingern. Stürz Dich mit offenen Armen in ihren Quell und sie umspült, umfängt, befreit Dich. Du kannst in ihr baden, schwimmen, tauchen. Du kannst mit ihr und durch sie fliessen.

Du kannst sie kosten, trinken, schlucken. Nur festhalten kannst Du sie nicht. Denn sie ist frei.

Frei und fröhlich, wie der Wind.

Einstein sagte: "Verrückt ist der, der immer die gleichen Dinge tut, aber stets andere Ergebnisse erwartet“.

Wenn Festhalten Schmerzen, Druckstellen und blaue Flecke auf der Seele hinterlässt,

versuche etwas Neues.

Gib frei, was Du liebst. Vertraue es dem Leben an. Segne und befreie es. Befreie Dich. Beobachte, was passiert. 

Welchen „Magnet Mensch“ liebst Du am meisten und warum?

Entspringt er dem Stamm der Klammeraffen oder galoppiert er als stolzer Mustang durch die unberührten Steppen der Existenz?

Was zieht DICH an? Gefangenschaft? Freiheit? Schenk` einer Erinnerung, einem Gegenstand, einem Menschen erquickende Unabhängigkeit. Löse Handschellen, verschenke, gib weiter, lass frei. Fülle Dich mit Liebe. Fließ! 

 

Sex

Wie machen verwundete Klammeraffen Liebe? Fallen sie dabei vom Baum?

Sind sie danach noch schwerer verletzt?

Dieses Techtelmechtel dient dazu, sich festzuhalten, zu versuchen, den anderen zu besitzen. Vielleicht kann das ganz lustvoll sein, doch am nächsten Morgen grüßt Dich ein schaler Nachgeschmack. Sex – um Abschied zu nehmen – sieht anders aus. Sex – um festzuhalten – ist verschenkte Liebesmüh.

 

Beruf

Loslassen heisst die Devise. Schon wieder - ich weiß. Großzügigkeit ist angesagt.

Vertritt Deine Werte, nicht Deine Position. Der Beobachter verändert das Experiment.

Wer klammert und stets an sich reißt, wird mehr und mehr Grund zum Festhalten finden.

Mein Deal, Dein Deal? Wir sind doch alle eins. Was Du für einen anderen tust, das tust Du auch für Dich. Gib Deine Meinung, Dein Talent und Deinen Ratschlag weiter. Halte nichts zurück.

Fühl Dich reich, wenn Du einem anderen helfen kannst.

Bekommst Du es selbst mit einem Geizkragen zu tun? Bleib milde und nachsichtig. Er weiß es einfach (noch) nicht besser. Sei ein Vorbild, ein Licht, ein besseres Beispiel. Verschenke, verstreue, vergib Dich. An Deinen Beruf, den Moment, ans Leben. Teile Arbeit wenn Du kannst, gib ab. Sei stolzfrei, wenn Du nicht alles schaffst. 

 

Mensch

Jemand, dessen Kanal nie voll genug ist. Eine bittere Pille, ein griesgrämiger Geizknochen, ein Liebestyrann. Mit ihr ist nicht gut Sauerkirschen essen. Ein Exemplar, dass in Selbstmitleid badet, bis ihm Schwimmhäute wachsen. Anlächeln, Rad und Purzelbäume schlagen.

 

Gedankenscanner

Ich weiß, dass Du Kummer hast. Ich weiß, dass es wehtut. Du versuchst, mich festzuhalten.

Doch das macht keinen Sinn. Ich will nicht bleiben, Du kannst mich nicht halten. Du machst es nur noch schlimmer. Wenn Du so weiter machst, dann werde ich Dich komplett aus meinem Leben verbannen. Lerne loszulassen.

 

Mode

Festhalten, Kummer und die Mode. Was mache ich denn nun daraus? Trage eine Clutch, oder eine andere Tasche, an der Du Dich heute festhalten kannst. Schwindelerregend hohe Schuhe helfen, dann kannst Du Dich an einem fremden Menschen festhalten, der Dich dann gleich führen darf. 

Melancholisch ist die Mode heute und geht mitten ins Herz. Ein langes, wehendes Kleid, ein Corsagengürtel, alternativ ein weiter Rock mit engem Shirt. Betonte (große)Augen und ein freier Nacken (Haare hochstecken, Pferdeschwanz, Chignon) Etwas Rotes macht heute Sinn. 

 

Tipp des Tages

Atme 2 Minuten ganz bewusst, sanft und tief ein und aus. Verstehe deinen Atem. Lausche ihm.

Du kannst ihn nicht halten. Er will fließen, damit Du leben kannst. Verstehe Dein Leben.

Atme es ein, atme es aus. Lass es einfach fließen, damit es werden, leben kann.

 

Affirmation der Phönixe

Ich bin komplett. Alles, was ich brauche, ist in mir. Ich bin bereit loszulassen, ich bin bereit, mich dem Fluß des Lebens anzuvertrauen. Mein Leben sorgt gut für mich. Was zu mir gehört, zeigt sich jetzt.

 

Schönen Herbst-Samstag, Deine Margret

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